Allgemeines zum Coronavirus

Allgemeine Schutzmöglichkeiten - Lebensdauer der Viren - Infektionsgefahr beim Berühren von Oberflächen - weitere Infos

Am 16.04.2020 veröffentlichte das Bundesarbeitsministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) den SARS-CoV2-Arbeitsschutzstandard. Dieser formuliert bundesweit gültige und branchenübergreifende Anforderungen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit unter Bedingungen der Pandemie und ist somit für alle Betriebe verbindlich. Der Standard wurde und wird seitens der BGHW in Handlungsempfehlungen für die branchenspezifischen Belange des Handels und der Warenlogistik übersetzt.

Infolge der fortlaufenden Änderungen in den Pandemiebekämpfungsvorschriften der einzelnen Bundesländer kann es zu weitreichenden Lockerungen in Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens kommen. An Arbeitsplätzen sind bei Unsicherheit über die anzuwendenden Vorschriften bzw. Schutzmaßnahmen die Regelungen des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards heranzuziehen, wenn diese ein höheres Schutzniveau vorsehen. Hierunter fallen auch betriebliche Veranstaltungen wie Seminare, Betriebssport, Betriebsfeiern usw.

Stand 23.07.2020

  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände, vor allem wenn Sie Oberflächen berührt haben, die ständig von anderen Personen berührt werden, etwa Haltestangen in der U-Bahn oder in Bussen. Achten Sie beim Händewaschen insbesondere auf die Fingerspitzen, da diese am ehesten im Gesicht und auf den Schleimhäuten landen. Hinweise zum richtigen Händewaschen finden Sie auf  www.infektionsschutz.de.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem, durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und durch gesunde Ernährung mit frischem Obst.
  • Lüften Sie regelmäßig.
  • Meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Niesen und husten Sie in ein Taschentuch oder in die Armbeuge.
  • Fassen Sie sich nach Möglichkeit nicht ins Gesicht, vermeiden Sie die Berührung der Schleimhäute im Bereich von Augen, Mund und Nase.
  • Halten Sie Abstand zu Personen, die niesen oder husten (mindestens zwei Meter).
  • Haben Sie den Verdacht, sich möglicherweise mit Coronaviren angesteckt zu haben, sollten Sie unbedingt zu Hause bleiben und einem Arzt telefonisch von Ihrem Verdacht erzählen. So vermeiden Sie, ein volles Wartezimmer zu betreten. Wenn möglich, sollten Sie auch nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arzt fahren, um keine anderen Menschen anzustecken.
  • Informieren Sie sich über die zuständigen staatlichen Institutionen. In den sozialen Netzwerken kursieren viele falsche Informationen.

Für besonders gefährdete Personen (wie z.B.

    • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
    • Raucher
    • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
      • des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
      • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis)
      • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen)
      • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
      • Patienten mit einer Krebserkrankung
      • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison)

ist es besonders wichtig, diese Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen. 
(Nähere Infos siehe Steckbrief zu SARS-CoV-2 des RKI

In diesen Fällen sollte mit dem Arzt geklärt werden, ob eine Grippeschutzimpfung erfolgen sollte.

Stand: 01.04.2020 

In Publikumsmedien wird immer wieder darauf verwiesen, dass Coronaviren bis zu neun Tagen auf Oberflächen überleben können. Eine nähere Betrachtung der Ergebnisse zeigt, dass die Angaben zur Überlebensfähigkeit von Coronaviren auf verschiedenen Oberflächen in einem weiten Bereich zwischen zwei Stunden und bis zu 9 Tagen schwanken. Wie lange Coronaviren auf Oberflächen überleben können, hängt wesentlich von der Menge an Flüssigkeit ab, in der sich die Viren befinden. Mit dem Berühren von Oberflächen mit den Händen wird nur sehr wenig Flüssigkeit auf die Oberfläche übertragen, was zusätzlich gegen ein längeres Überleben von Coronaviren auf Oberflächen spricht.

Dazu muss man wissen: Die Ergebnisse der zugrunde liegenden Studien basieren auf sehr unterschiedlichen Untersuchungen. Teilweise wurden verschiedene Materialien mit Coronaviren kontaminiert und anschließend für unterschiedliche Zeiträume bebrütet. In anderen Studien wurden Oberflächen mit Viren kontaminiert und bei Raumtemperaturen trocknen gelassen. Ob die Viren nach den unterschiedlichen Zeiträumen noch infektiös waren, wurde nur an Zellkulturen ermittelt. Eine Übertragbarkeit dieser Studien auf reale Bedingungen ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Meist gar nicht in den Medien erwähnt wird zudem eine andere Studie: Sie hat eine mittlere Halbwertszeit von knapp einer Stunde für Coronaviren auf Kunststoff- und Stahloberflächen ermittelt.

Oberflächen, die ständig angefasst werden, etwa Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln,  können kontaminiert sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass von dort Viren auf die Hände und anschließend auf die Schleimhäute des Mundes, der Nase oder der Augen übertragen werden können, ist höher als bei Postsendungen oder importierten Waren.

Weitere Hinweise zu einer potenziellen Infektionsgefährdung durch importierte Produkte hat das Bundesinstitut für Risikobewertung auf der Basis aktueller Informationen zusammengestellt.

Derzeit zeigt das Erkrankungsgeschehen sowohl bei den Infektionen durch das neuartige Coronavirus als auch bei den Grippeviren eine deutliche Dynamik. Deshalb sollten Sie regelmäßig die Informationen auf den nachfolgenden Seiten verfolgen.

Robert-Koch Institut zu medizinischen Informationen: 

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu Arbeitsschutzmaßnahmen: 

Auswärtiges Amt zu Reisehinweisen 

Europäisches Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC)

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Aktuelles zum Corona-Virus SARS-CoV2

infektionsschutz.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) 

Merkblätter und Infografiken der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, zum Beispiel in englischer, türkischer und weiteren Sprachen auch zum Download

Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

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