Fragen rund um den Versicherungsschutz

Versicherungsschutz im Homeoffice - Coronatests

Beschäftigte und versicherte Unternehmer sind im Homeoffice beziehungsweise bei Telearbeit grundsätzlich gesetzlich unfallversichert. Dabei ist es egal, ob der Arbeitsplatz ein eigener Raum ist oder nur eine Ecke in einem Zimmer.

 

Es sind jedoch nur solche Tätigkeiten versichert, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Arbeit stehen. Gleiches gilt für betriebliche Tätigkeiten in Räumen, in denen zum Beispiel aus technischen Gründen ein für die Arbeit benötigtes Gerät aufgestellt ist. Ebenso versichert sind Wege vom häuslichen Arbeitsplatz in die Firma, um beispielsweise Arbeitsergebnisse abzuliefern, neue Arbeitsaufträge entgegenzunehmen oder an Besprechungen teilzunehmen. Der Versicherungsschutz beginnt und endet auf Wegen zum Betrieb mit Durchschreiten der äußeren Haustür.

 

Nicht versichert sind dagegen Wege innerhalb des privaten Wohnraums wie der Gang zur Toilette oder in die Küche, um sich etwas zum Essen oder Trinken zu holen. Diese Wege zu Hause zählen zum privaten Lebensbereich. Ebenso verhält es sich, wenn jemand beispielsweise vom häuslichen Arbeitszimmer oder Arbeitsplatz mit seinem Notebook auf die Terrasse oder in den Garten umzieht. Kommt es zu einem Unfall, so zählt dies zu den Gefahren der Privatwohnung und deren Umfeld. Hier besteht kein Versicherungsschutz über die Berufsgenossenschaft.

 

Zu beachten ist darüber hinaus: Unterbricht jemand für private Tätigkeiten oder Erledigungen die Arbeit, ist der Schutz durch die gesetzliche Unfallversicherung zumindest für diese Zeit ebenso unterbrochen.

 

Grundsätzlich gilt: Versichert sind alle Tätigkeiten, die in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Beschäftigungsverhältnis stehen. Entscheidend ist dabei die Handlungstendenz der versicherten Person zum Unfallzeitpunkt. Eine rechtsverbindliche Bewertung hängt letztlich immer von den konkreten Umständen jedes einzelnen Falles ab.

Stand 25.09.2020

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt für die Kosten von PCR-Tests nur dann auf, wenn diese Tests in einem Zusammenhang mit Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten durchgeführt werden. Dafür ist unter anderem auch Voraussetzung, dass konkrete und zu einer Infektion passende Krankheitserscheinungen bei der betroffenen Person vorliegen. Ohne derartige Krankheitserscheinungen übernehmen die Träger gesetzlichen Unfallversicherung keine Testkosten.

Tests, die nach Auslandsaufenthalten durchgeführt werden, stehen nicht in einem Zusammenhang mit Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten. Vielmehr dienen Sie dem Infektionsschutz, wir weisen dazu auch auf die Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit  hin.

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