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Abfallwirtschaft, staubbelastete Branchen: Was tun, wenn die Atemschutzmasken zur Neige gehen?

n der Abfallwirtschaft, bei der Sortierung von Kartoffeln, beim Umschlag von Getreide und in anderen Branchen, in denen Beschäftigte Stäuben ausgesetzt sind, werden sogenannte partikelfiltrierende Halbmasken eingesetzt, zum Beispiel FFP2- oder FFP3-Masken. Umgangssprachlich werden sie oft Papiermasken genannt. Diese Masken sind zurzeit nahezu überall ausverkauft. Alternativ kann auf höherwertigen Atemschutz in Form von Halbmasken mit Partikelfilter der Filterklasse 2 oder höher ausgewichen werden. Diese scheinen derzeit noch erhältlich zu sein. Langfristig ist die Verwendung dieser mehrfachverwendbaren Halbmasken oft sogar kostengünstiger als die Verwendung von partikelfiltrierenden Halbmasken beziehungsweise Papiermasken, die spätestens nach einer Arbeitsschicht entsorgt werden müssen.

In Fällen, in denen regelmäßig FFP-Atemschutzmasken zum Einsatz kommen, sollte geprüft werden, ob gebläseunterstützte Hauben oder Helme eingesetzt werden können. Bei dieser Form von Atemschutz wird Luft über einen Filter in eine Haube oder einen Helm eingeblasen. Die Vorteile bestehen darin, dass die Beschäftigten nicht gegen einen Widerstand atmen müssen. Außerdem gibt keine Begrenzung  der Tragezeit.

Für den Gebrauch von Atemschutzmasken und Schutzbrillen ist eine Unterweisung notwendig, die den sachgerechten Umgang und Gebrauch der Maske durch die Anwender (Passform, Dichtsitz, Tragezeitbegrenzung, Erholungszeiten, Lagerbedingungen, Wechselfrequenz) umfasst. Alle Informationen hierzu finden Sie in der DGUV-Regel 112-190. In Abhängigkeit von der Gerätegruppe und der Tragedauer ist arbeitsmedizinische Vorsorge zu gewährleisten. Bei der Auswahl sollt der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin hinzugezogen werden.

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