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GDA-Arbeitsprogramm ist gestartet

Die Häufigkeit von Arbeitsunfällen bis 2012 um 25 Prozent zu verringern – das ist Ziel der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), die jetzt startete.

Auch in ihrem Arbeitsprogramm „Sicher fahren und transportieren“, das am 1. Februar begann, fasst die GDA diesen Wert ins Auge. Die GDA schließt sich damit den Präventionszielen der EU-Kommission für diesen Zeitraum an.

„Der innerbetriebliche Transport weist überdurchschnittlich hohe Unfallzahlen auf. Das zeigen die Unfallstatistiken der gewerblichen Berufsgenossenschaften“, erläutert Peter Löpmeier, Leiter des Arbeitsprogramms. Eine vergleichbare Situation stelle sich in Auswertungen für den Transport im öffentlichen Straßenverkehr dar.

Beratung für Unternehmen

Diese Unfallzahlen will das Arbeitsprogramm „Sicher fahren und transportieren“ durch gezielte Beratung und Überwachung der Unternehmen deutlich verringern. Die Arbeitsschutzexperten der Berufsgenossenschaften vereinbarten eine koordinierte Vorgehensweise, um so im Rahmen eine gemeinsamen Schwerpunktsetzung und Kraftanstrengung in Zusammenarbeit mit den betrieblichen Akteuren noch in der Laufzeit des Arbeitsprogramms, also bis Ende 2012, eine deutliche Verbesserung des Arbeitsschutzes beim Transport zu erreichen.

Mit Hilfe von Gesprächsleitfäden zu Einzelthemen des Programmschwerpunkts werden Arbeitsschutzexperten von staatlichen Aufsichtsdiensten, Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bis Ende 2012 in 80.000 Betriebsbesuchen Fragen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz direkt mit den Verantwortlichen erörtern. Unter anderem gibt es Gesprächsleitfäden zu den Themen Flurförderzeuge, Stetigförderer, Kurier- und Expressdienste, Berufskraftfahrer oder Ladungssicherung. Die Leitfäden können und sollen auch unabhängig von einer geplanten Betriebsbesichtigung durch die zuvor genannten Experten auch von den Betrieben selbst genutzt werden, um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz beim Fahren und Transportieren zu verbessern. Darüber hinaus werden Sicherheitsfachkräfte und Betriebsärzte gebeten, die Gesprächsleitfäden im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit in den Betrieben zu nutzen und so die Ziele der GDA zu unterstützen. Die Gesprächsleitfäden können ab sofort auf der Website der GDA heruntergeladen werden (http://www.gda-portal.de/ gdaportal/de/Arbeitsprogramme/Transport. html).

Verknüpfung mit „Risiko raus“

Das Arbeitsprogramm „Sicher fahren und transportieren“ läuft parallel zur Kampagne „Risiko raus“, die als Zielgruppe eine breitere Öffentlichkeit hat. Teilweise haben beide Aktionen dieselben Gefährdungen zum Thema, beispielsweise im Bereich „Sehen und gesehen werden“.

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) ist die von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern gemeinsam getragene, bundesweit geltende Arbeitsschutzstrategie. Sie hat das Ziel, Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch einen abgestimmten und systematisch wahrgenommenen Arbeitsschutz – ergänzt durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung – zu erhalten, zu verbessern und zu fördern. Bund, Länder und Unfallversicherungsträger handeln im Bereich der Prävention künftig in noch engerer Abstimmung und auf der Grundlage gemeinsam festgelegter Arbeitsschutzziele. Die Zusammenarbeit der Aufsichtsdienste bei der Beratung und Überwachung der Betriebe wird verbessert, das Vorschriften- und Regelwerk im Arbeitsschutz wird anwenderfreundlicher und transparenter.

Weitere Informationen

Die Gesprächsleitfäden stehen auf der Website der GDA in der Rubrik GDA-Arbeitsprogramme/Transport zum Herunterladen zur Verfügung: www.gda-portal.de

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