Corona FAQ: Medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken

Entsprechend der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu prüfen, bei welchen Tätigkeiten und Arbeitsplatzbedingungen mindestens zertifizierte medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung zu stellen und zu tragen sind.

Wegfall der Maskenpflicht – auch am Arbeitsplatz?

Seit dem 2. April 2022 ist die Verpflichtung aus dem Infektionsschutzgesetz zum Tragen von Masken in den meisten Bereichen weggefallen. Es ist jedoch zu beachten, dass damit lediglich die Vorgaben seitens des Infektionsschutzes entfallen. Die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers für die Beschäftigten und die Pflicht, die möglichen Gefährdungen zu beurteilen bleibt weiterhin bestehen. Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung sieht vor, dass der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung insbesondere zu prüfen hat, ob und welche Maßnahmen erforderlich sind, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu gewährleisten. Neben dem Angebot von einem kostenlosen Schnelltest pro Woche und der Verminderung betriebsbedingter Personenkontakte zählt dazu auch die Bereitstellung medizinischer Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) oder geeigneter FFP2-Masken.

Durch den Wegfall der Maskenpflicht für Kunden in Verbindung mit der leichten Übertragbarkeit der aktuellen Omikron-Variante und der hohen Inzidenzen dürfte in vielen Fällen von einer erhöhten Gefährdung auszugehen sein. Zu beachten ist auch, soweit bekannt, dass nach wie vor ein Teil der Beschäftigten nicht geimpft ist. Aber auch unabhängig davon ist der mögliche Ausfall von Beschäftigten aufgrund von Quarantänevorgaben ein weiterer Grund, die Bereitstellung und Nutzung von medizinischen Gesichtsmasken und besser noch von FFP2-Masken in Betracht zu ziehen. Hinweise hierzu finden Sie auf diesen Seiten.

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Medizinische Gesichtsmasken: Allgemeine Fragen

Was ist zu beachten, wenn Beschäftigte freiwillig weiterhin FFP2-Masken tragen wollen, auch wenn dies aufgrund der Gefährdungsbeurteilung nicht erforderlich ist?

In diesen Fällen muss seitens des Unternehmers keine arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden. Darüber hinaus müssen keine Tragezeitpausen vorgesehen werden.

Stand: 12.04.2022

Worin unterscheiden sich medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken?

Zertifizierte medizinische Gesichtsmasken werden als Medizinprodukte zugelassen und erfüllen dafür einschlägige Normen. Sie wurden für den Fremdschutz entwickelt und schützen vor allem das Gegenüber vor abgegebenen infektiösen Tröpfchen des Maskenträgers. Hierdurch wird ein definiertes Schutzniveau für den Fremdschutz gewährleistet. Medizinische Gesichtsmasken können bei festem Sitz auch die maskentragende Person selbst in gewissem Umfang schützen, auch wenn dies nicht ihre eigentliche Aufgabe ist. Im Gegensatz zu der Marktverfügbarkeit während der ersten Pandemiewelle im Frühjahr 2020 sind sie inzwischen auch außerhalb des Gesundheitswesens in ausreichender Menge und Qualität verfügbar.

Die eigentlichen Atemschutzmasken verhindern aufgrund ihrer Materialeigenschaften und ihres Dichtsitzes, dass Krankheitserreger wie SARS-CoV-2 eingeatmet werden und können so die tragende Person selbst schützen. Es handelt sich dabei um partikelfiltrierende Halbmasken, die auch als FFP-Masken (Filtering Face Piece) bezeichnet werden. FFP2- oder FFP3-Masken erfüllen als persönliche Schutzausrüstung für den Arbeitsschutz gesetzliche Vorgaben und technische Normen und verfügen daher über definierte Schutzwirkung nach innen (und bei Modellen ohne Ausatemventil auch nach außen).

Hinweise zu den Maskentypen und deren Einsatz finden Sie auch hier:

Stand: 21.03.2022

Ist generell im Betrieb eine medizinische Gesichtsmaske oder eine Atemschutzmaske zu tragen?

Gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Ist es nicht möglich die Infektionsgefahr durch technische oder organisatorische Lösungen zu reduzieren, ist z.B. bei bestimmten Arbeiten die Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich oder können keine Abtrennungen installiert werden, so sind mindestens zertifizierte medizinische Gesichtsmasken (auch bezeichnet als Mund-Nasenschutzmasken (MNS) oder OP-Masken) zur Verfügung zu stellen und zu tragen. Einige Corona-Verordnungen der Bundesländer fordern das Tragen dieser Masken zusätzlich generell, wenn in den Betrieben an öffentlich zugänglichen Verkehrsflächen gearbeitet wird (z.B. Verkaufsräume). Textile Mund-Nase-Bedeckungen (Alltagsmasken, Community-Masken, Schals, etc.,) oder Kunststoffvisiere sind nicht zulässig.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder FFP-Masken (oder vergleichbar) wird als Ergänzung zu den übrigen zentralen Schutzmaßnahmen in bestimmten Situationen im öffentlichen Raum und in den Betrieben gesehen. Aus der Sicht des Arbeitsschutzes besteht kein genereller Zwang zum ständigen Tragen von Masken.

Erste Priorität hat nach wie vor die generelle Reduktion von Kontakten:

  • Freiwilliges Arbeiten von zu Hause aus (Home-Office)

Oder wenn nicht möglich:

  • Entzerren der Arbeitsplätze im Büro und anderen Betriebsteilen (Empfehlung 10m² pro Mitarbeiter)
  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5m

Oder wenn nicht möglich:

  • Abtrennung der Arbeitsplätze durch Plexiglasscheiben o.ä.

Erst wenn kein sicherer Schutz erreicht werden kann, greift die Forderung nach Mund-Nasen-Schutz und Atemschutzmasken. Dies gilt z. B. für Beschäftigte im Handel, die Kunden auf der Fläche beraten oder Ware verräumen oder beim Gang durch den Betrieb, wenn durch Begegnungen auf den Fluren und Gängen der Abstand nicht sicher eingehalten werden kann.

An stationären Kassenarbeitsplätzen, die einen breiten und möglichst mehrseitigen Schutz der Beschäftigten durch Abtrennung der Atembereiche garantieren, wie dies in den Best-Practice-Beispielen dargestellt ist, muss im Regelfall keine medizinische Gesichtsmaske oder andere Schutzmaske getragen werden (örtliche Regelungen der Länder beachten). Ist durch große Öffnungen in den Abtrennungen, z.B. auf Seiten der Warenablage für den Kunden, keine Trennung der Atembereiche möglich oder ist an diesen Stellen gar keine Abtrennung vorhanden, muss trotzdem Mund-Nase-Schutz oder Atemmaske getragen werden. Die SARS-CoV2-Arbeitsschutzregel enthält differenzierte Höhenangaben für die Auslegung von Abtrennungen.

Das Tragen von Mund-Nasen-Schutz oder Atemschutzmasken darf aber keineswegs dazu führen, dass andere Schutzmaßnahmen entfallen. Es sind weiterhin die grundsätzlichen Forderungen an Abstände, Hygiene und Lüftung einzuhalten. Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske stellt einen Fremdschutz dar, ist aber kein zuverlässiger Selbstschutz für den Träger. Er kann daher das potentiell erhöhte Risiko einer Infektionsübertragung, das mit Unterschreiten des Mindestabstandes von 1,5 Metern anzunehmen ist, nicht so vollständig ausschalten, wie dies für Personen erforderlich wäre, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Erkrankung haben. Solche Personen sollen auch mit medizinischen Gesichtsmasken nicht in Bereichen eingesetzt werden, an denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann.

Gegebenenfalls sind abweichende Regelungen durch länderspezifische Verordnungen zu beachten.

Stand 21.03.2022

Was tun, wenn Beschäftigte keine Maske tragen können?

Ist eine Beschäftigte oder ein Beschäftigter aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, eine medizinische Gesichtsmaske oder partikelfiltrierende Halbmaske zu tragen, besteht für das Unternehmen Handlungsbedarf.

Zunächst ist davon auszugehen, dass die betreffende Person nicht ohne Maske unter solchen Bedingungen eingesetzt werden darf, die das Tragen einer bestimmten Maske erfordern. Eine betriebsärztliche Beratung ist dem / der Beschäftigten zu ermöglichen.

Als erster Schritt sollte geklärt werden, ob sich die gesundheitlichen Einschränkungen nur beim Tragen einer partikelfiltrierenden Halbmaske (FFP2-Maske oder vergleichbar) auswirken. In diesen Fällen sollte geprüft werden, ob alternativ eine medizinische Gesichtsmaske ausreicht und getragen werden kann.

Kann weder eine partikelfiltrierende Halbmaske noch eine medizinische Gesichtsmaske getragen werden, besteht der nächste Schritt in der Prüfung von Möglichkeiten zur weiteren Kontaktreduzierung (z. B. Sicherung von Mindestabständen, Lüftungsmaßnahmen, Abtrennungen, Reduzierung der Personenzahl in einem Arbeitsbereich, Anpassung von Arbeitsabläufen, Homeoffice), mit denen ggf. erreicht werden kann, dass die Pflicht zum Tragen einer Maske ganz entfällt oder auf einen zumutbaren zeitlichen Umfang reduziert werden kann. Auch die Möglichkeiten einer innerbetrieblichen Umsetzung an einen Arbeitsplatz ohne oder mit zeitlich nur geringfügiger (zumutbarer) Maskenpflicht sind hierbei zu prüfen.
Es ist unbedingt anzuraten, in diese Prozesse die Betriebsärztin oder den Betriebsarzt sowie die weiteren Akteure des betrieblichen Arbeitsschutzes einzubinden. Betriebe, die am Unternehmermodell teilnehmen, können auch die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung durch die Kompetenzzentren nutzen.

Zudem sind bei Personen mit Maskenbefreiungen die daraus resultierenden Infektionsschutzmaßnahmen für die weiteren in der Betriebsstätte tätigen Personen zu ermitteln und vom Unternehmen umzusetzen.

Wenn keine tragfähigen Lösungsmöglichkeiten gefunden werden können, ist aus Sicht des Arbeitsschutzes der Einsatz der betroffenen Person ohne das Tragen der erforderlichen Maske nicht möglich.

Gesondert zu betrachten sind Situationen, in denen Atemschutz aufgrund von anderen Einwirkungen getragen werden muss, z.B. aufgrund hoher Staubbelastung.

Stand: 21.03.2022

Ist für den Einsatz von medizinischen Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken eine Unterweisung erforderlich?

Sowohl für den Gebrauch von FFP-Masken als auch für den Gebrauch von medizinischen Gesichtsmasken (auch OP-Masken oder medizinischer Mund-Nasen-Schutz genannt) ist eine Unterweisung notwendig, die den sachgerechten Umgang und Gebrauch der Maske durch die Anwenderinnen und Anwender erläutert. Zusätzlich zur Theorie ist das An- und Ablegen zu zeigen und zu üben. Zu den zentralen Inhalten der Unterweisung zählen:

  • Anwendungsbereiche:
    • Mund-Nasen-Schutz/OP-Masken: Fremdschutz
    • FFP-Masken: Eigen- und Fremdschutz
  • Tragen der Masken bei Unterschreitung des Mindestabstands (hierbei möglichst auf konkrete Orte oder Situationen im Betrieb verweisen).
  • Auf- und Absetzen möglichst berührungsfrei (am Befestigungsband anfassen) und nur mit gewaschenen Händen
  • Vor dem Auspacken der Maske Hände mindestens 20 Sekunden gründlich waschen oder desinfizieren.
  • Trotz sauberer Hände niemals ins Maskeninnere fassen, möglichst nur die Bänder berühren.
  • Maske vollständig entfalten und Nasenbügel vorformen.
  • Mit einer Hand die Maske platzieren, dabei am Kinn beginnen. Mit der anderen Hand die Haltebänder über den Kopf ziehen. Bei zwei Bändern: Das obere Band kommt über die Ohren, das untere unter die Ohren in den Nacken.
  • Die Bänder dürfen nicht verdreht sein, sondern sollten flach anliegen.
  • Sitz der Maske oben und unten anpassen, gegebenenfalls verstellbare Bänder anziehen.
  • Sehr wichtig: Der Nasenbügel muss der Nasenform angepasst werden, hier sitzen Masken besonders oft schlecht. Ein Finger drückt den Bügel auf die Nase, Daumen und Zeigefinger der anderen Hand formen ihn um den Nasenrücken herum.
  • Wenn die Maske richtig sitzt, bläst sie sich beim Ausatmen auf und zieht sich beim Einatmen zusammen. Tut sie dies nicht oder spürt man an einer Stelle einen Luftzug, muss man nachjustieren.
  • Ohne korrekten Sitz ist auch bei FFP-2 Masken kein wirksamer Eigenschutz gegeben. Bei Bartträgern wird im Regelfall kein Dichtsitz erreicht. Auch bei langen Haaren kann es zu Abdichtungsproblemen kommen, wenn die Haare offen über Hals und Nacken (im Bereich der Dichtstreifen der Masken) getragen werden
  • Auch beim Abnehmen nur die Haltebänder anfassen.
  • Bei Tragepausen innerhalb einer Schicht so zusammenlegen, dass die Innenseiten geschützt sind bzw. keine anderen Oberflächen berühren können
  • Tragezeitbegrenzungen für FFP-Masken einhalten. Die Anwendung der Begrenzung wird auch beim Tragen von Mund-Nase-Schutz/OP-Masken empfohlen.
  • Wechsel und Entsorgung bei Durchfeuchtung oder Verschmutzung, spätestens nach einer Arbeitsschicht
  • Medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken (FFP-2-Masken= partikelfiltrierende Halbmasken) sind Einmalprodukte und können gemäß RKI über den Haus/Restmüll entsorgt werden. Idealerweise sollten benutzte Masken in Gefrierbeuteln oder ähnlichem verschlossen werden. Auf keinen Fall sollen sie mit Abfällen entsorgt werden, die einer Sortierung zugeführt werden wie DSD-Abfälle (Duales System Deutschland GmbH) oder Altpapier.
  • Keine Wiederverwendung oder Desinfektion, Waschung oder Wärmebehandlung von Masken! 

Stand 21.03.2022

Gibt es Aussagen zur maximalen Tragedauer? Sind Masken mehrfach in einer Schicht nutzbar?

Für FFP-Masken sind die Regelungen in der DGUV Regel 112-190 Anhang 2  zusammengefasst. Statt Tragezeit wird hier der Begriff „Gebrauchsdauer“ verwendet.

Die hier genannten Tragezeiten sind Anhaltswerte. Die Einsatzdauer, die erforderliche Erholungsdauer sowie die Anzahl der Einsätze pro Schicht werden durch die Arbeitsbedingungen beeinflusst. Neben der gerätebedingten Belastung (z.B. Gewicht, Atemwiderstand, Klima im Gerät) sind weitere Arbeitserschwernisse (z.B. Umgebungsklima, Arbeitsschwere, Körperhaltung, räumliche Enge) festzustellen und zu berücksichtigen. Auch hierzu gibt die DGUV-Regel 112-190 Hilfestellungen. Außerdem sind persönliche Faktoren des Gerätträgers zu beachten. Die Festlegung konkreter Tragezeiten erfordert eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung unter Einbeziehung eines Arbeitsmediziners.

Bei Nutzung von N95-Masken oder vergleichbaren Typen ist von einem ähnlichen Atemwiderstand wie bei filtrierenden Halbmasken auszugehen, weshalb auch bei diesen Masken Tragezeitbegrenzungen erforderlich sind. Beim Einsatz von Masken mit Ausatemventil sind die Ausführungen unter "Können zur Reduzierung der Belastung Masken mit Ausatemventil eingesetzt werden?" zu beachten.

Hinsichtlich der Tragezeitbegrenzung von Mund-Nase-Schutz (OP-Masken) haben aktuelle Untersuchungen gezeigt, dass der Atemwiderstand von Mund-Nase-Schutz entgegen früherer Studien niedriger ist als bei FFP-Masken. Eine Begrenzung der Gebrauchsdauer wie bei FFP-Masken erscheint unter dem Aspekt des Atemwiderstands nicht angezeigt. Unabhängig davon soll Mund-Nase-Schutz bei Durchfeuchtung oder Verschmutzung weiterhin gewechselt werden.

Generell: Während der Erholungszeit geht es darum, den MNS oder die FFP-Maske abzulegen; eine Arbeitspause ist damit nicht gemeint.

Weitere Informationen zur Belastung durch das Tragen von FFP-Masken können den Ergebnissen einer Studie des IPA entnommen werden.

Die Auswertungen der Studienergebnisse zeigen, dass unter den gewählten Versuchsbedingungen

  • das Tragen von Masken, insbesondere der FFP2-Maske, zu einem leicht veränderten Atemmuster führt,
  • das Tragen insbesondere der FFP2-Maske bei sehr schwerer körperlicher Arbeit zu einem Abfall der Sauerstoffkonzentration (pO2) und der Sauerstoffsättigung (sO2) überwiegend innerhalb des physiologischen Bereichs führt. Diese Veränderungen bewegten sich in einzelnen Fällen auch bis in den unteren physiologischen Grenzbereich,
  • im Vergleich zur Ruhesituation für alle Maskentypen zu Beginn der Belastung ein leichter Anstieg des pCO2 im Blut überwiegend innerhalb der physiologischen Grenzen nachzuweisen ist,
  • die Konzentrationsfähigkeit durch das Tragen der Masken, unabhängig vom Maskentyp, nicht beeinflusst wird,
  • in Abhängigkeit vom Maskentyp erhöhte Werte der Temperatur und Feuchtigkeit unter der Maske gemessen werden, die mit den subjektiven Angaben der Teilnehmenden zum Tragekomfort übereinstimmen.

Stand: 21.03.2022

Wie viele Masken werden pro Mitarbeiterin und Mitarbeiter benötigt?

Pro Mitarbeiter und Schicht muss mindestens eine Maske vorhanden sein. Je nach Schwere der Tätigkeit und Umgebungsbedingungen können auch mehrere Masken  pro Tag benötigt werden, da die Masken bei Durchfeuchtung oder Verschmutzung auszuwechseln sind. Es empfiehlt sich mindestens eine Maske immer in Reserve zu haben, falls eine schnellere Durchfeuchtung eintritt oder mal ein Halteband reißt.

Stand 21.03.2022

Birgt das allgemeine Tragen von Masken der Bevölkerung eine Erhöhung des Überfallrisikos?

Das Tragen von Masken kann bei den Beschäftigten von Kreditinstituten wie auch im Handel einerseits zu Ängsten vor Überfällen führen, da sie maskierte Personen mit Tätern in Verbindung bringen. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass Täter diese „legale“ Maskierungsmöglichkeit nutzen, um nicht frühzeitig als Täter erkannt zu werden. (Quelle: VBG)

Daher empfehlen wir aktuell für den Handel:

  • Seien Sie aufmerksam, insbesondere im Zeitraum kurz vor Ladenschluss. Sollten Ihnen Personen verdächtig vorkommen durch ihr Verhalten oder da die Maskierung stark über die übliche Bedeckung von Mund und Nase hinausgeht, z. B. die Ohren bedeckende Mütze, Kapuze oder Sonnenbrille dazu getragen werden, sprechen Sie die Person direkt an ggf. zu zweit. So signalisieren Sie Aufmerksamkeit in Ihrer Betriebsstätte und bringen so vielleicht Gelegenheitstäter von Ihrer Tat ab. Bringen Sie sich dabei nie selbst in Gefahr. Machen Sie von Ihrem Hausrecht Gebrauch und alarmieren Sie im Zweifel die Polizei.
  • Sensibilisieren Sie auch Ihr Sicherheitspersonal am Eingang, sofern Sie dieses zur Einlassregulierung einsetzen.
  • Nutzen Sie z. B. an Tankstellen, wenn vorhanden, den Nachtschalter, besonders in Zeiträumen mit niedriger Kundenfrequenz.
  • Nutzen Sie z. B. im Schmuckhandel die Möglichkeit die Tür zum Ladengeschäft geschlossen zu halten und nur auf Kundenwunsch zu öffnen. Lassen Sie im Zweifel die Person vor der Eingangstür die Maske kurz abnehmen.
  • Darüber hinaus gelten die allgemeinen Hinweise zur Raubprävention
    Siehe BGHW Wissen „Umgang mit Zahlungsmitteln – Raubprävention und Verhalten bei Raubüberfällen" (W48-1)

Stand 21.03.2022

Ist Atemschutz im Lager erforderlich?

Bei den Schutzmaßnahmen im Lager hat das Abstandhalten erste Priorität. Sollte z. B. eine Störungsbeseitigung in einem automatisierten Lager oder ein Lastentransport nur zu zweit durchführbar sein, ist Abstand halten sicherlich nicht immer umsetzbar. In diesen Situationen ist medizinischer Mund-Nasen-Schutz oder ggf. FFP2-Maske zu tragen.

Weitere Informationen finden Sie unter FAQ "Allgemeine Schutzmaßnahen – Medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken

Stand: 01.12.2021

FFP2- und N95-Masken

Welche Masken werden nach der als SARS-CoV2 Arbeitsschutzverordnung als vergleichbar zu FFP2-Masken angesehen?

Als vergleichbar werden laut Verordnung N95-Masken (USA und Kanada), P2-Masken  (Australien) und DS2-Masken (Japan) definiert. Möglich ist auch der Einsatz von Masken, Vollmasken, Hauben und Helmen mit wechselbaren Partikelfiltern. Bereits auf dem Markt befindliche Masken mit Kurztests nach dem Grundsatz für Pandemie-Atemschutz aus 2020 (Kennzeichnung CPA) sind laut Verordnung ebenfalls vergleichbar.

Einsetzbare Maskenarten nach SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung (Corona-ArbSchV) Seite 5

Stand: 22.03.2022

Wo finde ich Materialien zum optimalen Schutz von FFP2-Masken?

Damit Atemschutzmasken des Typs FFP2 tatsächlich ihre Schutzwirkung entfalten können, ist es wichtig, dass diese Produkte korrekt ausgewählt und verwendet werden. Wie das in fünf Schritten möglich ist, zeigt das Kurzvideo des Instituts für Arbeitsschutz der DGUV.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat darüber hinaus ein Plakat veröffentlicht. Es kann in der Publikationsdatenbank der DGUV heruntergeladen oder bestellt werden.

Stand: 21.03.2022

Können FFP2 Atemschutzmasken wiederverwendet werden?

Vor dem Hintergrund, dass sich sowohl innen an der Maske Aerosole vom Träger und außen an der Maske unter anderem Bakterien und Viren ablagern, sind FFP2-Masken nach spätestens einer Schicht zu entsorgen, um zu verhindern, dass sich Biostoffe ansammeln und eine Ansteckungsgefahr durch die Maske selbst entsteht. Zudem ist zu beachten, dass durch Partikel in der Außenluft das Filtermaterial der Maske zunehmend mit der Tragedauer gesättigt wird. Der Atemwiderstand steigt (in beide Richtungen), die Leckagen über die Ränder nehmen zu.

Auch wenn in verschiedenen Studien die Möglichkeit einer Wiederverwendung suggeriert wird, zum Beispiel durch Mikrowellen, Desinfektionsmittel, Dampf oder trockene Hitze, existiert derzeit kein Verfahren, das FFP-Masken vollkommen in ihren Ausgangszustand zurückversetzt! 

Selbst wenn es gelingt, Biostoffe wie Viren und Bakterien in den Masken abzutöten, ist immer mit einer Beeinträchtigung der Filterleistung der FFP2-Masken zu rechnen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) rät ebenfalls von der Wärmebehandlung ab. Auch wenn die Aussage des BfArM sich auf die Verwendung von Atemschutzmasken im Gesundheitsdienst bezieht, kann die Aussage aber auch auf die anderen Anwendungsgebiete im Hinblick auf den Schutz vor SARS-CoV-2 übertragen werden. Weitere Informationen

Die Hersteller schließen die Verwendung einer FFP-Maske als persönliche Schutzausrüstung über eine Schicht im Regelfall in der Gebrauchsanweisung aus. Die mehrmalige Verwendung ist ein nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch! Entsprechend geht die Haftung auf diejenigen über, die die FFP2-Maske wiederverwenden bzw. die Wiederverwendung anordnen

Stand 21.03.2022

Sollte die Schutzwirkung von FFP2-Masken nachlassen, sind sie dann immer noch wirksamer als eine nicht zertifizierte Mund-Nase-Bedeckung?

Hierzu kann keine Aussage getroffen werden, da Im Bereich Mund-Nase-Bedeckung eine enorme Bandbreite an Ausführungen und Schutzwirkung besteht. Wie oben beschrieben wird die Filterwirkung des FFP-Filters selbst durch längeres Tragen verändert (mechanische Sättigung, Abbau der Filterung durch nachlassende statische Aufladung). Wann und in welchen Maße dies Eintritt, hängt von vielen Umgebungsbedingungen und der Maske selbst ab. 

Stand 15.01.2021

Gibt es eine Einschätzung hinsichtlich Schutzwirkung einer FFP2-Maske bei Bartträgern?

Das Tragen von Bart schließt im die Nutzung von Atemschutz als PSA aus.

Hierzu siehe DGUV Regel 112-190: "Personen mit Bärten oder Koteletten im Bereich der Dichtlinien von Voll- und Halbmasken und filtrierenden Atemanschlüssen sind für das Tragen dieser Atemanschlüsse ungeeignet."

Viele Hersteller (z.B. 3M) weisen im Rahmen der Gebrauchsanweisung darauf hin, dass Gesichtshaare im Bereich des Dichtrandes einen Dichtsitz verhindern können. Die Masken sind von Bartträgern allenfalls als Mund-Nase-Bedeckung zu verwenden.

Stand 21.03.2022

Wie erkenne ich mangelhafte FFP2-Masken?

Der Bedarf an FFP2-Masken, die Beschäftigte vor einer Infektion mit dem Coronavirus aber auch vor anderen Biostoffen schützen ist hoch. Allerdings sind aktuell viele mangelhafte Produkte auf dem Markt. Wie kann man sichere Masken von gefälschten unterscheiden?

Darauf sollte immer geachtet werden: 

  • FFP-Masken müssen ein CE-Kennzeichen und eine vierstellige Nummer einer Prüfstelle vorweisen.
  • Angabe der Maskenklasse mit eventueller Zusatzinformation (z.B. FFP2)
  • Nummer und Jahr der Veröffentlichung der Norm (EN 149:2001)
  • Name oder Warenzeichen des Herstellers
  • Auf der Maske dürfen sich keine Hinweise auf unterschiedliche Standards, wie beispielsweise CE und KN95 oder EN 149 und GB2626 befinden. 
  • Verwenden Sie weder Masken die umetikettiert wurden, noch Masken, die widersprüchliche Angaben auf Verpackung und Produkt enthalten.

Woran sich zertifizierter und damit sicherer Atemschutz grundsätzlich erkennen lässt, veranschaulicht das Institut für Arbeitsschutz (IFA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in einem Übersichtsplakat.

Plakat "Maske ohne Makel" (IFA) als PDF herunterladen

Ergänzende Hinweise zu zertifizierten Masken und ihren Erkennungsmerkmalen gibt außerdem eine Liste häufiger Fragen und Antworten, die im Plakat verlinkt ist.

Weitere Informationen:

Orientierungshilfe der baua: "Hinweise zum Erkennen konformer Atemschutzmasken" gibt es im PDF-Format im Internetangebot der baua unter www.baua.de/dok/8850730

Ob ein Produkt tatsächlich normgerecht geprüft und verordnungskonform zertifiziert wurde, lässt sich in der Datenbank von DGUV Test recherchieren.

Das Verbraucherportal www.produktwarnung.eu informiert über Warnungen und Produktwarnungen von Atemschutzmasken.

Stand 27.01.2021

Wie muss eine N95 oder KN95 Maske oder gleichwertig gekennzeichnet sein?

Auf den Masken selbst müssen folgende Kennzeichnungen vorhanden sein:

  • N95: „N95“, „NIOSH“, TC-Prüfnummer, Herstellername (bzw. Handelsmarke) Modellnummer, Losnummer
  • KN95: Nur noch Einsatz von Masken, die bis Oktober 2020 bereits als Pandemie-Atemschutz (CPA) geprüft wurden:

„KN95“ und Norm GB2626-2006 bzw. GB2626-2019, Modellbezeichnung, Herstellername, zusätzlich: Kennzeichnung der Maske oder kleinster Verpackungseinheit mit CPA Logo, siehe auch Hinweise zum Erkennen konformer Atemschutzmasken (Seite 4, rechts)

Weitere Details zur Kennzeichnung finden Sie auf der Homepage der baua  

Wie kann ich den Dichtsitz von FFP2 und N95 testen?

Die Filterfläche möglichst ganzflächig mit beiden Händen zuhalten, durch Einatmen versuchen einen Unterdruck aufzubauen oder durch Ausatmen versuchen einen Überdruck aufzubauen. Strömt die Luft durch den Maskenrand oder den Nasenbügel sofort ein bzw. aus, ist kein Dichtsitz und somit keine ausreichende Schutzwirkung gegeben. Alternativ schnell und tief Ein- und Ausatmen. Die Maske muss sich dabei aufblähen bzw. zusammenziehen.

Stand 21.03.2022

 

Können zur Reduzierung der Belastung Masken mit Ausatemventil eingesetzt werden?

Gemäß Erläuterungen im Anhang der SARS-CoV2 Arbeitsschutzverordnung können FFP-Masken mit Ausatemventil nur eingesetzt werden, wenn alle Personen im Umfeld mindestens eine FFP2-Maske tragen.

Hintergrund: Das Ausatemventil öffnet beim Ausatmen, Husten oder Niesen und entlässt die Aerosole fast ungebremst in die Umgebung. Ein Fremdschutz ist somit nicht gegeben. Entsprechend muss jede Person im Arbeitsumfeld eine Maske mit Eigenschutzwirkung tragen. Dies trifft auf eigene und fremde Mitarbeiter und auch auf anwesende Kunden zu.

Stand: 15.03.2021

Kann eine Alltagsmaske unter der FFP-Maske getragen werden, um die FFP-Maske zu schonen?

Vom kombinierten Tragen von FFP-Masken und Mund-Nase-Bedeckungen und Mund-Nase-Schutz ist auf Grund des nochmals erheblich erhöhten Atemwiderstands und der unklaren Abdichtung der FFP-Masken im Randbereich durch die darunter getragenen zweite Maske strikt abzuraten.

Stand 15.01.2021

Sind KN95-Masken hinsichtlich des Eigenschutzes eher als unwirksam anzusehen (oder nicht vergleichbar mit FFP2)?

Die reine Filterwirkung des Filtermaterials von N95 und KN95 ist bei korrekt zertifizierten Produkten vergleichbar zu FFP2. Da es im Rahmen der Zertifizierung bei KN95 und N95 aber keine Prüfung des Dichtsitzes an einem Kopf gibt, kann keine allgemein gültige Aussage zur Eigen-Schutzwirkung in der Praxis getroffen werden. Generell sind gemäß SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung N95-Masken (Ursprung USA und Kanada) als gleichwertig zu FFP2-Masken anzusehen. KN95-Masken werden nur als gleichwertig angesehen, wenn Sie nach dem Prüfgrundsatz für CPA (Pandemie-Atemschutzmasken) der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik getestet worden sind.

Ist es ratsam als besten Schutz direkt FFP3-Masken einzusetzen?

FFP3-Masken bieten zwar eine noch höhere Schutzwirkung, stellen aber auch eine noch höhere Belastung für den Träger dar. Ein Einsatz außerhalb des direkten Umgangs mit Erkrankten wird daher nicht empfohlen.

Stand 27.01.2021

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