Corona FAQ: Arbeitsplätze an der Kasse und mit Kundenkontakt

Von der Bedientheke über die Kasse bis zum Verkaufsraum – wichtige Verhaltensregeln für Beschäftigte mit Kundenkontakt

Arbeitsplätze an der Kasse

Was ist an Kassenarbeitsplätzen zu beachten?

An den Kassen findet zumeist die höchste Anzahl an Kundenkontakten statt, zudem ist in diesem Bereich ständig mit einer relativ großen Personenzahl zu rechnen. Hier hat daher die Wahrung der erforderlichen Mindestabstände (in alle Richtungen) Priorität. Kundinnen und Kunden sollen im Abstand von mindestens 1,5 Metern warten bis alle Waren erfasst sind und nur zum Bezahlen an die Kassen kommen. Dies kann z. B. durch farbige Markierungen am Anfang (Auflegen der Waren) und am Ende (Einräumen in den Einkaufswagen) des Kassenbandes gewährleistet werden.

In dem Bereich zwischen den Markierungen sollen sich die Kunden dann nur einzeln und nur beim eigentlichen Kassiervorgang aufhalten.

Aushänge mit Hinweisen zum Download

Best Practice Beispiel: Aus der Praxis für die Praxis:
Bodenmarkierungen im Abstand von 1,5 Metern

Weiterhin sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Distanz zu schaffen zwischen Kassenpersonal und Kunden. Hierzu dienen Abtrennungen an den Kassen aus Plexiglas oder vergleichbaren Materialien.

Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen. Damit bei Barzahlung das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir, ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu benutzen.

Wenn mehrere Kassen parallel geöffnet sind, sollten sie so gewählt werden, dass sie einen möglichst großen Abstand voneinander haben.

Sollen Tandemkassen parallel besetzt werden, so ist dies nur zulässig, wenn die kassierenden Personen mindestens medizinische Gesichtsmasken tragen. Zudem dürfen auch die Abstände der Kunden im Wartebereich und im Kassenbereich hierdurch nicht unzulässig eingeschränkt werden. 

Dem Kassenpersonal sollte Händedesinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Reinigung von Kassentisch, Tastatur, Touchbildschirm, Kartenlesegerät oder ähnlich häufig berührten Flächen ist regelmäßig und bei Bedarf (z. B. Verunreinigung, Personalwechsel...) sinnvoll.

Corona-FAQ "Allgemeine Schutzmaßnahmen im Betrieb", Frage "Was ist bei Kundenkontakten zu beachten?"

Stand: 31.03.2022

Bieten durchsichtige Trennwände einen Schutz für das Kassenpersonal?

Durchsichtige Trennwände, z. B. aus Acrylglas, stellen grundsätzlich eine Möglichkeit dar, wie Beschäftigte, insbesondere an Kassenarbeitsplätzen, geschützt werden können. Sie müssen installiert werden, wenn die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann. Angesichts der vielen unterschiedlichen Fallgestaltungen in Kassenzonen müssen individuelle Lösungen bzw. Bauformen gesucht werden.

Eine bauliche, möglichst mehrseitige Abtrennung an Kassenarbeitsplätzen stellt keine isolierte Maßnahme dar; sie soll immer kombiniert werden mit folgenden beispielhaften Maßnahmen:

  • Kundenvereinzelung: Kunden sollen im Abstand von mindestens 1,5 Meter warten, bis alle Waren erfasst sind,
  • Bezahlvorgang: Kunden sollen nur zum Bezahlen an die Kasse herantreten, das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen.

Vor diesem einordnenden Hintergrund gilt für Abtrennungen an Kassenarbeitsplätzen im Handel:

  • Durch die Abtrennung darf es nicht zu zusätzlichen Gefährdungen kommen.
  • Abtrennungen müssen ausreichend stabil sein, spitze Ecken oder scharfe Kanten müssen vermieden werden.
  • Notwendige Aussparungen der Abtrennung, z. B. für das Durchreichen von Bargeld, sollten nicht größer als erforderlich und auf möglichst niedriger Höhe, d. h. nicht auf Kopfhöhe der Kunden oder Beschäftigten, angeordnet sein.
  • Je breiter und höher die Abtrennung, desto besser. Die Abtrennung sollte nicht bereits durch geringfügige Bewegung der dahinter stehenden Person außer Kraft gesetzt werden.
  • Die Abtrennung muss in der Höhe mindestens 1,80 Meter betragen zwischen sitzenden Beschäftigten und stehenden Kunden.
  • Die Abtrennung bei rein frontalem Kundenkontakt, wie z. B. an einer Theke, muss in der Breite rechts und links je 30 cm breiter sein, als die Breite des Arbeitsbereichs der Beschäftigten. Der Arbeitsbereich der Beschäftigten kann dabei z. B. durch die Breite des Beinraums oder durch die Anordnung der Arbeitsmittel am Arbeitsplatz, z. B. Tastatur und Bildschirm oder Geldlade, definiert werden. Ist der Zuschlag in der Breite aufgrund der räumlichen Verhältnisse nicht möglich, sollte eine Abtrennung über Eck erfolgen.
  • Die Abtrennung bei frontalem und möglichem seitlichen Kundenkontakt muss die Breite und Tiefe des Arbeitsbereichs der Beschäftigten berücksichtigen. Hier wird z. B. eine Abtrennung über Eck mit wiederum um jeweils 30 cm erweiterter Breite notwendig.
  • Sind in alle Richtungen mit möglichem Kundenkontakt sowie möglicher Unterschreitung des Mindestabstandes von 1,5 Meter Abtrennungen vorhanden wie z. B. bei Einhausungen, muss kein Sicherheitsaufschlag von 30 cm beachtet werden.
  • Bauliche Abtrennungen im Rücken des Kassierpersonals sind insbesondere dann erforderlich, wenn sich Kunden im Rahmen des normalen Einkaufsvorgangs im Rücken der Kassierperson aufhalten. Dies ist z. B. bei versetzt zueinander angeordneten Einzelkassen der Fall, wenn sich die Packzone oder die Wartezone der benachbarten Kasse dort befindet. 
  • Bei Barzahlung gilt: Damit das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu nutzen.
  • An Kassentresen oder -theken kann durch vorgelagerte Absperrungen oder Bodenmarkierungen der Abstand zwischen Kassenkraft und Kunde zusätzlich zur Tresenbreite vergrößert werden.
  • Ist an Tankstellen ein Nachtschalter vorhanden, wird empfohlen, diesen zu nutzen.

Beziehen Sie wenn möglich das Kassenpersonal in die Gestaltung mit ein, das erhöht die Akzeptanz der Maßnahmen.

Umsetzungsbeispiele finden Sie unter "Best Practice" 

Stand 31.03.2022

Warum sollte die Trennwand mindestens 1,8 Meter hoch sein?

Zur Anpassung von Arbeitsplätzen und Arbeitsmitteln werden statistische Erhebungen von Körpermaßen verwendet. Gebräuchliche Grenzen, wie z. B. in DIN EN ISO 14738, sind das 5. und das 95. Perzentil. In diesem konkreten Fall der Festlegung einer orientierenden Mindesthöhe wird das 95. Perzentil herangezogen. Es bedeutet, dass nur 5 Prozent aller Personen dieses Maß überragen können. Gemäß DIN 33402-2 liegt das 95. Perzentil bei Männern zwischen 18 und 65 Jahren für die Augenhöhe bei 1735 mm. Dabei ist das Maß der Augenhöhe eine Worst-Case-Annahme, denn die Nasenöffnung liegt unterhalb dieser. Auch die Zugrundelegung des Wertes für ausschließlich männliche, und damit statistisch größere Personen im erwerbsfähigen Alter, stellt einen Worst Case dar. Zuzüglich eines großzügig bemessenen Höhenzuschlags von 40 mm für Schuhe oder schwere Fußbekleidung nach DIN EN 547-1 ergibt sich eine absolute Mindesthöhe von 1775 mm, welche auf 1800 mm aufgerundet wurde.

Verwendete Normen:

Bezugsquellen: Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin, www.beuth.de

DIN EN 547-1: 2009-01 „Sicherheit von Maschinen – Körpermaße des Menschen – Teil 1: Grundlagen zur Bestimmung von Abmessungen für Ganzkörper-Zugänge an Maschinenarbeitsplätzen; Deutsche Fassung EN 547-1:1996+A1:2008“

DIN EN ISO 14738: 2009-07 „Sicherheit von Maschinen – Anthropometrische Anforderungen an die Gestaltung von Maschinenarbeitsplätzen; Deutsche Fassung EN ISO 14738:2008“

DIN 33402-2: 2005-12 „Ergonomie – Körpermaße des Menschen – Teil 2: Werte“

Stand: 31.03.2022

Was ist an Bedientheken und Tresen zu beachten?

An Bedientheken kann durch Plexiglasscheiben eine Exposition der Beschäftigten durch Tröpfchen effektiv minimiert werden. Auch durch bauliche Barrieren oder farbige Bodenmarkierungen vor den Bedientheken kann der Aufenthaltsbereich der Kunden so gekennzeichnet werden, dass sowohl der Abstand zu den Beschäftigten als auch der Kunden untereinander das Mindestmaß von 1,5 Meter nicht unterschreitet. Im Bereich vor der Theke sollten sich immer nur die Kunden aufhalten, die gerade bedient werden. Der Mindestabstand muss auch von Beschäftigten untereinander eingehalten werden. Wenn dies durch bauliche oder organisatorische Maßnahmen wie Abtrennungen, oder Zugangsregelungen nicht sicher erreicht werden kann, greift die Forderung nach medizinischen Gesichtsmasken oder FFP-Masken.

Best Practice Beispiele: Aus der Praxis für die Praxis

Für Arbeiten an Bedientheken, z. B. Frischetheken, sind die bereits vorhandenen Anforderungen und Maßnahmen zur Hygiene und zum Hautschutz weiterhin gültig und ausreichend.

Ist an Bedientheken ein Kassierplatz vorhanden, so ist die Wahrung des Mindestabstands an dieser Stelle nicht immer sicher zu gewährleisten. Hier sollte mit einer geeigneten Abtrennung für die kassierende Person ein zusätzlicher Schutz geschaffen werden. Das Bezahlen soll bevorzugt elektronisch erfolgen. Damit bei Barzahlung das Geld nicht direkt vom Kunden an die Kassenkraft übergeben werden muss, empfehlen wir, ein kleines Tablett oder eine fixe Geldablage zu benutzen. Falls möglich sollte das Kassieren von einer separaten Fachkraft übernommen werden, um den Kontakt zu den Kunden weiter zu reduzieren.

Die Waren sollten den Kunden nicht direkt übergeben, sondern auf der Theke abgelegt werden.

Stand: 31.03.2022

Stellt der Umgang mit Bargeld eine Infektionsgefahr dar?

Für Münzen und Geldscheine gilt das gleiche wie bei sonstigen Oberflächen: Aufgrund der geringen Umwelt-Stabilität von Coronaviren erscheint eine Übertragung des Erregers über diese Wege in den meisten Fällen unwahrscheinlich. Übertragungen durch Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind nicht gänzlich auszuschließen. Aus früheren Epidemien mit ähnlich übertragbaren Erregern gibt es keine Hinweise, dass der Umgang mit Bargeld eine relevante Infektionsquelle darstellt, siehe Erregersteckbrief des Robert Koch-Institutes

Stand: 31.03.2022

Tragen von Handschuhen, ist das sinnvoll?

Für den Erreger SARS-CoV-2 wird davon ausgegangen, dass die Übertragung hauptsächlich als Tröpfcheninfektion stattfindet. Die sogenannte Kontakt- oder Schmierinfektion, bei der Erreger nach Kontakt mit kontaminierten Flächen usw. über die Hände in Eintrittspforten wie Mund, Nase, Augen gelangen, spielt demgegenüber eine untergeordnete Rolle. Diesem denkbaren Infektionsweg kann durch Beachtung der Händehygiene und ggf. Händedesinfektion effektiv entgegengewirkt werden. Handschuhe können ein falsches Sicherheitsgefühl erwecken. Während der Benutzung werden sie genauso kontaminiert, wie eine unbedeckte Hand. Das Tragen von Handschuhen bewirkt daher in Hinblick auf die Weitergabe von Keimen mit den Händen keine Verbesserung.

Sollen dennoch Einweghandschuhe zur Verfügung gestellt werden, beispielsweise weil weder eine Waschgelegenheit noch Händedesinfektionsmittel genutzt werden können, so sind diese so zu benutzen, dass hiervon nicht die Gefahr einer unbeabsichtigten Keimverschleppung ausgeht. Werden flüssigkeitsdichte Handschuhe getragen, so bildet sich ein Feuchtigkeitsstau, was wiederum leicht zu Hautproblemen führen kann (z. B. trockene Haut, Juckreiz, Rötung). Die Verwendung von Unterzieh-Baumwollhandschuhen sowie häufige Handschuhwechsel werden empfohlen. Über die Verwendung der Handschuhe sind die Beschäftigten zu unterweisen.

Bei Reinigungsarbeiten, z. B. mit Flächendesinfektionsmitteln, kann die Anwendung von Schutzhandschuhen erforderlich sein, hier sind die Herstellerangaben zu beachten.

Sowohl häufiges Waschen, als auch Händedesinfektion und Tragen von Handschuhen strapazieren die Haut. Hautschutz und Pflege müssen dementsprechend angepasst werden.

Stand: 31.03.2022

Was ist im Einzelhandel beim Umgang mit Waren zur Anprobe sowie bei der Annahme von Reparaturen und Retouren zu beachten?

Coronaviren werden in erster Linie über Atemwege übertragen. Übertragungen durch Schmierinfektionen über Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sind theoretisch denkbar und können nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich. Für eine Übertragung des Virus durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen oder über kontaminierte Oberflächen, wodurch nachfolgend Infektionen beim Menschen aufgetreten wären, gibt es derzeit keine belastbaren Belege.

Vor diesem Hintergrund erscheinen Maßnahmen zur Quarantäne von Waren, die von Kunden angefasst wurden, zum Schutz der Beschäftigten derzeit als nicht erforderlich.

Dies bedeutet aber nicht, dass andere Maßnahmen zur Minimierung der Infektionsgefährdung ebenfalls aufgehoben werden können.

Sorgen Sie nach wie vor für eine gute Durchlüftung Ihrer Verkaufsräume. Erhöhen Sie bei technischer Lüftung die Luftwechselrate und den Anteil an Frischluft.

Unabhängig von allgemeinen Regeln zum Abstand, der Nies- und Hustenetikette, den Möglichkeiten zur Abtrennung im Kassen- und Bedienbereich sind den Beschäftigten in Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, medizinische Gesichtsmasken oder FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen und in den entsprechenden Situationen von den Beschäftigten zu tragen.

Für die Reinigung der Verkaufstische, Türklinken etc. genügen fettlösende Reinigungsmittel. Chemische Desinfektionsmittel haben keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber den handelsüblichen fettlösenden Reinigungsmitteln.

Es ist sinnvoll, den Kundinnen und Kunden beim Betreten des Fachgeschäfts Desinfektionsmittel bereitzustellen, um die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination von angefassten Waren zu minimieren.

Darüber hinaus sind für die Beschäftigten die allgemeinen Maßnahmen zur Hygiene zu beachten.

Stand: 31.03.2022

Kundenkontakt

Was ist bei Kundenkontakten zu beachten?

Kundenkontakte können im Unternehmen in zwei grundsätzlich unterschiedlichen Situationen stattfinden:

a) Kundenkontakt findet ortsfest statt

z. B. Beratung an einem Tisch, Infotheke, Schalter, Bedientheke, Kasse…

Hier können dauerhafte Vorkehrungen zur Sicherung der notwendigen Distanz geschaffen werden:

  • Installation von Abtrennungen
  • Kennzeichnung der Aufenthaltsbereiche und Stehflächen für die Kunden
  • Feste Aufstellung von Mobiliar (Tische, Sitzmöbel...)
  • Regelungen kontaktloser Übergabe von Gegenständen beispielsweise Papieren, Geld...

b) Kundenkontakt findet beweglich statt 

z. B. Kundenberatung in einer Verkaufsausstellung, in einem Bekleidungsgeschäft, Warenannahme, Warenausgabe.

Hier müssen einerseits Regelungen getroffen werden, um Kontakte bereits im Vorfeld zu reduzieren oder zu kanalisieren (z. B. Absperrung einzelner Bereiche für Kunden, an denen das Abstandhalten schwierig ist - z. B. Regalgänge beim Wareneinräumen, vorgegebene Bewegungsrichtungen, Einbahnstraßenregelungen).

Es sind Schutzmaßnahmen festzulegen, wie die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet werden kann. Hierbei ist zu empfehlen, Anregungen der Beschäftigten einzuholen. Beispiele: an verschiedenen Stellen den Mindestabstand in Echtgröße verbildlichen (z.B. durch Markierungen auf den Stehflächen oder an den Wänden).

Wichtig ist eine Schulung des Personals im Umgang mit uneinsichtigen Personen und mit Personen, die aus besonderen Gründen Abstände oder Regeln nicht einhalten können (z. B. wegen Schwer­hörigkeit oder Hilfsbedürftigkeit).

Soweit die Abstandsregeln nicht eingehalten werden kann und technische Maßnahmen wie Abtrennung nicht umsetzbar sind, muss entsprechend der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung mindestens medizinischer Mund-Nasen-Schutz ("OP-Maske") getragen werden. Sobald wie möglich ist der erforderliche Mindestabstand von 1,5 Metern wieder einzunehmen.

Auch mit dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz entfällt nicht die Notwendigkeit der zentralen Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung von SARS-CoV-2-Viren. Insbesondere die distanzschaffenden Maßnahmen müssen unbedingt beibehalten werden.

Die Bundesländer haben für den Einzelhandel zusätzliche Regelungen erlassen, die zu beachten sind.

Stand: 31.03.2022

Können Kunden auch weiterhin besucht oder beliefert werden?

Es empfiehlt sich zusätzlich vorab anzurufen und anzufragen, ob ein Besuch möglich ist bzw. ob Erkrankungsfälle oder angeordnete Quarantäne für eine Verschiebung sprechen. Sollten Sie Kunden aufsuchen, so halten Sie sich an die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. Gespräche sollten wenn möglich im Freien stattfinden.

Lieferungen und Fahrzeuge sollten angemeldet werden, die Kontaktdaten sollten aufgenommen werden. Abstandsregelungen und die bekannten Hygienemaßnahmen sind ausnahmslos einzuhalten. Es ist sinnvoll, die Transportunterlagen papierlos zu erhalten oder abzufotografieren. Der Fahrer sollte eine Mund-Nase-Abdeckung tragen, diese kann ggf. zu Verfügung gestellt werden.

Stand: 31.03.2022

Sollte für Kunden Händedesinfektionsmittel bereitgestellt werden?

Es ist sinnvoll, für die Kundinnen und Kunden im Eingangsbereich zum Verkaufsraum Desinfektionsmittel für die Hände zur Verfügung zu stellen. Vorzugsweise sollten diese in einem Spender angeboten werden mit sichtbaren Hinweisschild und eventuell einer Anwendungserklärung. Die Deklaration der Inhaltsstoffe sollte für die Benutzer deutlich erkennbar sein, um eventuelle Unverträglichkeiten abschätzen zu können.

Stand: 31.03.2022

Reifenhandel und Werkstätten

Was ist bei Übernahme von Kundenfahrzeugen in Werkstätten und im Reifenhandel zu beachten?

Bei der Fahrzeugübergabe ist darauf zu achten, einen Abstand von mindestens 1,5 m zwischen dem Kunden und den Beschäftigten einzuhalten. An Theken z. B. für Kundenempfang, Übergabe der Fahrzeugpapiere, Bezahlung können Plexiglasscheiben eine Übertragung von Tröpfchen minimieren. Insbesondere bei beengten Platzverhältnissen sollten Kunden nicht mehr mit in die Direktannahmehalle genommen werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich nach der Wagenübernahme infektiöse Tröpfchen in der Luft der Fahrzeugkabine befinden ist gering. Dennoch soll das Fahrzeug vor der Übernahme gründlich gelüftet werden, z.B. durch Öffnen der Türen, Kofferraum und ggfs. Dachverdeck.

Oberflächen, die von den Beschäftigten berührt werden müssen, wie Lenkrad, Armaturenbrett, Schalthebel oder Türgriffe, mit handelsüblichem Reiniger abgewischt werden. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist nicht zwingend erforderlich.
Bei Reinigungsarbeiten  ist zu beachten:

  • Handschuhe zu tragen
  • eine Wischreinigung durchzuführen (Reiniger nur aufzusprühen und einwirken lassen ist weniger effektiv)
  • Werkzeuge nach Möglichkeit jeweils persönlich zu nutzen bzw. vor dem Weiterreichen zu reinigen

Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist nicht zwingend erforderlich. Unabhängig hiervon können Desinfektionsmittel Fahrzeugoberflächen angreifen und beschädigen.

Stand: 31.03.2022

Spielstätten

Was ist bei Ausgabe von Getränken in einer Spielstätte zu beachten?

Unabhängig davon, ob in ihrem Bundesland die Ausgabe von Getränken und Imbissen in Spielstätten erlaubt ist, ist eine Ergänzung der Gefährdungsbeurteilung im Sinne des SARS -CoV2-Arbeitsschutzstandards zu erstellen. Als Vorlage dazu bietet es sich, an die Handlungshilfe für das Gastgewerbe (Herausgeber: BGN) zu nutzen.

Quelle: VBG
Stand: 01.12.2021

Was ist bei der Reinigung der Spielgeräte in Spielstätten zu beachten?

Eine regelmäßige, gründliche Reinigung der Spielgeräte bzw. Bedienterminals nach jeder Nutzung durch Kunden mit normalen fettlösenden Reinigern ist wichtig und sinnvoll. Mit Reinigern oder Seifenlauge getränkte Einmaltücher, die nach der Verwendung entsorgt werden, sind für die Reinigung ideal. Alternativ zur Reinigung mit Haushaltsreinigern oder Seifenlauge können chemische Desinfektionsmittel genutzt werden – sie versprechen jedoch keinen zusätzlichen Nutzen gegenüber den handelsüblichen fettlösenden Reinigungsmitteln. Bitte beachten Sie dazu auch die Hinweise zu Reinigung und Desinfektion von Oberflächen außerhalb von Gesundheitseinrichtungen des RKI.

Quelle: VBG
Stand: 01.12.2021

Weitere Informationen

Lesen Sie auch weitere FAQ aus der Rubrik Allgemeine Schutzmaßnahmen (diese Themen sind auf verschiedene Branchen übertragbar)

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