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Was ist bei der Bestellung externer Dienstleister zu beachten?

Kernpunkt der Bestellung externer Dienstleister ist eine klar definierte Beauftragung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und des Betriebsarztes. Damit diese Beauftragung auch den Erfordernissen der DGUV Vorschrift 2 entspricht, möchten wir Ihnen einige Tipps und Informationen geben, was für eine „gute“ Beauftragung zu beachten ist:
  • Prüfen Sie vor der schriftlichen Beauftragung die Qualifikation des Anbieters. Im Zweifelsfall lassen Sie sich dies durch  entsprechende Qualifikationsnachweise sowie Kundenreferenzen vorlegen.
  • Die schriftliche Beauftragung muss nachvollziehbar sein, d.h. die Anzahl der Beschäftigten sowie die daraus resultierende Jahreseinsatzzeit für Sicherheitsfachkraft und Betriebsarzt ist in der Beauftragung festzuhalten.
  • Bei der Aufteilung der Einsatzzeit ist darauf zu achten, dass Mindesteinsatzzeiten für die Sicherheitsfachkraft und den Betriebsarzt beachtet werden.
  • Die Gesamteinsatzzeit besteht aus der Grundbetreuung und der betriebsspezifischen Betreuung. Dies gilt sowohl für die Sicherheitsfachkraft als auch für den Betriebsarzt. Beides sind Pflichtbestandteile der Beauftragung. Achten Sie daher darauf, dass sowohl Grund- als auch betriebsspezifische Betreuungszeiten beauftragt wurden. Ein Anteil von „null“ Stunden/Jahr für den betriebsspezifischen Betreuungsteil ist nicht im Sinne der DGUV Vorschrift 2.
  • Achten Sie bei der Beauftragung darauf, dass die Einsatzzeiten der Grundbetreuung ausschließlich in „Stunden/Jahr“ beauftragt werden. Begrifflichkeiten wie „Jahresbudgetrahmen, Leistungseinheiten LE, Betreuungseinheiten BE, abrufbare Leistungen, direkte und indirekte Betreuung, Wert einer Stunde etc.“ sind keine Begrifflichkeiten und Bestandteile der DGUV Vorschrift 2. Hinterfragen Sie vor der Beauftragung diese Begrifflichkeiten und stellen Sie sicher, dass ein eindeutiger Rückschluss auf die tatsächlich zu beauftragenden Einsatzzeiten nach DGUV Vorschrift 2 in „Stunden/Jahr“ in der Grundbetreuung möglich ist.
  • Fahrtzeiten sind keine Einsatzzeiten nach DGUV Vorschrift 2 und dürfen auf diese nicht angerechnet werden.
  • Die Aufgaben des Dienstleisters nach DGUV Vorschrift 2 und Arbeitssicherheitsgesetz sind schriftlich festzuhalten, die von sonstigen Leistungen, wie z.B.  wiederkehrende Prüfungen von Einrichtungen durch befähigte Personen oder die Bestellung von externen Brandschutz- oder Gefahrgutbeauftragten usw., deutlich abzugrenzen sind.
  • Prüfen Sie, ob ein regelmäßig zu erstellender Bericht, aus dem Inhalte und der Umfang der Leistungserbringung hervor geht, Bestandteil der Beauftragung ist. Ein Bericht sollte jährlich erstellt werden.
  • Legen Sie Wert auf eine größtmögliche Leistungserbringung vor Ort in Ihrem Unternehmen und halten Sie dies auch in der Beauftragung fest.
  • Achten Sie darauf, dass die Teilnahme der Sicherheitsfachkraft und des Betriebsarztes an Arbeitsschutzausschusssitzungen sichergestellt ist.
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