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Abschlussbericht zum Projekt "Schimmelpilzbelastung bei der Rücknahme von Pfandartikeln"

Hintergrund und Anlass

Vor dem Hintergrund sinkender Mehrwegquoten wurde durch die Bundesregierung im Jahr 2003 die Pfandpflicht für Einweggetränkeverpackungen eingeführt. Seit Oktober 2003 müssen Vertreiber von pfandpflichtigen Einweggetränkeverpackungen auf allen Handelsstufen ein gesetzliches Pflichtpfand auf pfandpflichtige Einweggetränkeverpackungen erheben. Seit dem 1. Mai 2006 können Verbraucher pfandpflichtige Einweggetränkeflaschen und -dosen überall dort zurückgeben, wo pfandpflichtige Einweggetränkeverpackungen der jeweiligen Materialart (Kunststoff, Glas, Metalle, PPK) verkauft werden. Die Vertreiber solcher Verpackungen müssen sie entsprechend zurücknehmen und den Verbrauchern das gesetzliche Pflichtpfand erstatten. Eine sehr gute Übersicht über gesetzliche Hintergründe und Verfahrensweisen kann der Homepage der Deutschen Pfandsystem GmbH entnommen werden.

Welche Getränke von der Einwegpfandpflicht betroffen sind, kann der nachfolgenden Übersicht entnommen werden. Mit der Einführung der Pfandpflicht für diese Getränke ist das Aufkommen der zurückzunehmenden Pfandartikel schlagartig angestiegen. Im Einzelhandel führte dies dazu, dass die Beschäftigten in einem deutlich erhöhten Maß Umgang mit Pfandartikeln haben. Neben der gestiegenen Zahl der Pfandartikel sind auch neue Tätigkeiten hinzugekommen. Während Mehrwegpfandflaschen in der Regel in Kästen einsortiert werden, werden Einwegflaschen nach der Erfassung zusammengepresst, um das Abfallvolumen zu reduzieren. Die gepressten Flaschen werden in Vorratsbehältern gesammelt, die in regelmäßigen Abständen geleert und ins Lager transportiert werden müssen. Des Weiteren ist es zum Einsatz neuer Technologien für die Erfassung und die Entwertung der Pfandartikel sowie zur Umstrukturierung der Rücknahmebereiche gekommen.

Liste der Artikel, die der Pfandpflicht unterliegen:

Bier oder Biermischgetränke

  • Bier
  • Mischungen von Bier mit Cola oder Limonade
  • alkoholfreies Bier
  • Bier mit Sirup (wie Berliner Weiße mit Schuss)
  • Bier mit einem anderen alkoholischen Getränk (zum Beispiel Bier mit Wodka)
  • aromatisiertes Bier (zum Beispiel Bier mit Tequila-Aroma)

 

Wässer

  • Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure
  • Quellwasser
  • Heilwasser
  • Tafelwasser und auch andere Wässer, auch mit Zusätzen, z.B. Aroma, Koffein, Sauerstoff
  • alle übrigen trinkbaren Wässer 

 

Erfrischungsgetränke mit oder ohne Kohlensäure

  • Cola
  • Limonade
  • bestimmte Fruchtsaftgetränke
  • Sportlergetränke - so genannte Energydrinks
  • Eis-Tee- oder Kaffeegetränke, die dazu bestimmt sind, in kaltem Zustand verzehrt zu werden
  • Bittergetränke und andere Getränke mit oder ohne Kohlensäure
  • ab 1. April 2009: Diätetische Getränke mit Ausnahme von solchen, die ausschließlich für Säuglinge oder Kleinkinder angeboten werden.

 

Alkoholische Mischgetränke

  • Wenn diese Getränke in Einwegverpackungen abgegeben werden, muss ein Pfand in Höhe von mindestens 25 Cent inklusive Mehrwertsteuer erhoben werden.

 

Pfandpflichtige Einweggetränkeverpackungen sowie Mehrwegpfandflaschen und -gläser enthalten häufig Flüssigkeitsreste, die einen sehr guten Nährboden für das Wachstum und die Vermehrung von Schimmelpilzen darstellen. Insbesondere Zucker- oder kohlenhydrathaltige Getränke ermöglichen bei entsprechenden Temperaturen ein schnelles Wachstum. Wachstum von Mikroorganismen ist jedoch auch dort zu erwarten, wo Flüssigkeitsreste aus den Flaschen auslaufen und Oberflächen kontaminieren.

Schimmliger Geruch ist ein Indikator dafür, dass sich Schimmelpilze vermehren. Der Geruch nach Schimmel und das grundsätzliche Wissen um das Wachstum von Mikroorganismen in Flaschen hat bei Beschäftigten zur Verunsicherung über mögliche gesundheitliche Arbeitsplatzrisiken geführt.

Schimmelpilze können sowohl Infektionen verursachen als auch allergene und toxische Wirkungen aufweisen. Während Infektionen durch Schimmelpilze in der Regel nur bei Personen mit deutlich geschwächtem Immunsystem auftreten, ist die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von allergischen oder toxischen Wirkungen in Abhängigkeit von der Dauer, Häufigkeit und Höhe der Exposition höher zu bewerten. Gemäß TRBA 460 "Einstufung von Pilzen in Risikogruppen" sind bislang nur von wenigen Pilzen allergene Wirkungen bekannt geworden. Daher wird das allergene Potenzial allgemein als gering eingeschätzt.

Die toxische Wirkung von Schimmelpilzen geht nach bisherigen Erkenntnissen primär von den Schimmelpilzgiften, den sogenannten Mykotoxinen, aus. Zur toxischen Wirkung von Schimmelpilzen bzw. Mykotoxinen liegt jedoch bislang keine vergleichbare Einschätzung zum gesundheitsschädigenden Potenzial wie bei der allergenen Wirkung vor. Nähere Informationen zur Relevanz von Mykotoxinen können dem Sachstandsbericht „Die Bedeutung von Mykotoxinen im Rahmen der arbeitplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung" des Ausschusses für biologische Arbeitsstoffe (ABAS) entnommen werden.

Da bislang keine Untersuchungen zur Schimmelpilzbelastung bei der Rücknahme von Pfandartikeln vorlagen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) das Projekt „Schimmelpilzbelastung bei der Rücknahme von Pfandartikeln" aufgestellt und durchgeführt. Ziel des Projektes war die Überprüfung, ob und ggf. in welchem Umfang es bei der Rücknahme von Einwegpfandartikeln oder Mehrwegflaschen und -gläsern zu einer Belastung durch Schimmelpilze kommt. Mit den Ergebnissen sollen die Mitgliedsunternehmen bei der Gefährdungsbeurteilung für die entsprechenden Arbeitsplätze im Hinblick auf die biologischen Arbeitsstoffe unterstützt werden.

Probenahme und Messverfahren

Durch den Messtechnischen Dienst der BGHW wurden in insgesamt 15 Einzelhandelsunternehmen in Rücknahmebereichen für Pfandartikel Messungen mit 174 Proben zur Bestimmung der Schimmelpilzkonzentration in der Luft durchgeführt. Die Messungen erfolgten in den Monaten Juli bis Oktober. Alle Messungen erfolgen in Rücknahmebereichen, in denen sowohl Einweg- als auch Mehrwegpfandartikel angenommen wurden. Die Messungen erfolgten sowohl stationär als auch personengetragen. 

Bei den Leergutrücknahmeautomaten handelte es sich um verschiedene Typen der Hersteller Wincor Nixdorf und Tomra. Im Wesentlichen arbeiten die Automaten alle nach dem gleichen Prinzip. Über Scanner wird das Leergut erfasst und im Fall von Einweg-Leergut einem Kompaktor zugeführt oder im Fall von Mehrweg-Leergut auf einem Sammeltisch bereitgestellt, von wo die Flaschen und Gläser manuell in die entsprechenden Kisten sortiert werden. Teilweise erfolgt die Rücknahme jedoch nicht über Automaten, sondern direkt beim Personal, das die Pfandartikel in Abhängigkeit von Mehrweg- oder Einwegpfandartikel in Kisten sortiert oder der Zählung und der anschließenden Kompaktion zuführt.

Zu den messtechnisch erfassten Tätigkeiten zählt im Wesentlichen das Abräumen der Sammeltische für Mehrwegpfandartikel in die entsprechenden Leergutkästen sowie das Auswechseln der Auffangsäcke unter den Kompaktoren.

Die technischen Anlagen und die Räume wurden je nach Bedarf in einem zeitlichen Abstand von einem Tag bis zu einer Woche gereinigt.

Die Aufenthaltszeiten sind von der Zahl der zurückgenommenen Pfandartikel abhängig. Bei drei Rücknahmebereichen mit drei Automaten wurde als Aufenthaltsdauer eine Zeit von ca. 3 - 4 Stunden pro Schicht angegeben. Die Verteilung auf die Wochentage ist jedoch nicht gleichmäßig. Montags, freitags und samstags werden in der Regel mehr Pfandartikel zurückgegeben. An diesen Tagen kann die Aufenthaltszeit 5 Stunden und mehr betragen. An den restlichen Tagen ist die Aufenthaltszeit geringen und liegt bei ca. 2-3 Stunden pro Schicht. An warmen Sommertagen kann es am Wochenende auch vorkommen, dass eine Person während der ganzen Schicht dort arbeitet.

Die Erfassung der Schimmelpilzkonzentrationen erfolgte anhand der IFA-Arbeitsmappe, Kennzahl 9424 „Verfahren zur Bestimmung der Schimmelpilzkonzentration in der Luft am Arbeitsplatz“.  Dabei handelt es um ein Filtrationsverfahren bei dem eine definierte Luftmenge über einen Filter gezogen wird, auf dem sich die Schimmelpilze abscheiden. Im Labor werden die Schimmelpilze auf Nährböden aufgebracht und bei 25 °C bebrütet. Auf den Nährböden bilden sich aus den Schimmelpilzsporen und Zellfragmenten Kolonien, die nach einer Zeit von 7 bis 14 Tagen gezählt werden. Aus der Zahl der Kolonien, die im Prinzip der Zahl der Schimmelpilze entspricht, und dem Volumen der Luft, die über die Filter gezogen wurde, kann dann die Konzentration der Schimmelpilze in der Luft errechnet werden. Die Angabe erfolgt entsprechend dem Bestimmungsverfahren als Kolonie bildende Einheiten pro Kubikmeter Luft (KBE/m³).

Die Messstrategie wurde auf der Grundlage der TRBA 405 „Anwendung von Messverfahren und technischen Kontrollwerten für luftgetragene biologische Arbeitsstoffe“ festgelegt. Da über die mögliche Konzentrationshöhe im Vorfeld keine Informationen vorlagen, wurden bei den Messungen sowohl das direkte als auch das indirekte Verfahren der Schimmelpilzkonzentration eingesetzt. Die Messungen erfolgten in der Regel personengetragen. Messtechnische Einzelheiten zum Projekt sind im Meßsystem Gefährdungsermittlung der Unfallversicherungsträger (MGU) hinterlegt.

Zusätzlich zu den Arbeitsplatzmessungen wurden Messungen in der unbelasteten Außenluft als Referenz durchgeführt.

Ergebnisse

Die Expositionsdauer und -häufigkeit unterliegt je nach Größe des Unternehmens und je nach Wochentag starken Schwankungen. In der Regel werden die Arbeitsbereiche nur zeitweise betreten, insbesondere wenn sich viele Flaschen angesammelt haben, die in die Kästen einzusortieren sind. An Tagen mit wenig Rückgabe beträgt die Aufenthaltszeit teilweise nur 1-2 Stunden, wohingegen in großen Rücknahmestationen am Wochenende Beschäftigte teilweise ständig arbeiten. Die Expositionsdauer ist auch abhängig vom Stand der Technik. In einem Unternehmen erfolgt die Rücknahme der Pfandartikel direkt beim Beschäftigten und nicht über Automaten. In solchen Fällen besteht eine regelmäßige und deutliche längere Exposition.

Die Arbeitsplatzmessungen des Messtechnischen Dienstes der BGHW ergaben eine durchschnittliche Expositionshöhe von 2.733 KBE/m³ und schwankte zwischen 291 und 9.550 KBE/m³. Die Messwerte liegen alle in einem niedrigen Bereich. Welche Faktoren für Schwankungen der Schimmelpilzkonzentration wesentlich verantwortlich waren, ließ sich nicht eindeutig klären. Eine Abhängigkeit von der Zahl der zurückgenommenen Pfandartikel konnte nicht beobachtet werden. So wurde die höchste Konzentration bei der Rücknahme der geringsten Anzahl an Pfandartikeln festgestellt. Da an Wochenenden in der Regel deutlich höhere Zahlen an Pfandartikeln zurückgegeben werden, ist es möglich, dass an solchen Tagen höhere Konzentrationen auftreten, die aber in einer vergleichbaren Größenordnung wie die bislang ermittelten Konzentrationen liegen dürften. Einen Einfluss kann möglicherweise die Raumlüftung aufweisen. Je nach hygienischem Zustand der Lüftungsanlage ist eine Beeinflussung der Schimmelpilzkonzentration möglich. Jedoch kann die Lüftung auch dazu beitragen, dass Schimmelpilze in begrenztem Ausmaß aufgewirbelt werden.

Bei den Tätigkeiten stand vor allem das Wechseln der Auffangbehälter unter den Kompaktoren im Verdacht, zu einer erhöhten Exposition zu führen, da zum einen in den Säcken eine hohe Zahl von Pfandflaschen enthalten ist, und zum anderen, weil beim Verschließen der Säcke die Luft aus diesen herausgepresst wird. Bei sechs Messungen wurde diese Tätigkeit mit berücksichtigt. In einem Fall wurde im Rahmen einer separaten Messung ermittelt, welchen Anteil diese Tätigkeit an der Belastung der Luft hat. Dabei wurde eine Konzentration von 1.326 KBE/m³ festgestellt, weshalb davon auszugehen ist, dass von dieser Tätigkeit keine erhöhte Exposition ausgeht. Die Schimmelpilzkonzentration in der Außenluft lag im Mittel bei 300 KBE/m³ mit Minima und Maxima von <79 bis 1.857 KBE/m³. Bei der Betrachtung der Außenluftkonzentrationen ist zu berücksichtigen, dass diese natürlichen Schwankungen unterliegen. In einer Studie des Institutes für Arbeitsschutz der DGUV, in die insgesamt 665 Messungen in der Außenluft eingegangen sind, wurden Konzentrationen zwischen 1 und 28.751 KBE/m³ festgestellt; die mittlere Konzentration betrug 1.584 KBE/m³ (Kolk et al., 2009).

Der Vergleich der Schimmelpilzkonzentrationen an den Arbeitsplätzen mit denen in der Außenluft zeigt, dass an den Arbeitsplätzen die Konzentrationen an Schimmelpilzen in einem Bereich liegen, wie er auch in der Außenluft vorkommt. Das Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung durch Schimmelpilze wird vor dem Hintergrund der vergleichsweise niedrigen Konzentrationen als gering eingeschätzt. Diese Einschätzung wird unterstützt durch die Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe zur Einstufung von Pilzen in Risikogruppen (TRBA 460). Demnach sind bislang nur von wenigen Pilzen allergene Wirkungen bekannt geworden und daher kann das allergene Potenzial allgemein als gering eingeschätzt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass längerfristiger, intensiver Kontakt mit luftgetragenen Pilzsporen in großer Dichte insbesondere bei bestehender Veranlagung (Atopie) zu einer Sensibilisierung bis hin zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen führen kann (TRBA 460). Da die Schimmelpilzkonzentrationen an den Arbeitsplätzen im Bereich der Hintergrundkonzentrationen liegen, sind die in der TRBA 460 genannten Voraussetzungen für die Entwicklung einer Sensibilisierung oder von allergischen Reaktionen weder im Hinblick auf die Dauer des Kontaktes noch im Hinblick auf die Dichte bzw. die Konzentration gegeben. Für Beschäftigte mit einer bestehenden Allergie gegen Schimmelpilze können allergische Reaktionen jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden; auch wenn die Wahrscheinlichkeit allergischer Reaktionen bei Konzentrationen im Bereich der Hintergrundbelastung sehr gering ist.

Auch eine toxische Wirkung durch Schimmelpilze bzw. durch Mykotoxine ist vor dem Hintergrund, dass die Konzentrationen im Bereich des natürlichen Hintergrunds liegen, nicht anzunehmen.

Mit Ausnahme der Schimmelpilzart Aspergillus fumigatus sind alle beobachteten Schimmelpilze in die Risikogruppe 1 eingestuft. D.h., es ist unwahrscheinlich, dass sie beim Menschen eine Infektionskrankheit verursachen, dies gilt auch für die Gattung Penicillium. Lediglich bei Personen mit stark geschwächtem Immunsystem kann eine Infektion durch Schimmelpilze nicht ganz ausgeschlossen werden. Auch bei dem Schimmelpilz Aspergillus fumigatus, der in die Risikogruppe 2 eingestuft ist, sind primär Personen mit geschwächtem Immunsystem gefährdet.

Die Tatsache, dass trotz der geringen Schimmelpilzkonzentrationen zumindest teilweise ein muffiger, schimmliger Geruch wahrzunehmen war, lässt sich auf die sehr geringe Wahrnehmungsschwelle dieser Gerüche zurückführen. D.h. selbst bei sehr geringen Konzentrationen an Geruchsstoffen, die von Schimmelpilzen gebildet werden, sind diese Gerüche bereits wahrnehmbar.

Schutzmaßnahmen

Vor dem Hintergrund der geringen Gefährdung sind bei der Rücknahme von Pfandartikeln keine besonderen Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Es ist jedoch erforderlich, die allgemeine Arbeitsplatz- und Körperhygiene einzuhalten.

Unangenehme Gerüche, wie die nach Schimmelpilzen, werden meistens mit einer Gesundheitsgefährdung verbunden und können einen wirksamen Auslöser von Befindlichkeitsstörungen darstellen. Die Gerüche selbst bzw. die Geruchsstoffe stellen in der Regel keine Gesundheitsgefährdung dar. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass unangenehme Gerüche durch eine entsprechende Erwartungshaltung zur Wahrnehmung vielfältiger gesundheitlicher Symptome führen können. Vor diesem Hintergrund erhält die Durchführung regelmäßiger Reinigungsmaßnahmen zusätzliches Gewicht.

Unabhängig von der Belastung durch Schimmelpilze ist bei der Rücknahme von Pfandartikeln darauf zu achten, dass Schnittverletzungen an Flaschen verhindert werden. Augenmerk ist auch auf die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze zu legen. Dazu zählt beispielsweise, dass die Greiftiefe für das Erreichen der Flaschen nicht zu groß ist. Ein weiterer Aspekt ist die Anordnung der Kästen, die nicht in Kopfhöhe angebracht werden sollen.

Diese Aspekte, aber auch die Möglichkeit einer leichten Reinigung und Wartung, sind bereits bei der Planung von Rücknahmeanlagen und -bereichen für Pfandartikel zu berücksichtigen. Hierfür sowie für weitere Fragen zu diesem Thema steht Ihnen die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik gerne beratend zur Verfügung. Im Bedarfsfall können durch den Messtechnischen Dienst entsprechende Messungen vorgenommen werden.