Corona FAQ: Allgemeine Schutzmaßnahmen im Betrieb

Tipps für eine betriebliche Pandemieplanung, Empfehlungen für die unterschiedlichen Formen des Kundenkontakts, Regeln für Sozialräume

Die hier aufgeführten Maßnahmen sind nicht abschließend. Ergänzen Sie diese je nach Situation vor Ort gegebenenfalls durch weitere Maßnahmen.

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Können Kunden auch weiterhin besucht oder beliefert werden?

Aufgrund der 3G-Regel müssen Beschäftigte, die Kunden aufsuchen, geimpft, genesen oder getestet sein und dies nachweisen können. Vor dem Kundenbesuch sollte geklärt werden, ob Erkrankungsfälle oder angeordnete Quarantäne für eine Verschiebung sprechen. Bei den Kundenbesuchen müssen die Beschäftigten die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Entsprechend sollte mit den Kunden abgesprochen werden, dass auch Vorort die Einhaltung dieser Regeln gewährleistet wird, zum Beispiel was die Lüftung betrifft.

Muss jedes Unternehmen ein Hygienekonzept für die Bekämpfung von SARS-CoV-2 erstellen?

Mit der Verabschiedung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung wurde nochmals unterstrichen, dass von jedem Unternehmen ein Hygienekonzept umgesetzt werden muss. Das betriebliche Hygienekonzept umfasst alle betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel enthält dazu bereits Konkretisierungen für die Erfüllung der Vorgaben aus dem staatlichen Arbeitsschutzrecht in Zeiten der Pandemie (AHA+LFormel). Sie helfen auch bei der Erstellung eines betrieblichen Hygienekonzepts. Diese Grundanforderungen müssen alle Betriebe und Verwaltungen bereits jetzt erfüllen. Ergänzt wird die Corona-Arbeitsschutzregel durch branchenspezifische Handlungshilfen der BGHW und der anderen Unfallversicherungsträger. Sie geben Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern Orientierung, die richtigen Lösungsansätze für ihre jeweilige Branche zu finden und entsprechend umzusetzen. Ein darüber hinausgehendes Hygienekonzept als eigenständiges Dokument ist für die Betriebe nicht erforderlich.

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung können Sie hier einsehen.

Stand: 25.06.2021

Was ist bei Kundenkontakten zu beachten?

Kundenkontakte können im Unternehmen in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Situationen stattfinden:

a) Kundenkontakt findet ortsfest statt

z. B. Beratung an einem Tisch, Infotheke, Schalter, Bedientheke, Kasse…

Hier können dauerhafte Vorkehrungen zur Sicherung der notwendigen Distanz geschaffen werden:

  • Installation von Abtrennungen
  • Kennzeichnung der Aufenthaltsbereiche und Stehflächen für die Kunden
  • Feste Aufstellung von Mobiliar (Tische, Sitzmöbel...)
  • Regelungen kontaktloser Übergabe von Gegenständen beispielsweise Papieren, Geld...

b) Kundenkontakt findet beweglich statt 

z. B. Kundenberatung in einer Verkaufsausstellung, in einem Bekleidungsgeschäft, Warenannahme, Warenausgabe.

Hier müssen einerseits Regelungen getroffen werden, um Kontakte bereits im Vorfeld zu reduzieren oder zu kanalisieren (z. B. Absperrung einzelner Bereiche für Kunden, an denen das Abstandhalten schwierig ist - z. B. Regalgänge beim Wareneinräumen, vorgegebene Bewegungsrichtungen, Einbahnstraßenregelungen).

Es sind Schutzmaßnahmen festzulegen, wie die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet werden kann. Hierbei ist zu empfehlen, Anregungen der Beschäftigten einzuholen. Beispiele: an verschiedenen Stellen den Mindestabstand in Echtgröße verbildlichen (z.B. durch Markierungen auf den Stehflächen oder an den Wänden).

Wichtig ist eine Schulung des Personals im Umgang mit uneinsichtigen Personen und mit Personen, die aus besonderen Gründen Abstände oder Regeln nicht einhalten können (z. B. wegen Schwer­hörigkeit oder Hilfsbedürftigkeit).

Soweit die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann und technische Maßnahmen wie Abtrennungen nicht umsetzbar sind, muss entsprechend der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung mindestens medizinischer Mund-Nasen-Schutz ("OP-Maske") zum gegenseitigen Schutz getragen werden. Sobald wie möglich ist der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern wieder einzunehmen. Auch mit dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz entfällt nicht die Notwendigkeit der zentralen Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung von SARS-CoV-2-Viren. Insbesondere die distanzschaffenden Maßnahmen müssen unbedingt beibehalten werden.

Die Bundesländer haben für den Einzelhandel zusätzliche Regelungen erlassen, die zu beachten sind.

Was ist bei Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung zu beachten?

Für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung ist die Minderung  der Infektionsgefahr besonders wichtig. Über die gesundheitlichen Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung einhergehen, müssen die Beschäftigten unterwiesen werden. Als Grundlage hierfür können die Angaben des Robert-Koch-Institutes genutzt werden.

Die vordringliche Schutzmaßnahme für diese Personengruppe besteht darin, die Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und die erforderlichen Mindestabstände sicher einzuhalten. Ein Einsatz in Bereichen mit hohem Kundenaufkommen, in denen die Einhaltung der Mindestdistanzen von der betroffenen Person selbst nicht vorhersehbar und steuerbar ist, ist hiermit in der Regel nicht vereinbar oder erfordert zusätzliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes.

Um Sicherheit für diese Beschäftigten zu gewährleisten, ist eine Beratung durch die Betriebsärztin oder den Betriebsarzt zu ermöglichen. Dies gewährleistet eine individuelle, auf die Verhältnisse am Arbeitsplatz bezogene Beurteilung und Beratung der Beschäftigten, sowie eine Mitteilung an den Arbeitgeber über erforderliche Maßnahmen des Arbeitsschutzes (unter Wahrung der ärztlichen Schweigepflicht). Wenn diese Arbeitsschutzmaßnahmen einem Tätigkeitswechsel  entsprechen, erfolgt die Mitteilung an den Arbeitgeber nur mit Einwilligung durch die betroffene Person.

Wie gehe ich mit psychischen Belastungen in der Belegschaft um?

Gute Arbeitsbedingungen angesichts der Coronavirus-Pandemie zu schaffen, stellt viele Arbeitgebende vor eine große Herausforderung.

Die Handlungshilfe möchte Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Verantwortliche für Sicherheit und Gesundheit in den Betrieben dabei unterstützen, die psychische Belastung von Beschäftigten im Verlauf der Coronavirus-Pandemie im Blick zu behalten.

Handlungshilfe FBGIB-005 „Psychische Belastung und Beanspruchung von Beschäftigten während der Coronavirus-Pandemie“

FBGIB-005 „Psychological Stress and Strain Experienced by Employees during the Corona Pandemic“

Was ist bei Dienstreisen ins Ausland zu beachten?

Grundsätzlich sollten in Pandemiezeiten nur unbedingt erforderliche Dienst-/Geschäftsreisen erfolgen. Prüfen Sie daher zunächst, ob geplante Dienstreisen durch Telefon- oder Videokonferenzen ersetzt oder verschoben werden können. Dienst-/Geschäftsreisen aus inländischen Risikogebieten bzw. in in- oder ausländische Risikogebiete (s. u.) sollten abgesagt bzw. verschoben werden.

Prüfen Sie hierzu die täglich aktualisierten Informationen für Auslandsreisen auf den Seiten der WHO zu Risikogebieten und Fallzahlen oder auf den Seiten des RKI. Für innerdeutsche Reisen über das COVID-19-Dashboard ebenfalls auf den Seiten des Robert Koch-Instituts. Beachten Sie darüber hinaus die spezifischen Regelungen der einzelnen Bundesländer in den jeweiligen Corona-Länderverordnungen.

Sind Dienst-/Geschäftsreisen zwingend erforderlich, sind die Reisenden über die Corona-Hygiene- und -Notfallmaßnahmen zu unterweisen. Spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu berücksichtigen.

Maßnahmen und Informationen im Zusammenhang mit Auslandsreisen sind zusammengefasst in den Coronavirus (SARS-CoV-2) Empfehlungen für beruflich bedingte Auslandsreisen der DGUV. 

Für Dienst-/Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands sollten betrieblicherseits Vorgaben bzw. Betriebsanweisungen erstellt werden (z.B. für die Nutzung von Dienstfahrzeugen oder die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln). Genauere Ausführungen hierzu finden sich in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel im Abschnitt 4.2.5 Dienstreisen und Besprechungen.

Bei einer Reisewarnung handelt es sich um einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, entsprechende Reisen nicht zu unternehmen, die Reisewarnung stellt aber kein Reiseverbot dar. Der Arbeitgeber ist allerdings im Rahmen seiner bestehenden Fürsorgepflicht gehalten, hier sehr sorgfältig abzuwägen. Kriterien hierzu sind neben Dauer, Art und Weise der Entsendung auch die Infektionsgefahr am Einsatzort. Entscheidend ist, ob und welche Schutzmaßnahmen angemessen, erforderlich und zumutbar sind.

Von einer Dienst-/Geschäftsreise sollte jedenfalls dann abgesehen werden, wenn für diese Region eine ausdrückliche Reisewarnung des Auswärtigen Amtes vorliegt oder die Region durch die WHO oder das RKI als Risikogebiet eingestuft wurde.

Unter denselben Voraussetzungen kann es umgekehrt erforderlich sein, Beschäftigte von Dienst-/Geschäftsreisen abzuziehen, wenn die Region während des Aufenthaltes als Risikogebiet eingestuft wird bzw. eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes ergeht. Hier hat der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin auch die Verantwortung die übrigen Beschäftigten vor einer möglichen Ansteckung durch den rückkehrenden Reisenden zu schützen.

Quelle: DGUV
Stand: 19.03.2021

Muss ich Beschäftigte von externen Betrieben in den betrieblichen Informationsketten berücksichtigen?

In vielen Betrieben sind neben der Stammbelegschaft auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von externen Betrieben, z.B. Handwerksbetrieben oder Zeitarbeitsfirmen tätig. Auch diese Personen müssen über die Maßnahmen informiert sein, die aktuell im Betrieb hinsichtlich des Coronavirus getroffen werden. Rechtsgrundlage hierfür ist § 8 des Arbeitsschutzgesetzes. Die entsprechenden Informationsketten müssen in Zusammenarbeit mit den externen Betrieben in der betrieblichen Pandemieplanung berücksichtigt sein. Konkret müssen insbesondere folgende Informationen an externe Betriebe und deren Beschäftigte kommuniziert werden, wenn sie im Betrieb tätig sind:

  • Gibt es Veränderungen in den Betriebsabläufen, die sich auf die Zusammenarbeit auswirken?
  • Gibt es im Betrieb besondere Infektionsrisiken, die zu beachten sind?
  • Wer ist im Betrieb zu informieren, falls ein Verdachts- oder Erkrankungsfall bei externen Beschäftigten oder Selbstständigen auftritt?
  • Wie wird informiert, falls in der Stammbelegschaft ein Verdachts- oder Erkrankungsfall auftritt?

Informationen über das betriebliche Vorgehen helfen zum einen, dass alle Beteiligten schnell über mögliche Verdachts- oder Erkrankungsfälle Bescheid wissen. Zum anderen kann so der Verunsicherung und Verbreitung von Gerüchten vorgebeugt werden.

Stand 18.03.2021

Was ist bei Sozialräumen und Sanitärräumen zu beachten?

Die in der SARS-CoV2-Arbeitsschutzregel und der SARS-CoV2-Arbeitschutzverordnung festgelegten Schutzmaßnahmen müssen auch in den Sozialräumen angewendet werden. Dies darf insbesondere in Situationen nicht vernachlässigt werden, in denen keine Masken getragen werden können (z. B. Essen, Trinken, Rauchen).

  • Sorgen Sie auch in den Sozialräumen für ein Einhalten der Abstandsregeln von mindestens 1,5 m, z. B. durch Begrenzung der Personenzahl und eine vorgegebene Anordnung von Stühlen und Tischen.
  • Weisen Sie auf die Einhaltung der allgemeinen Hygiene hin, z. B. Nies- und Hustenetikette und das Waschen der Hände vor den Pausen.
  • Organisieren Sie die Pausen so, dass sich die jeweiligen Schichten und Teams nicht in den Sozialräumen bzw. Raucherbereichen oder auf dem Weg dorthin begegnen.
  • Die benutzten Oberflächen wie Tische, Stuhllehnen und ähnliches in den Sozialräumen wie Teeküchen, Pausenräume oder Kochgelegenheiten sind nach jeder Benutzung zu reinigen. Stellen Sie hierfür fettlösende Reinigungsmittel und Tücher bzw. Lappen zur Verfügung.
  • Die beschriebenen Maßnahmen, insbesondere das Halten von Abstand und das regelmäßige Lüften gelten auch für Sanitärräume. Achten Sie darauf, dass auch bei Raucherpausen die Mindestabstände eingehalten werden.
  • Mehr Infos zur Lüftung siehe Lüftung: Was ist beim Einsatz mobiler bzw. dezentraler Lüftungsgeräte zu beachten?
Mutterschutzgesetz: Was ist bei der Beschäftigung von Schwangeren zu beachten?

Während Schwangerschaft und Stillzeit stehen berufstätige Frauen unter dem besonderen Schutz des Mutterschutzgesetzes. Die Maßnahmen des betrieblichen Arbeits- und Infektionsschutzes müssen unter dem Aspekt des Schutzes von werdenden und stillenden Müttern gesondert betrachtet werden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht für Schwangere im Falle einer Infektion mit SARS-CoV2 ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und Schwangerschaftskomplikationen – insbesondere bei Vorliegen zusätzlicher Risikofaktoren. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sollten sie daher als Hochrisikogruppe betrachtet werden. Hinzu kommt, dass während einer Schwangerschaft Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt oder mit zusätzlichen Gefährdungen für Mutter oder Kind verbunden sind – beispielsweise ist die Auswahl einsetzbarer Medikamente stark eingeschränkt.

Tätigkeitsbezogene Gefahren können insbesondere durch häufige Personenkontakte, nicht ausreichende Distanzierungsmaßnahmen und Lüftungsverhältnisse oder durch die Notwendigkeit der Verwendung von Atemschutz entstehen. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sind ausreichende Schutzmaßnahmen festzulegen, um eine unverantwortbare Gefährdung für Schwangere ausschließen zu können. Die Schutzmaßnahmen müssen im Arbeitsalltag jederzeit eingehalten werden können.

Für die Umsetzung des Mutterschutzes sind jeweils die Bundesländer verantwortlich, die zuständigen Aufsichtsbehörden finden sich z. B. hier.

Viele Bundesländer haben zur Umsetzung des Mutterschutzes im Hinblick auf SARS-CoV-2 eigene Umsetzungshilfen erstellt. Wo dies nicht der Fall ist, kann auf die Umsetzungshilfe zurückgegriffen werden, die das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BaFzA), Ausschuss für Mutterschutz herausgegeben hat.

Welche Gefahr geht von importierten Waren oder Postsendungen aus?

Für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege. Dennoch sind zur Vorsorge die allgemeinen Corona-Hygieneregeln zu beachten. Weitere Hintergrundinformationen, insbesondere zur möglichen Überlebensfähigkeit von SARS-CoV-2 auf Oberflächen, finden Sie auf dieser Seite des Bundesinstitutes für Risikobewertung.

Stand 18.03.2021

Wie soll mit Kolleginnen und Kollegen umgegangen werden, die husten oder niesen?
  • Stellen Sie bei Verdacht auf eine Infektion der oder dem Beschäftigten eine FFP2-Maske zur Verfügung.
  • Sorgen Sie dafür, dass die/der Beschäftigte den Betrieb möglichst schnell verlässt. Für den Fall, dass die/der erkrankte Beschäftigte nicht selbst fahren kann, organisieren Sie einen Transport, z. B. durch externen Fahrdienst o. ä. Eine medizinische Abklärung der Erkrankung (und ggf. ein PCR-Test) ist auch für Geimpfte/Genesene wichtig, da auch bei diesen eine symptomatische COVID-19-Erkrankung möglich ist. Ein negativer Antigenschnelltest genügt nicht, um dies sicher auszuschließen.
  • Legen Sie einen Raum fest, in dem die/der erkrankte Beschäftigte vorübergehend untergebracht werden kann (möglichst auch liegend).
  • Lüften Sie den Raum und reinigen Sie die Einrichtung gründlich, wenn die/der Beschäftigte den Raum verlassen hat: Kontaktflächen (z. B. Türklinke, Arbeitstisch, Tastatur…) mit haushaltsüblichen (fettlösenden) Reinigern reinigen oder desinfizieren, benutzte Textilien (z. B. Handtuch) bei mindestens 60°C waschen.

Weitere Informationen finden in dem DGUV-Flyer zu Verdachts- und Erkrankungsfällen im Betrieb

Stand 26.11.2021

Wie stellen sich Unternehmer auf die Krankheitswelle ein?

Auf einen Schlag können viele Beschäftigte gleichzeitig ausfallen. Sie erkranken entweder selbst oder müssen erkrankte Familienangehörige pflegen. Durch Quarantänemaßnahmen der Gesundheitsämter kann sich der Personenkreis, der nicht mehr zur Arbeit gehen kann, schnell vergrößern. Um die betrieblichen Abläufe dennoch sicherstellen zu können, ist es erforderlich, im Vorfeld eine ganze Reihe von Fragen zu klären. Beispielsweise wie Geschäftsabläufe bei Personalausfällen sichergestellt werden sollen. Die Unfallversicherungsträger haben als Hilfestellung zehn Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung zum Download zusammengestellt. Wichtig ist es, durch eine sachliche Risikokommunikation Paniksituationen zu vermeiden.

Stand 18.03.2021

Was ist bei der Händehygiene zu beachten?

Zur Beseitigung eventuell auf die Hände gelangter SARS-CoV-2 -Viren ist das richtige Händewaschen mit Seife wirksam. Die Regeln zum richtigen Händewaschen gelten auch an Arbeitsplätzen, an denen auch im Normalfall keine besonderen Vorschriften zu beachten sind. 

 Als Anlässe zum Händewaschen im Handel sind besonders zu nennen:

  • Nach Betreten der Betriebes
  • Nach dem Besuch der Toilette
  • Vor der Pause / vor dem Essen, Trinken, Rauchen
  • Naseputzen, Husten oder Niesen mit vorgehaltener Hand (bitte vermeiden)
  • Kontakt mit Abfällen
  • Verschmutzungen (z. B. defekte Joghurtbecher …)
  • Kontakt mit Gegenständen, die offensichtlich kranke Personen zuvor berührt haben (auch ohne den konkreten Verdacht auf eine COVID-Erkrankung)

An Arbeitsplätzen, an denen besonders häufig Anlässe bestehen, die Hände zu waschen, wird die Haut stark belastet. Hier ist die Verwendung von Händedesinfektionsmitteln als die weniger belastende Alternative zu empfehlen. Für die Anwendung sind die Angaben des Herstellers zu beachten.

Versuchen Sie, das Gesicht, insbesondere Augen, Mund und Nase, nicht mit der Hand zu berühren. 

Das Tragen von Einmalhandschuhen ist nicht geeignet, um eine Weitergabe von Keimen mit den Händen zu verhindern und wird deshalb nicht empfohlen.
Häufiges Händewaschen, die Händedesinfektion und das Tragen von Einmalhandschuhen belasten die Haut sehr. Ihre stark beanspruchten Hände brauchen Pflege.

Für das Verräumen von Waren aus der Anlieferung oder dem Lager besteht außer dem gebotenen Mindestabstand zu anderen Personen keine Notwendigkeit besonderer Vorkehrungen zum Infektionsschutz.

Stand: 06.04.2021

Wie pflege ich meine stark beanspruchten Hände?

Für Arbeitsplätze, an denen bereits ein Hautschutzplan aufgrund von Hautgefährdungen oder Hygienevorschriften vorhanden ist, sind die dort festgelegten Maßnahmen weiterhin zu beachten und keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich.

Für Personen, die sonst keine Tätigkeiten mit erhöhter Hautbelastung ausüben, z. B. Kassenkräfte, Bürokräfte, Personen an der Information, kann sich infolge der zusätzlichen Hygienemaßnahmen der Pflegebedarf der Hände erhöhen. Häufiges Händewaschen, die Händedesinfektion und das Tragen von Handschuhen belasten die Haut. Die konsequente Anwendung von Hautpflegemitteln zur Regeneration der Hautbarriere und Vermeidung von Hautveränderungen ist deshalb sehr wichtig.

Hautpflegemittel sollten möglichst feuchtigkeitsbindende Inhaltsstoffe, wie z. B. Urea oder Glycerin, enthalten und idealerweise frei von Duftstoffen sein. Für die Anwendung während der Arbeitszeit ist eine schnell einziehende Creme oder Lotion geeignet. Für das Eincremen nach der Arbeit in der Freizeit sind fetthaltigere Cremes zu empfehlen, um der Haut ausgewaschene Fette und Feuchtigkeit zurückzugeben.

Üblicherweise werden Hautpflegemittel vor längeren Pausen und nach Arbeitsende aufgetragen. Sie können aber auch zwischendurch, z.B. nach dem Händewaschen, angewendet werden.

Tipp: Beim Eincremen an Fingerkuppen, Nagelfalz und Fingerzwischenräume denken!

Werden Einmalhandschuhe verwendet, ist folgendes zu beachten:

  • Handschuhe möglichst wechseln, wenn sie innen feucht sind, wventuell Baumwollhandschuhe unterziehen (ebenfalls rechtzeitig wechseln)
  • Nach der Benutzung Hautpflegemittel auftragen

Die Anwendung von Hautschutz- oder Hautpflegemitteln unter Einmalhandschuhen wird nicht empfohlen, da für eine Schutzwirkung (Verringerung der Hautquellung, bzw. des Schwitzens) bisher keine überzeugenden Wirksamkeitsnachweise vorliegen. Zudem kann je nach Zubereitungsform das Aufquellen der Haut unter dem Handschuh und das Herauslösen von Handschuhinhaltsstoffen gefördert werden.

Stand: 06.04.2021

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