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Was ist an Büroarbeitsplätzen zu beachten?

Der Hauptübertragungsweg von Coronaviren in der Bevölkerung ist wohl die Tröpfcheninfektion beim Husten und Niesen. Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist eher unwahrscheinlich, insbesondere in unmittelbarer Umgebung von Infizierten aber auch nicht generell auszuschließen.
Vor diesem Hintergrund müssen die Maßnahmen prioritär darauf abzielen, eine Übertragung über die Atemwege bzw. über Tröpfchen zu verhindern.
Neben den allgemeinen Regeln zur Nies- und Hustenetikette, den Handwaschregeln etc. sind bei Büros insbesondere folgende Punkte zu beachten:

    • Eine wesentliche Maßnahme ist die Wahrung eines Mindestabstands von 1,5 m. Wenn möglich sollten dazu Beschäftigten Einzelbüros angeboten werden. Sollte dies nicht möglich sein, sollte die Anordnung der Schreibtische dergestalt sein, dass sich die Beschäftigten nicht unmittelbar gegenüber sitzen ohne dass der Mindestabstand gewahrt werden kann. Auch das Aufstellen von Abtrennungen aus Acrylglas oder anderen Materialien zwischen den Arbeitsplätzen kann darüber hinaus einen ergänzenden Schutz vor der Übertragung darstellen.

    • Klären, ob die maximale Anzahl Mitarbeiter im Büro begrenzt werden kann, zum Beispiel durch organisatorische Maßnahmen wie eine Teilung der Teams mit zeitversetztem Arbeiten und Hinweise an den Büros auf Abstand bzw. Besetzungszahlen (ggf. einzelne Schreibtische sperren).

    • Die Abstandsregelungen sind natürlich auch in Pausen-, Sanitär- und Aufenthaltsräumen zu beachten.
    • In Fahrstühlen ist auf ausreichend Abstand zu 

      achten, ggf. ist hier auch die Anzahl der maximal gleichzeitig zu befördernden Personen anzupassen.

    • Darüber hinaus sind sowohl die Büros als auch die anderen Räume regelmäßig zu lüften. Empfohlen wird mindestens 1 mal pro Stunde bei Stoßlüftung. Je höher die Zahl der Personen, umso häufiger sollte gelüftet werden. Bei technischer Lüftung erhöhen Sie die Luftwechselrate und den Anteil an Frischluft.

    • Eine regelmäßige, gründliche Reinigung der Flächen, die von vielen Beschäftigten genutzt werden, wie beispielsweise Klinken, Türgriffe, Teeküchen, Kopierer mit normalen fettlösenden Reinigern ist sinnvoll. Es ist daher zu prüfen, inwieweit diese Reinigungsintervalle verkürzt werden können.

    • Wenn eine Nutzung von Arbeitsplätzen durch mehrere Beschäftigte unumgänglich ist, sollten jeweils eigene Tastaturen, Mäuse, Headsets etc. genutzt werden. Ist auch dies nicht möglich, sollten diese Arbeitsmittel vor und nach der entsprechenden Benutzung gereinigt werden.

    • Unabhängig vom Betrieblichen Maßnahmenkonzept sollen in Zweifelsfällen, bei denen der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, Mund-Nasen-Bedeckungen zur Verfügung gestellt und getragen werden. Dadurch dürfen bestehende Schutzmaßnahmen, wie Abstandhalten und Hygiene aber nicht außer Kraft gesetzt werden.

      FFP-2 und FFP3 Atemschutzmasken sind für Situationen gedacht, in denen in unmittelbarer Nähe an infizierten Patienten gearbeitet wird. Eine vergleichbare Exposition sowohl hinsichtlich der Nähe als auch der Höhe der Exposition wird bei Bürotätigkeiten nicht angenommen. 
      Weitere Informationen zu Atemschutz
    • Darüber hinaus sind für die Beschäftigten die allgemeinen Maßnahmen zur Handhygiene zu beachten. 
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