Corona FAQ: Corona Testungen im Betrieb

Antigen-Schnelltests stellen eine ergänzende Maßnahme im betrieblichen Infektionsschutz dar. Sie können dazu beitragen, SARS-CoV-2-Infektionen frühzeitig zu erkennen.

Sind Testangebote für Geimpfte sinnvoll?

Nach einer vollständigen Impfung ist das Infektionsrisiko für die geimpfte Person niedriger, aber nicht gleich Null und das Schutzniveau lässt mit der Zeit nach; auch die Virusausscheidung im Falle einer trotz Impfung erfolgten Infektion (die dann häufig ohne oder mit schwachen Symptomen abläuft) ist zwar geringer und dauert kürzer, ist aber nicht gleich Null. Die momentan dominierende Virusvariante Delta ist zudem leichter übertragbar. Auch Geimpfte können daher vorübergehend Virusmengen ausatmen, die zu Ansteckungen führen.

Werden nach dem 3G-Prinzip nur die nicht immunisierten Personen getestet, befinden sich diese und auch solche Personen, die krankheits- oder anlagebedingt keinen ausreichenden Immunschutz gegen SARS-CoV2 aufbauen können, in einer riskanten Situation – insbesondere dann, wenn das Schutzmaßnahmenkonzept nicht sicher greift (insbes. Abstand, Masken, Lüften).

Ein Testangebot auch für Geimpfte (und Genesene, die vom Schutzniveau ähnlich zu betrachten sind) kann daher sinnvoll sein, wenn Arbeitsbedingungen vorliegen, in denen z. B. ein erhöhtes Risiko für Virusübertragungen absehbar ist.

Übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten für Testungen von Versicherten auf SARS-CoV-2?

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt für die Kosten von PCR-Tests nur dann auf, wenn diese Tests in einem Zusammenhang mit Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten durchgeführt werden. Dafür ist unter anderem auch Voraussetzung, dass konkrete und zu einer Infektion passende Krankheitserscheinungen bei der betroffenen Person vorliegen. Ohne derartige Krankheitserscheinungen übernehmen die Träger gesetzlichen Unfallversicherung keine Testkosten.

Tests, die nach Auslandsaufenthalten durchgeführt werden, stehen nicht in einem Zusammenhang mit Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten. Vielmehr dienen Sie dem Infektionsschutz, wir weisen dazu auch auf die Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit hin.

Stand: 25.09.2020

Besteht Unfallversicherungsschutz bei Testungen auf das Corona-Virus?

Testungen auf das Corona-Virus dienen der Erkennung einer Infektion mit diesem Virus und haben neben dem Eigenschutz der getesteten Person vor allem den Schutz Dritter vor Ansteckung zum Ziel. Beide Ziele sind in erster Linie privater Natur. Testungen auf das Corona-Virus werden deshalb nur unter bestimmten Voraussetzungen vom Schutzbereich der gesetzlichen Unfallversicherung erfasst.

Dabei reicht es nicht aus, dass die Testung als solche gesellschaftlich erwünscht oder vom Unternehmen bzw. der besuchten Einrichtung unterstützt bzw. gefördert wird. Selbst ein mittelbarer Nutzen für das Unternehmen oder die Einrichtung, z. B. die Erwartung eines niedrigeren Krankenstandes, ändert hieran nichts.

Ausnahmsweise unter Versicherungsschutz stehen dagegen Testungen, die einen engen sachlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit aufweisen. Ein solcher liegt vor, wenn die Testung auf Veranlassung des Arbeitgebers bzw. der besuchten Einrichtung erfolgt oder eine wesentliche Voraussetzung für die Fortführung der versicherten Tätigkeit darstellt.

Besteht Versicherungsschutz im Zusammenhang mit Testungen, sind auch die dazugehörigen Wege (z. B. der Weg zum Testzentrum) einbezogen.

Zuständig ist in diesen Fällen der Unfallversicherungsträger des die Testung veranlassenden Unternehmens bzw. der die Testung veranlassenden Einrichtung.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Deutschen Gesetzlichen Unfallversichrung: Antigen-Schnelltest 

Zu den 3G-Zugangskontrollen am Arbeitsplatz informiert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales: FAQ Infektionsschutzgesetz

Zum Download: Infografik Antigen-Schnelltests im Betrieb

Download (nicht barrierefrei)

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