Projekt "Handelsschuh"
Rewe Deutscher Supermarkt, Lehrte
Mindestens 10.000 Schritte geht jeder Mensch täglich. Bei
den Mitarbeitern in den Lebensmittelmärkten der Firma Rewe werden es vermutlich
noch ein paar 1000 mehr sein. Denn bei der Arbeit sind die Beschäftigten des
Unternehmens den ganzen Tag auf den Beinen: Regale und Tiefkühltheken werden
eingeräumt, Kunden bedient, Ware aus dem Lager geholt.
Deshalb ist es besonders wichtig, dass Leute in solchen
Steh- und Gehberufen die richtigen Schuhe tragen. Das schont nicht nur Rücken
und Beine, sondern reduziert auch die Unfallgefahr. Denn Stolpern, Rutschen
oder Stürzen sind die häufigsten Unfallursachen im Einzelhandel – deshalb ist
geeignetes Schuhwerk ein Muss.
Aus diesem Grund hat Rewe gemeinsam mit einem Hersteller für seine Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel einen speziellen Schuh entwickelt: den Handelsschuh. Es ist ein bequemer, hochwertiger Schuh mit ergonomischer Form, der auch den BG-Empfehlungen entspricht.
Die Sohlen sind rutschhemmend und die Zehen sind durch das
hochliegende Schuhvorderteil bei Auffahrunfällen mit Rollcontainern geschützt.
Eine Fersendämpfung schont die Gelenke und die Wirbelsäule, das Material ist
atmungsaktiv. Um den Schuh an den Mann und vor allem die Frau zu bringen, legte
der Betriebsrat, der das Projekt initiierte, viel Wert auch auf die Optik. Es
wurde so lange an den Modellen gefeilt und verbessert, bis auch die weiblichen
Beschäftigten rundum zufrieden waren.
In der Praxis:
Inzwischen sind bereits 10.000 Paar Handelsschuhe an den
Füßen der Rewe-Mitarbeiter zu finden. Mittlerweile gibt es sogar
„Schuhbeauftragte“ in allen Regionen, die beraten und die Bestellungen
koordinieren. Für das Projekt „Handelsschuh“ wurde Rewe mit dem zweiten Preis
in der Kategorie „Innovationen in der Prävention“ Unternehmen ausgezeichnet.


