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Verleihung des Förderpreises 2009 in Radebeul

Zehn Unternehmen und Arbeitnehmer wurden am 4. November in Radebeul mit dem Förderpreis der BGHW für besonderes Engagement im Arbeits- und Gesundheitsschutz ausgezeichnet.

Preisträger 2009Manfred Wirsch, Vorstandsvorsitzender der BGHW, begrüßte die rund 250 Gäste im Historischen Güterbahnhof. Grußworte der Stadt Radebeul überbrachte der Erste Bürgermeister Dr. Jörg Müller.

 Bei der anschließenden Preisverleihung, in der die Beiträge der Gewinner mit kurzen Filmbeiträgen vorgestellt wurden, zeigte sich die Vielfalt der Branchen, die bei der BGHW versichert sind. Vom klassischen Einzelhändler bis hin zum Hafenumschlagsunternehmen reichte das Spektrum der gezeigten Arbeitsplätze und –situationen. Ihnen allen gemeinsam, eine zündende, gute Idee mit der die Gesundheit und Sicherheit der dort arbeitenden Beschäftigten verbessert und gefördert werden kann.

Vergeben wird der Förderpreis jedes Jahr in zwei Kategorien: „Innovationen in der Prävention und „Gesunde Mitarbeiter – gesundes Unternehmen“.  „Innovationen in der Prävention“ zeichnet kreative Lösungen im Arbeitsschutz aus, die Vorbildcharakter für ihre Branche haben. In diesem Jahr gingen die beiden ersten Preise in dieser Kategorie Inergy Automotive Systems (Unternehmen) und Roberto Pöhl von Gebr. Heinemann (Arbeitnehmer).

„Innovationen in der Prävention“

Inergy Automotive Systems in Großenlupnitz bei Eisenach liefert Tankeinfüllrohre, Kunststoffkraftstofftanks und Additivbehälter an große Automobilhersteller. Zur Bearbeitung der Tanks und Einfüllrohre werden bei Inergy seit geraumer Zeit so genannte beheizbare Messer eingesetzt. Das sind Messer mit einer abgerundeten Spitze, die in Heizpatronen aufgeheizt werden. Sie gleiten mühelos durch den Kunststoff, die Verletzungsgefahr ist äußerst gering. Früher wurden für denselben Arbeitsschritt kleine, spitze Messer verwendet, die nicht erwärmt wurden. Selbst Kettenhandschuhe und Unterarmschützer bewahrten die Mitarbeiter nicht vor Schnitt- und Stichverletzungen. Seit das beheizbare Messer eingesetzt wird, gingen die Unfallzahlen signifikant zurück.

Roberto Pöhl ist Technischer Leiter beim Hamburger Familienunternehmen Gbr. Heinemann. Er entwickelte ein einfaches, aber effektives Gerät zum Öffnen von Kartons. Bei Heinemann müssen täglich palettenweise Kartons mit Spirituosen geöffnet, die Flaschen für den Zoll umetikettiert und wiederverschlossen werden. Die Kartons dürfen dabei nicht beschädigt werden. Mit bloßen Händen oder nicht geeigneten Werkzeugen ist dies auf die Dauer nicht nur anstrengend, sondern die Beschäftigten verletzten sich ständig an der scharfen Pappe. Der so genannte RP-Remover von Pöhl ähnelt einer Kelle mit zwei Zungen. Mit der langen Zunge wird der Karton schnell und sicher geöffnet, die kurze Zunge darüber schützt die Hände.

 „Gesunde Mitarbeiter – Gesundes Unternehmen“

 In der Kategorie „Gesunde Mitarbeiter – Gesundes Unternehmen“ ging der erste Preis an Hager Tehalit in Blieskastel. Das Unternehmen überzeugte die Jury mit einem ausgefeilten Konzept zur Arbeitssicherheit und Caremanagement. Es ist umfassend, nachhaltig und beinhaltet sowohl Verhältnisprävention als auch Verhaltenprävention. Besondere Maßnahmen waren arbeitsplatzbezogene Rückenschulen, Gesundheitszirkel oder ein jährlicher Fitness-Tag für Azubis. Beispielhaft setzte Hager Tehalit sein Gesundheits- und Arbeitssicherheitskonzept  beim Bau eines neuen Logistiklagers in Blieskastel um.

 

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