| Aktuell

Neue Corona-Arbeitsschutzverordnung ab 1. Oktober 2022

ca. 3 Minuten Lesezeit

Gut gerüstet für den Winter: Zum 1. Oktober 2022 tritt die Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung in Kraft. Sie gilt bis zum 7. April 2023 und enthält die bekannten Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes. Was müssen Arbeitgeber beachten, was ist Pflicht? Die BGHW hilft ihren Mitgliedsunternehmen mit den im Verlauf der Pandemie bewährten Corona-FAQ bei der Umsetzung im Handel und in der Warenlogistik.

Eine hellblaue OP-Maske und eine weiße Atemschutzmaske liegen nebeneinander.

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung hat das Ziel, das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus bei der Arbeit zu verringern und damit die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen. Sie hilft dabei, Ausfallszeiten durch Krankheit zu reduzieren sowie Belastungen des Gesundheitswesens, der kritischen Infrastruktur und der Wirtschaft zu minimieren.

Corona-Arbeitsschutz: „Winterreifen“ für Betriebe

Welche Maßnahmen sieht die neugefasste Corona-Arbeitsschutzverordnung vor? Arbeitgeber müssen auf Basis der Gefährdungsbeurteilung in einem betrieblichen Hygienekonzept die erforderlichen Schutzmaßnahmen zum betrieblichen Infektionsschutz festlegen und umsetzen. Dies betrifft auch Pausenbereiche und in Pausenzeiten. Das betriebliche Hygienekonzept ist allen Beschäftigten in geeigneter Weise in der Arbeitsstätte zugänglich zu machen.

Gib Viren null Chance! – Der Aufkleber
Gib Viren null Chance! – Der Aufkleber

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung hat der Arbeitgeber insbesondere die folgenden Maßnahmen zu prüfen:

⇒ Umsetzung der AHA-L Regel an den Arbeitsplätzen:

  • Wird der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen zwei Personen eingehalten?
  • Ist die Handhygiene sichergestellt?
  • Wird auf die Husten- und Niesetikette hingewiesen?
  • Erfolgt das infektionsschutzgerechte Lüften von Innenräumen?
  • Müssen Masken bereitgestellt werden?

⇒ Maskenpflicht (medizinische Gesichtsmasken oder Atemschutzmasken wie zum Beispiel vom Typ FFP2 oder KN95):

  • Bei Unterschreitung des Mindestabstands
  • Bei tätigkeitsbedingten Körperkontakten
  • Bei gleichzeitigem Aufenthalt mehrerer Personen in Innenräumen,

wenn die technischen und organisatorischen Maßnahmen zum Infektionsschutz der Beschäftigten allein nicht ausreichen. Die entsprechenden Masken sind dann von den Beschäftigten zu tragen, es sei denn, sie arbeiten ausschließlich in ihrer Wohnung.

⇒ Verminderung betriebsbedingter Personenkontakte, zum Beispiel durch Verringerung der gleichzeitigen Nutzung von Räumen.

⇒ Angebot von Homeoffice, wenn keine betriebsbedingten Gründe entgegenstehen

⇒ Kostenfreies, regelmäßiges Testangebot an Beschäftigte, die nicht ausschließlich von zuhause arbeiten. Diese Tests müssen für den direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 bestimmt sein.

Unterstützen beim Impfen

Desweiteren sind Arbeitgeber verpflichtet, den Beschäftigten zu ermöglichen, sich während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Betriebsärzte und überbetriebliche Dienste von Betriebsärzten, die entsprechende Impfungen im Betrieb durchführen, muss der Arbeitgeber organisatorisch und personell unterstützen. Ebenso sieht die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung vor, dass die Beschäftigten im Rahmen der Unterweisung über die Gesundheitsgefährdung bei Erkrankung an COVID-19 aufzuklären sind und über die Möglichkeit einer Schutzimpfung informiert werden müssen.

Die Corona-Schutzimpfung bleibt aufgrund ihrer hohen Schutzwirkung vor einem schweren Verlauf auch bei Erkrankungen durch die Omikron-Variante weiter wichtig. Das RKI weist darauf hin, dass sich für ungeimpfte Personen aller Altersgruppen ein deutlich höheres Risiko für eine schwere Verlaufsform der COVID-19-Erkrankung zeigt.

FAQ rund ums Impfen stellt das RKI zur Verfügung COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen

Hilfen für Unternehmen

Gut zu wissen: Die BGHW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe bei der branchenspezifischen Umsetzung der Coronaschutzmaßnahmen im Betrieb. Das Angebot enthält auch zahlreiche Aushänge und Aufkleber zum Download oder Bestellen.

Zu den Corona-FAQ

Mit der Gefährdungsbeurteilung Online (GBO) bietet die BGHW ein kostenloses Instrument, um die geforderte Gefährdungsbeurteilung auch im Hinblick auf das Coronavirus sowie die Arbeit im Homeoffice durchzuführen.

Zur Gefährdungsbeurteilung Online (GBO)

Weiterführende Informationen zum betrieblichen Infektionsschutz im Rahmen der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung stellt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) auf seiner Homepage bereit.

Zu den FAQ des BMAS

Symbol für einen informativen Hinweis

Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt anmelden
Zurück nach oben springen

Ihr Kontakt zu uns

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!

Servicetelefon der Prävention

Wenn Sie Fragen rund um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben, können Sie sich Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr an die Servicenummern der Prävention der BGHW wenden.

E-Mail:
praevention(at)bghw.de

Oder richten Sie Ihre Anfrage per Kontaktformular an uns:
Kontaktformular