Corona FAQ: Medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gibt für bestimmte Bedingungen am Arbeitsplatz vor, mindestens zertifizierte medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung zu stellen und zu tragen. 

Können FFP2 Atemschutzmasken wiederverwendet werden?

Vor dem Hintergrund dass sich sowohl innen an der Maske Aerosole vom Träger und außen an der Maske unter anderem Bakterien und Viren sind FFP2-Masken nach spätestens einer Schicht zu entsorgen, um zu verhindern, dass sich Biostoffe ansammeln und eine Ansteckungsgefahr durch die Maske selbst entsteht. Zudem ist zu beachten, dass durch Partikel in der Außenluft das Filtermaterial der Maske zunehmend mit der Tragedauer gesättigt wird. Der Atemwiderstand steigt (in beide Richtungen), die Leckagen über die Ränder nehmen zu.

Auch wenn in verschiedenen Studien die Möglichkeit einer Wiederverwendung suggeriert wird, zum Beispiel durch Mikrowellen, Desinfektionsmittel, Dampf oder trockene Hitze, existiert derzeit kein Verfahren, das FFP-Masken vollkommen in ihren Ausgangszustand zurückversetzt! 
Selbst wenn es gelingt, Biostoffe wie Viren und Bakterien in den Masken abzutöten, ist immer mit einer Beeinträchtigung der Filterleistung der FFP2-Masken zu rechnen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät ebenfalls von der Wärmebehandlung ab. Auch wenn die Aussage des BfArM sich auf die Verwendung von Atemschutzmasken im Gesundheitsdienst bezieht, kann die Aussage aber auch auf die anderen Anwendungsgebiete im Hinblick auf den Schutz vor SARS-CoV-2 übertragen werden. Weitere Informationen

Die Hersteller schließen die Verwendung einer FFP-Maske als persönliche Schutzausrüstung über eine Schicht im Regelfall in der Gebrauchsanweisung aus. Die mehrmalige Verwendung ist ein nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch! Entsprechend geht die Haftung auf diejenigen über, die die FFP2-Maske wiederverwenden bzw. die Wiederverwendung anordnen

Stand 15.01.2021

Worin unterscheiden sich medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken?

Mit dem Inkrafttreten der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung am 27.01.2021 sind für bestimmte Bedingungen am Arbeitsplatz mindestens zertifizierte medizinische Gesichtsmasken (auch bezeichnet als Mund-Nasenschutzmasken (MNS) oder OP-Masken) zur Verfügung zu stellen und zu tragen. Textile Mund-Nase-Bedeckungen (Alltagsmasken, Community-Masken, Schals, etc.,) sind mit der neuen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung an Arbeitsplätzen nicht mehr zulässig.

Zertifizierte medizinische Gesichtsmasken werden als Medizinprodukte zugelassen und erfüllen dafür einschlägige Normen. Sie wurden für den Fremdschutz entwickelt und schützen vor allem das Gegenüber vor abgegebenen infektiösen Tröpfchen des Maskenträgers. Hierdurch wird ein definiertes Schutzniveau für den Fremdschutz gewährleistet. Medizinische Gesichtsmasken können bei festem Sitz auch die maskentragende Person selbst in gewissem Umfang schützen, auch wenn dies nicht ihre eigentliche Aufgabe ist. Im Gegensatz zu der Marktverfügbarkeit während der ersten Pandemiewelle im Frühjahr 2020 sind sie inzwischen auch außerhalb des Gesundheitswesens in ausreichender Menge und Qualität verfügbar.

Die eigentlichen Atemschutzmasken verhindern aufgrund ihrer Materialeigenschaften und ihres Dichtsitzes, dass Krankheitserreger wie SARS-CoV-2 eingeatmet werden und können so die tragende Person selbst schützen. Es handelt sich dabei um partikelfiltrierende Halbmasken, die auch als FFP-Masken (Filtering Face Piece) bezeichnet werden. FFP2-/FFP3-Masken erfüllen als persönliche Schutzausrüstung für den Arbeitsschutz gesetzliche Vorgaben und technische Normen und verfügen daher über definierte Schutzwirkung nach innen (und bei Modellen ohne Ausatemventil auch nach außen).

Hinweise zu den Maskentypen und deren Einsatz finden Sie auch hier:

Stand 27.01.2021

Sind Masken KN95 hinsichtlich des Eigenschutzes eher als unwirksam anzusehen (nicht vergleichbar mit FFP2)?

Die reine Filterwirkung des Filtermaterials von N95 und KN95 ist bei korrekt zertifizierten Produkten vergleichbar zu FFP2. Da es im Rahmen der Zertifizierung bei KN95 und N95 aber keine Prüfung des Dichtsitzes an einem Kopf gibt, kann keine allgemein gültige Aussage zur Schutzwirkung in der Praxis getroffen werden.

Stand 15.01.2021

Ist jetzt generell im Betrieb eine medizinische Gesichtsmaske oder eine Atemschutzmaske zu tragen?

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder FFP-Masken (oder vergleichbar) wird als Ergänzung zu den übrigen zentralen Schutzmaßnahmen in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum und in den Betrieben vorgeschrieben. Dies bezieht sich insbesondere auf Situationen, in denen Menschen zusammentreffen und der Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander nicht eingehalten werden kann (z. B. in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln, am Arbeitsplatz).

Gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard von BMAS und DGUV in Verbindung mit der ab dem 27.01.2021 geltenden SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sollen in den Fällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, medizinische Gesichtsmasken oder FFP-Masken (oder vergleichbar) in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt und getragen werden. Aus der Sicht des Arbeitsschutzes besteht kein genereller Zwang zum ständigen Tragen von Masken.

Erste Priorität hat nach wie vor die generelle Reduktion von Kontakten:

  • Arbeiten von zu Hause aus (Home-Office)

Oder wenn nicht möglich:

  • Entzerren der Arbeitsplätze im Büro und anderen Betriebsteilen, es sollen 10m² pro Mitarbeiter vorgesehen werden
  • Einhaltung des Mindestabstand von 1,5m

Oder wenn nicht möglich:

  • Abtrennung der Arbeitsplätze durch Plexiglasscheiben o.ä.

Erst wenn kein sicherer Schutz erreicht werden kann, greift die Forderung nach Mund-Nasen-Schutz und Atemschutzmasken. Dies gilt z. B. für Beschäftigte im Handel, die Kunden auf der Fläche beraten oder Ware verräumen oder beim Gang durch den Betrieb, wenn durch Begegnungen auf den Fluren und Gängen der Abstand nicht sicher eingehalten werden kann.

An stationären Kassenarbeitsplätzen, die einen breiten und möglichst mehrseitigen Schutz der Beschäftigten garantieren, wie dies in den Best-Practice-Beispielen dargestellt ist, muss keine medizinische Gesichtsmaske oder andere Schutzmaske getragen werden. Die SARS-CoV2-Arbeitsschutzregel wurde geändert und beinhaltet nun differenzierte Abmessungen für die Auslegung von Abtrennungen. Wir empfehlen daher, die bereits vorhandenen Abtrennungen einer Überprüfung zu unterziehen. 

Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutzmasken darf aber keineswegs dazu führen, dass andere Schutzmaßnahmen entfallen. Es sind weiterhin die grundsätzlichen Forderungen an Abstände, Hygiene und Lüftung einzuhalten. Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske stellt einen Fremdschutz dar, ist aber kein zuverlässiger Selbstschutz für den Träger. Er kann daher das potentiell erhöhte Risiko einer Infektionsübertragung, das mit Unterschreiten des Mindestabstandes von 1,5 Metern anzunehmen ist, nicht so vollständig ausschalten, wie dies für Personen erforderlich wäre, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung haben. Solche Personen sollen auch mit medizinischen Gesichtsmasken nicht in Bereichen eingesetzt werden, an denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann.

Gegebenenfalls sind abweichende Regelungen durch länderspezifische Verordnungen zu beachten.

Stand 18.03.2021

Gibt es eine Einschätzung hinsichtlich Schutzwirkung einer FFP 2-Maske bei Bartträgern?

Das Tragen von Bart schließt im die Nutzung von Atemschutz als PSA aus.
Hierzu siehe DGUV Regel 112-190: "Personen mit Bärten oder Koteletten im Bereich der Dichtlinien von Voll- und Halbmasken und filtrierenden Atemanschlüssen sind für das Tragen dieser Atemanschlüsse ungeeignet."

Viele Hersteller (z.B. 3M) weisen im Rahmen der Gebrauchsanweisung darauf hin, dass Gesichtshaare im Bereich des Dichtrandes einen Dichtsitz verhindern können. Die Masken sind von Bartträgern allenfalls als Mund-Nase-Bedeckung zu verwenden.

Stand 15.01.2021

Gibt es Aussagen zur maximalen Tragedauer? Sind Masken mehrfach in einer Schicht nutzbar?

Für FFP-Masken sind die Regelungen in der DGUV Regel 112-190 Anhang 2 zusammengefasst. 

Die hier genannten Tragezeiten sind Anhaltswerte. Die Einsatzdauer, die erforderliche Erholungsdauer sowie die Anzahl der Einsätze pro Schicht werden durch die Arbeitsbedingungen beeinflusst. Neben der gerätebedingten Belastung (z.B. Gewicht, Atemwiderstand, Klima im Gerät) sind weitere Arbeitserschwernisse (z.B. Umgebungsklima, Arbeitsschwere, Körperhaltung, räumliche Enge) festzustellen und zu berücksichtigen. Auch hierzu gibt die DGUV-Regel 112190 Hilfestellungen. Außerdem sind persönliche Faktoren des Gerätträgers zu beachten. Die Festlegung konkreter Tragezeiten erfordert eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung unter Einbeziehung eines Arbeitsmediziners.

Bei Nutzung von KN95-, N95-Masken oder vergleichbaren Typen ist von einem ähnlichen Atemwiderstand wie bei filtrierenden Halbmasken auszugehen, weshalb auch bei diesen Masken Tragezeitbegrenzungen erforderlich sind. Beim Einsatz von Masken mit Ausatemventil sind die Ausführungen unter "Können zur Reduzierung der Belastung Masken mit Ausatemventil eingesetzt werden?" zu beachten.

Zur Tragezeitbegrenzung von Mund-Nase-Schutz (OP-Masken) hat die DGUV eine entsprechende Stellungnahme veröffentlicht. Darin empfiehlt sie für Mund-Nase-Schutz bei mittelschwerer körperlicher Arbeit eine Tragedauer von 2 Stunden mit einer anschließenden Erholungszeit von 30 Minuten. Bei leichter Arbeit ist auch eine Verlängerung der Tragedauer auf 3 Stunden möglich.

Generell: Während der Erholungszeit geht es darum, den MNS oder die FFP-Maske abzulegen; eine Arbeitspause ist damit nicht gemeint.

Stand 18.03.2021

Können zur Reduzierung der Belastung Masken mit Ausatemventil eingesetzt werden?

Gemäß Erläuterungen im Anhang der SARS-CoV2 Arbeitsschutzverordnung können FFP-Masken mit Ausatemventil nur eingesetzt werden, wenn alle Personen im Umfeld mindestens eine FFP2-Maske tragen.

Hintergrund: Das Ausatemventil öffnet beim Ausatmen, Husten oder Niesen und entlässt die Aerosole fast ungebremst in die Umgebung. Ein Fremdschutz ist somit nicht gegeben. Entsprechend muss jede Person im Arbeitsumfeld eine Maske mit Eigenschutzwirkung tragen. Dies trifft auf eigene und fremde Mitarbeiter und auch auf anwesende Kunden zu.

Stand: 15.03.2021

Kann eine Alltagsmaske unter der FFP-Maske getragen werden, um die FFP-Maske zu schonen?

Vom kombinierten Tragen von FFP-Masken und Mund-Nase-Bedeckungen und Mund-Nase-Schutz ist auf Grund des nochmals erheblich erhöhten Atemwiderstands und der unklaren Abdichtung der FFP-Masken im Randbereich durch die darunter getragenen zweite Maske strikt abzuraten.

Stand 15.01.2021

Wie erkenne ich mangelhafte FFP2-Masken?

Der Bedarf an FFP2-Masken, die Beschäftigte vor einer Infektion mit dem Coronavirus aber auch vor anderen Biostoffen schützen ist hoch. Allerdings sind aktuell viele mangelhafte Produkte auf dem Markt. Wie kann man sichere Masken von gefälschten unterscheiden?

Darauf sollte immer geachtet werden: 

  • FFP-Masken müssen ein CE-Kennzeichen und eine vierstellige Nummer einer Prüfstelle vorweisen.
  • Angabe der Maskenklasse mit eventueller Zusatzinformation (z.B. FFP2)
  • Nummer und Jahr der Veröffentlichung der Norm (EN 149:2001)
  • Name oder Warenzeichen des Herstellers
  • Auf der Maske  dürfen sich keine Hinweise auf unterschiedliche Standards, wie beispielsweise CE und KN95 oder EN 149 und GB2626 befinden. 
  • Verwenden Sie weder Masken die umetikettiert wurden, noch Masken, die widersprüchliche Angaben auf Verpackung und Produkt enthalten.

Woran sich zertifizierter und damit sicherer Atemschutz grundsätzlich erkennen lässt, veranschaulicht das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in einem Übersichtsplakat.

Plakat "Maske ohne Makel" (IFA) als PDF herunterladen

Ergänzende Hinweise zu zertifizierten Masken und ihren Erkennungsmerkmalen gibt außerdem eine Liste häufiger Fragen und Antworten, die im Plakat verlinkt ist.

Weitere Informationen:

Orientierungshilfe der baua: "Hinweise zum Erkennen konformer Atemschutzmasken" gibt es im PDF-Format im Internetangebot der baua unter www.baua.de/dok/8850730

Ob ein Produkt tatsächlich normgerecht geprüft und verordnungskonform zertifiziert wurde, lässt sich in der Datenbank von DGUV Test recherchieren.

Das Verbraucherportal www.produktwarnung.eu informiert über Warnungen und Produktwarnungen von Atemschutzmasken.

Stand 27.01.2021

Sollte die Schutzwirkung von FFP2-Masken nachlassen, sind sie dann immer noch wirksamer als eine nicht zertifizierte Mund-Nase-Bedeckung?

Hierzu kann keine Aussage getroffen werden, da Im Bereich Mund-Nase-Bedeckung eine enorme Bandbreite an Ausführungen und Schutzwirkung besteht. Wie oben beschrieben wird die Filterwirkung des FFP-Filters selbst durch längeres Tragen verändert (mechanische Sättigung, Abbau der Filterung durch nachlassende statische Aufladung). Wann und in welchen Maße dies Eintritt, hängt von vielen Umgebungsbedingungen und der Maske selbst ab. 

Stand 15.01.2021

Ist für den Einsatz von medizinischen Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken eine Unterweisung erforderlich?

Sowohl für den Gebrauch von FFP-Masken als auch für den Gebrauch von medizinischen Gesichtsmasken (auch OP-Masken oder medizinischer Mund-nasen-Schutz genannt) ist eine Unterweisung notwendig, die den sachgerechten Umgang und Gebrauch der Maske durch die Anwender erläutert. Zusätzlich zur Theorie ist das An- und Ablegen zu zeigen und zu üben. Zu den zentralen Inhalten der Unterweisung zählen:

  • Anwendungsbereiche: Mund-Nasen-Schutz/OP-Masken: Fremdschutz; FFP-Masken: Eigen- und Fremdschutz
  • Tragen der Masken bei Unterschreitung des Mindestabstands (hierbei möglichst auf konkrete Orte oder Situationen im Betrieb verweisen).
  • Auf- und Absetzen möglichst berührungsfrei (am Befestigungsband anfassen) und nur mit gewaschenen Händen
  • Vor dem Auspacken der Maske Hände mindestens 20 Sekunden gründlich waschen oder desinfizieren.
  • Trotz sauberer Hände niemals ins Maskeninnere fassen, möglichst nur die Bänder berühren.
  • Maske vollständig entfalten und Nasenbügel vorformen.
  • Mit einer Hand die Maske platzieren, dabei am Kinn beginnen. Mit der anderen Hand die Haltebänder über den Kopf ziehen. Bei zwei Bändern: Das obere Band kommt über die Ohren, das untere unter die Ohren in den Nacken.
  • Die Bänder dürfen nicht verdreht sein, sondern sollten flach anliegen.
  • Sitz der Maske oben und unten anpassen, gegebenenfalls verstellbare Bänder anziehen.
  • Sehr wichtig: Der Nasenbügel muss der Nasenform angepasst werden, hier sitzen Masken besonders oft schlecht. Ein Finger drückt den Bügel auf die Nase, Daumen und Zeigefinger der anderen Hand formen ihn um den Nasenrücken herum.
  • Wenn die Maske richtig sitzt, bläst sie sich beim Ausatmen auf und zieht sich beim Einatmen zusammen. Tut sie dies nicht oder spürt man an einer Stelle einen Luftzug, muss man nachjustieren.
  • Ohne korrekten Sitz ist auch bei FFP-2 Masken kein wirksamer Eigenschutz gegeben. Bei Bartträgern wird im Regelfall kein Dichtsitz erreicht. Auch bei langen Haaren kann es zu Abdichtungsproblemen kommen, wenn die Haare offen über Hals und Nacken (im Bereich der Dichtstreifen der Masken) getragen werden
  • Auch beim Abnehmen nur die Haltebänder anfassen.
  • Bei Tragepausen innerhalb einer Schicht so zusammenlegen, dass die Innenseiten geschützt sind bzw. keine anderen Oberflächen berühren können
  • Tragezeitbegrenzungen für FFP-Masken einhalten. Die Anwendung der Begrenzung wird auch beim Tragen von Mund-Nase-Schutz/OP-Masken empfohlen.
  • Wechsel und Entsorgung bei Durchfeuchtung oder Verschmutzung, spätestens nach einer Arbeitsschicht
  • Medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken (FFP-2-Masken= partikelfiltrierende Halbmasken) sind Einmalprodukte und können gemäß RKI über den Haus/Restmüll entsorgt werden. Idealerweise sollten benutzte Masken in Gefrierbeuteln oder ähnlichem verschlossen werden. Auf keinen Fall sollen sie mit Abfällen entsorgt werden, die einer Sortierung zugeführt werden wie DSD-Abfälle (Duales System Deutschland GmbH) oder Altpapier.
  • Keine Wiederverwendung oder Desinfektion, Waschung oder Wärmebehandlung von Masken! 

Video: Optimaler Schutz durch FFP2-Masken

Damit Atemschutzmasken des Typs FFP2 tatsächlich ihre Schutzwirkung entfalten können, ist es wichtig, dass diese Produkte korrekt ausgewählt und verwendet werden. Wie das in fünf Schritten möglich ist, zeigt das Kurzvideo des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV.

Stand 01.02.2021

Wie viele Masken werden pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter benötigt?

Pro Mitarbeiter und Schicht muss mindestens eine Maske vorhanden sein. Je nach Schwere der Tätigkeit und Umgebungsbedingungen können auch mehrere Masken  pro Tag benötigt werden, da die Masken bei Durchfeuchtung oder Verschmutzung auszuwechseln sind. Es empfiehlt sich mindestens eine Maske immer in Reserve zu haben, falls eine schnellere Durchfeuchtung eintritt oder mal ein Halteband reißt.

Stand 27.01.2021

Welche Masken werden nach der als SARS-CoV2 Arbeitsschutzverordnung als vergleichbar zu FFP2 Masken angesehen?

Als vergleichbar werden laut Verordnung N95 Masken (USA und Kanada), KN95 Masken (China), P2-Masken  (Australien) und DS2-Masken (Japan) definiert. Bereits auf dem Markt befindliche Masken mit Kurztests nach dem Grundsatz für Pandemie-Atemschutz aus 2020 (Kennzeichnung CPA) sind laut Verordnung ebenfalls vergleichbar.

Einsetzbare Maskenarten nach SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArBSchV) Anlage (Seite5)

Ist es ratsam als besten Schutz direkt FFP3 Masken einzusetzen?

FFP3 Masken bieten zwar eine noch höhere Schutzwirkung, stellen aber auch eine noch höhere Belastung für den Träger dar. Ein Einsatz außerhalb des direkten Umgangs mit Erkrankten wird daher nicht empfohlen.

Stand 27.01.2021

Wie muss eine N95 oder KN95 Maske oder gleichwertig gekennzeichnet sein?

Auf den Masken selbst müssen folgende Kennzeichnungen vorhanden sein:

  • KN95: „KN95“ und Norm GB2626-2006 bzw. GB2626-2019, Modellbezeichnung, Herstellername
  • N95: „N95“, „NIOSH“, TC-Prüfnummer, Herstellername (bzw. Handelsmarke) Modellnummer, Losnummer

Weitere Details zur Kennzeichnung finden Sie auf der Homepage der baua  

Stand 27.01.2021

Wie kann ich den Dichtsitz von FFP 2 und KN95/N95 testen?

Die Filterfläche möglichst ganzflächig mit beiden Händen zuhalten, durch Einatmen versuchen einen Unterdruck aufzubauen oder durch Ausatmen versuchen einen Überdruck aufzubauen. Strömt die Luft durch den Maskenrand oder den Nasenbügel sofort ein bzw. aus, ist kein Dichtsitz und somit keine ausreichende Schutzwirkung gegeben.

Stand 15.01.2021

Was tun, wenn Beschäftigte keine Maske tragen können?

Ist eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, eine medizinische Gesichtsmaske oder partikelfiltrierende Halbmaske zu tragen, besteht für das Unternehmen Handlungsbedarf.
Zunächst ist davon auszugehen, dass die betreffende Person nicht ohne Maske unter solchen Bedingungen eingesetzt werden darf, die das Tragen einer bestimmten Maske erfordern. Eine betriebsärztliche Beratung ist dem / der Beschäftigten zu ermöglichen.
Als ersten Schritt sollten geklärt werden, ob sich die gesundheitlichen Einschränkungen nur beim Tragen einer partikelfiltrierenden Halbmaske (FFP2-Maske oder vergleichbar) auswirken. In diesen Fällen sollte geprüft werden, ob alternativ eine medizinische Gesichtsmaske ausreicht und getragen werden kann.
Kann weder eine partikelfiltrierende Halbmaske noch eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden besteht der nächste Schritt in der Prüfung von Möglichkeiten zur weiteren Kontaktreduzierung (z. B. Sicherung von Mindestabständen, Lüftungsmaßnahmen, Abtrennungen, Reduzierung der Personenzahl in einem Arbeitsbereich, Anpassung von Arbeitsabläufen, Homeoffice), mit denen ggf. erreicht werden kann, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske ganz entfällt oder auf einen zumutbaren zeitlichen Umfang reduziert werden kann. Auch die Möglichkeiten einer innerbetrieblichen Umsetzung an einen Arbeitsplatz ohne oder mit zeitlich nur geringfügiger (zumutbarer) Maskenpflicht sind hierbei zu prüfen.
Es ist unbedingt anzuraten, in diese Prozesse die Betriebsärztin / den Betriebsarzt sowie die weiteren Akteure des betrieblichen Arbeitsschutzes einzubinden. Betriebe, die am Unternehmermodell teilnehmen, können auch die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung durch die Kompetenzzentren nutzen.
Zudem sind bei Personen mit Maskenbefreiungen die daraus resultierenden Infektionsschutzmaßnahmen für die weiteren in der Betriebsstätte tätigen Personen zu ermitteln und vom Unternehmen umzusetzen.
Wenn keine tragfähigen Lösungsmöglichkeiten gefunden werden können, ist aus Sicht des Arbeitsschutzes der Einsatz der betroffenen Person ohne das Tragen der erforderlichen Maske nicht möglich.
Gesondert zu betrachten sind Situationen, in denen Atemschutz aufgrund von anderen Einwirkungen getragen werden muss, z.B. aufgrund hoher Staubbelastung.

Birgt das allgemeine Tragen von Masken der Bevölkerung eine Erhöhung des Überfallrisikos?

Das Tragen von Masken kann bei den Beschäftigten von Kreditinstituten wie auch im Handel einerseits zu Ängsten vor Überfällen führen, da sie maskierte Personen mit Tätern in Verbindung bringen. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass Täter diese „legale“ Maskierungsmöglichkeit nutzen, um nicht frühzeitig als Täter erkannt zu werden. (Quelle: VBG)

Daher empfehlen wir aktuell für den Handel:

  • Seien Sie aufmerksam, insbesondere im Zeitraum kurz vor Ladenschluss. Sollten Ihnen Personen verdächtig vorkommen durch ihr Verhalten oder da die Maskierung stark über die übliche Bedeckung von Mund und Nase hinausgeht, z. B. die Ohren bedeckende Mütze, Kapuze oder Sonnenbrille dazu getragen werden, sprechen Sie die Person direkt an ggf. zu zweit. So signalisieren Sie Aufmerksamkeit in Ihrer Betriebsstätte und bringen so vielleicht Gelegenheitstäter von Ihrer Tat ab. Bringen Sie sich dabei nie selbst in Gefahr. Machen Sie von Ihrem Hausrecht Gebrauch und alarmieren Sie im Zweifel die Polizei.
  • Sensibilisieren Sie auch Ihr Sicherheitspersonal am Eingang, sofern Sie dieses zur Einlassregulierung einsetzen.
  • Nutzen Sie z. B. an Tankstellen, wenn vorhanden, den Nachtschalter, besonders in Zeiträumen mit niedriger Kundenfrequenz.
  • Nutzen Sie z. B. im Schmuckhandel die Möglichkeit die Tür zum Ladengeschäft geschlossen zu halten und nur auf Kundenwunsch zu öffnen. Lassen Sie im Zweifel die Person vor der Eingangstür die Maske kurz abnehmen.
  • Darüber hinaus gelten die allgemeinen Hinweise zur Raubprävention
    Siehe BGHW Wissen „Umgang mit Zahlungsmitteln - Raubprävention und Verhalten bei Raubüberfällen" (W48-1)

Stand 12.02.2021

Ist Atemschutz im Lager erforderlich?

Bei den Schutzmaßnahmen im Lager hat das Abstandhalten erste Priorität. Sollte z. B. eine Störungsbeseitigung in einem automatisierten Lager oder ein Lastentransport nur zu zweit durchführbar sein, ist Abstand halten sicherlich nicht immer umsetzbar. In diesen Situationen ist medizinischer Mund-Nasen-Schutz oder ggf. FFP2-Maske zu tragen.

Weitere Informationen finden Sie unter FAQ "Allgemeine Schutzmaßnahen – Medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken: Was ist zu beachten?"

Stand  06.04.2021

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