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Versicherungsschutz bei der Weihnachtsfeier

In der kalten Jahreszeit finden in den Betrieben wieder vermehrt betriebliche Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern und Firmenjubiläen statt. Was aber nicht jedem bewusst ist, diese stehen als betriebliche Gemeinschaftsveranstaltungen stets unter dem Schutz der Unfallversicherung. Auch Sportturniere und Betriebsausflüge können als betriebliche Gemeinschaftsveranstaltungen unter dem Versicherungsschutz der Unfallversicherung stehen. Selbst der Weg zur Veranstaltung oder der Rückweg nach Hause ist versichert.

 

 

 

 

 

Voraussetzungen für den Versicherungsschutz

Angemessener Gemeinschaftszweck und Teilnahme für alle
Die betriebliche Gemeinschaftsveranstaltung dem Zweck, den Zusammenhalt des gesamten Betriebes zu fördern. Organisatorisch steht die Teilnahme an der Veranstaltung daher jedem Betriebsmitglied offen. Dies muss anhand der Planung und Einladung ersichtlich sein.
Förderung durch die Unternehmensleitung
Auch wenn die Unternehmensleitung nicht für Planung und Organisation zuständig ist, muss erkennbar sein, dass die Veranstaltung von dieser gebilligt und gefördert wird.
Anwesenheit der Unternehmensleitung oder eines Beauftragten
Die Unternehmensleitung kann selbst an der Veranstaltung teilnehmen oder wird durch einen Beauftragten vertreten. Werden mit der Unternehmensleitung betriebliche Gemeinschaftsveranstaltungen in kleineren Organisationseinheiten vereinbart, reicht es aus, wenn die Abteilungs-, Team- oder Sachgebietsleitung persönlich vertreten ist.

Umfang des Versicherungsschutzes

Zeitpunkt und Ort
Eine versicherte Weihnachtsfeier kann auch außerhalb der regulären Dienstzeit (zum Beispiel an einem arbeitsfreien Tag) veranstaltet werden. Wo die Feier stattfindet, ob beispielsweise in einem Restaurant oder im Unternehmen selbst, ist für den Versicherungsschutz unerheblich.
Programm
Das Programm einer Gemeinschaftsveranstaltung ist nicht eng begrenzt und kann die verschiedensten – von der Unternehmensleitung autorisierten – Aktivitäten umfassen, die mit dem Gesamtzweck vereinbar sind. Die Teilnahme an der jeweiligen Aktivität muss aber potenziell allen feiernden Beschäftigten möglich sein. Diese Voraussetzung ist beispielsweise dann nicht erfüllt, wenn die Veranstaltung nur den sportlich aktiven Beschäftigten offensteht. Die Voraussetzung ist auch dann nicht gegeben, wenn der Ausflug besondere Gefahren birgt, etwa ein Kletterevent oder eine Ballonfahrt. Dies steht dem Gemeinschaftszweck entgegen, da nicht alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, beispielsweise Schwangere, mitmachen können.

Denkbar ist auch, eine Veranstaltung in einen versicherten Teil, zum Beispiel mit gemeinsamem Grillen oder einem Weiterbildungs-Workshop, und in einen nicht versicherten Teil, etwa mit Quad-Fahren oder Kart-Rennen, aufzuteilen.

Dauer
Mit dem offiziellen Ende der Veranstaltung endet auch der Unfallversicherungsschutz.
Wege
Grundsätzlich sind die Beschäftigten auch auf dem Hin- und Rückweg zu und von der Feier versichert. Allerdings nur auf dem direkten Weg – wie auch auf dem Hin- und Rückweg zur täglichen Arbeit. Kein Versicherungsschutz besteht, wenn Beschäftigte den betrieblichen Zusammenhang durch eigenwirtschaftliche Tätigkeiten unterbrechen oder lösen. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn sich die Mitarbeiter während der Betriebsgemeinschaftsveranstaltung ein Freizeitprogramm nach eigenem Belieben zusammenstellen und das vom Unternehmer festgelegte Programm außer Acht lassen.
Alkoholgenuss
Die Weihnachtsfeier eröffnet keinen großzügigeren Versicherungsschutz als die übliche betriebliche Tätigkeit. Unfälle, die unter Alkoholeinfluss passieren, sind in der Regel nicht versichert.
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