Hauterkrankungen weiter reduzieren

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Die Träger der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) haben in enger Abstimmung mit den Sozialpartnern (Arbeitgeber und -nehmer) als ein Ziel die Verringerung von Häufigkeit und Schwere von Hauterkrankungen festgelegt. Handlungsfelder werden dabei die Feuchtarbeit und hautschädigende Stoffe sein.

Dieses Präventionsprojekt fällt in die Kategorie Leuchtturm-Projekte und genießt damit nicht nur höchste Priorität, sondern es ist damit auch verbindlich von allen Mitgliedern der GDA umzusetzen. An der Umsetzung werden zahlreiche Berufsverbände und Institutionen aus dem Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beteiligt.

Hintergrund

Nach der erfolgreichen Kampagne „Deine Haut – die wichtigsten 2 m² Deines Lebens“ der gesetzlichen Unfall- und Krankenversicherungsträger strebt die GDA im Bereich berufsbedingter Hauterkrankungen weitere Fortschritte an.

Rund ein Drittel aller bestätigten Berufskrankheiten der gewerblichen Berufsgenossenschaften entfallen auf Hautkrankheiten. Die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten für beruflich verursachte Hautkrankheiten werden auf 1,25 Mrd. Euro jährlich geschätzt und stellen damit eine große Belastung dar. Dabei darf nicht übersehen werden, dass hinter diesen Zahlen persönliche Schicksale stehen.

Hauterkrankungen lassen sich durch einfache betriebliche Maßnahmen leicht vermeiden. Systematische Schutzmaßnahmen führen vergleichsweise schnell zum Erfolg. Deshalb sollen noch nicht ausgeschöpfte Präventionspotentiale durch dieses GDA-Ziel aktiviert werden.

Feuchtarbeit

Feuchtarbeit sind Tätigkeiten, bei denen die Beschäftigten einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit Arbeiten im feuchten Milieu ausführen oder flüssigkeitsdichte Handschuhe tragen oder häufig oder intensiv ihre Hände reinigen. Im Einzelhandel sind hiervon besonders der Lebensmittelhandel und Floristikbetriebe betroffen.

Hautschädigende Stoffe

Hierunter fallen Stoffe, die auf Grund ihrer chemischen Wirkung (reizend, ätzend) und biologischen Wirkung (sensibilisierend) der Haut schaden können. Im Einzelhandel treten derartige Gefährdungen insbesondere in Kfz-Werkstätten und an Tankstellen auf sowie bei Arbeiten mit reizenden oder ätzenden Reinigungsmitteln.

Maßnahmenpaket

Die von der GDA geplanten Aktivitäten im Hautschutz zielen darauf ab, die Zahl der Betriebe zu erhöhen, die wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen einleiten und umsetzen. Hierzu gehören im Einzelnen:

  • eine Gefährdungsbeurteilung zu hautschädigenden Tätigkeiten durchzuführen,
  • geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen,
  • Wirksamkeitskontrollen durchzuführen
    und
  • das Wissen um die Gefährdung der Haut zu erweitern.

Für unsere Mitgliedsbetriebe bedeutet dies konkret, dass die Mitarbeiter der Prävention Betriebe mit Hautgefährdungen zweimal im Abstand von drei bis sechs Monaten aufsuchen und zum Hautschutz beraten werden. Die Besuchsergebnisse werden erfasst und ausgewertet, um festzustellen, ob es gelungen ist, die Hautgefährdungen zu minimieren.

Weitere Informationen

Mehr Informationen zum Programm gibt es im Internetportal Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) unter GDA-Arbeitsprogramme - Haut.

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