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Corona-Arbeitsschutzverordnung verlängert

ca. 3 Minuten Lesezeit

Die Dynamik der Coronapandemie erfordert trotz Lockerungen auch weiterhin Basisschutzmaßnahmen in Betrieben. Seit dem 20. März gilt eine aktualisierte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung, die Beschäftigte vor Infektionen schützen soll. 

Ein blaues Plakat mit weißem Schriftzug: Gelernt und bewährt: AHA+L
Die Formel für mehr Sicherheit: Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Maske tragen (wenn erforderlich), regelmäßiges Lüften

Der Gipfel der aktuellen Coronawelle ist mittlerweile klar überschritten, dennoch ist der Infektionsdruck laut Robert-Koch-Institut (RKI) in Deutschland noch hoch. Der weitere Verlauf der Pandemie hänge laut RKI wesentlich davon ab, ob sich größere Teile der Bevölkerung auch bei einer Verringerung staatlich angeordneter Maßnahmen weiterhin umsichtig und rücksichtsvoll verhalten beziehungsweise in welchem Umfang mögliche infektionsrelevante Kontakte zunehmen. Trotz bestehender Lockerungen bleiben zunächst in den Betrieben die grundlegenden Coronaregeln bestehen. Die Homeoffice-Pflicht und der 3G-Nachweis am Arbeitsplatz sind laut neuem Infektionsschutzgesetz nicht mehr vorgesehen. Aktuell gilt noch bis zum 25. Mai 2022 die verlängerte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.  


Basisschutzmaßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz

Die Basisschutzmaßnahmen müssen Unternehmerinnen und Unternehmer weiterhin auf der Grundlage der Gefährdungsbeurteilung in einem Hygienekonzept festlegen und umsetzen. Dieses ist den Beschäftigten in geeigneter Weise in der Arbeitsstätte zugänglich zu machen. Die festzulegenden Maßnahmen sind auch in den Pausenbereichen und während der Pausenzeiten umzusetzen.

Gut zu wissen:

Bei der Umsetzung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ist die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel zu berücksichtigen. Die BGHW unterstützt Ihre Mitgliedsbetriebe mit ihren Corona-FAQ in allen Fragen rund um das praktische Pandemiemanagement im Betrieb. Die Gefährdungsbeurteilung zum Coronavirus kann effizient und zeitsparend mit der Gefährdungsbeurteilung Online (GBO) durchführt werden

Symbol für einen informativen Hinweis
Ein Corona-Schnelltest, der auf einem medizinischem Mund-Nasen-Schutz liegt. Dahinter eine FFP2-Maske.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung muss der Arbeitgeber insbesondere prüfen, ob und welche der folgenden Maßnahmen erforderlich sind, um die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu gewährleisten. Dabei sind das regionale Infektionsgeschehen sowie besondere tätigkeitsspezifische Infektionsgefahren zu berücksichtigen.

  • das Angebot an die Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich in ihrer Wohnung arbeiten, kostenfrei einen Corona-Test pro Woche zur Verfügung zu stellen. Informationen zu geprüften Antigen-Schnelltests, so genannten Point of Care Tests (PoC) zum direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 stellt das  Paul-Ehrlich-Institut zur Verfügung. Die DGUV informiert zudem über die Inhaltsstoffe von Corona-Antigen-Schnelltests und klärt über die Unbedenklichkeit bei bestimmungsgemäßem Gebrauch auf.
     
  • die Verminderung betriebsbedingter Personenkontakte. Dazu sollte die gleichzeitige Nutzung von Innenräumen durch mehrere Personen vermieden oder verringert werden. Homeoffice ist zwar nicht mehr verpflichtend, soll jedoch weiter ein nützliches Instrument bleiben, um Infektionen am Arbeitsplatz zu verhindern. Der Arbeitgeber ist deshalb angehalten zu prüfen, ob die Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten diese in deren Wohnung ausführen können.
     
  • die Bereitstellung medizinischer Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) oder von Atemschutzmasken, zum Beispiel vom Typ FFP2 oder CPA. Die Anlage zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung listet alle erlaubten Maskentypen auf. Masken kommen dann zum Einsatz, wenn Beschäftigte durch technische oder organisatorische Maßnahmen (z.B. Einzelbüros, Abtrennungen) nicht ausreichend geschützt werden können. Masketragen trägt zum Infektionsschutz bei, wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern zueinander nicht eingehalten werden kann oder bei gleichzeitiger Anwesenheit mehrerer Personen in Innenräumen keine ausreichende Lüftung gegeben ist. Auch wenn Kundschaft – zum Beispiel im Einzelhandel – nach entsprechender Gesetzgebung keine Maske mehr tragen muss, kann diese für Beschäftigte den Schutz vor Infektion erhöhen.
     

Schutzimpfungen

Der Arbeitgeber hat den Beschäftigten weiterhin zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Außerdem muss er die impfenden Betriebsärzte und überbetrieblichen Dienste von Betriebsärzten organisatorisch und personell unterstützen. Die Beschäftigte sind im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei der Erkrankung COVID-19 aufzuklären und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung zu informieren. Das RKI weist darauf hin, dass alle Impfstoffe, die zurzeit in Deutschland zur Verfügung stehen, nach derzeitigem Erkenntnisstand bei vollständiger Impfung und insbesondere nach der Auffrischimpfung, die allermeisten geimpften Personen wirksam vor einer schweren Erkrankung schützen.

Service für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Information ihrer Beschäftigten


Aushänge, Plakate und Aufkleber der BGHW

Die BGHW hat zu den Abstands- und Hygieneregeln verschiedene Aushänge (auf Deutsch, Türkisch, Englisch), Plakate (auch digital im Format 16:9) sowie Aufkleber unter dem Motto „Gib Viren Null Chance!“ entwickelt, die kostenfrei ausgedruckt oder bestellt werden können.

Aktion #ImpfenSchützt der DGUV

Die Aktion #ImpfenSchützt der Unfallversicherungsträger informiert über die Corona-Schutzimpfung und stellt zahlreiche Werbeplakate sowie Handlungshilfen für Betriebe zur Verfügung. Dort gibt es zudem Informationen in Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache.

Medienpaket für Geflüchtete der BZgA

Informationsmaterialien für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur Verfügung. Das Medienpaket besteht aus neun Merkblättern und Infografiken, unter anderem zur Schutzimpfung, zu den Hygieneregeln und zu Coronatests.

Symbol mit einem Ausrufezeichen

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