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„Auf keinen Fall den Helden spielen“

Am 6. März hat die BGHW ein Fachforum zu Raubstraftaten im Handel veranstaltet. Ein neues Video fasst die wichtigsten Inhalte zusammen.
„Auf keinen Fall den Helden spielen“

Auf dem Podium: Thomas Görgen, Martin Kögler, Karl-Josef Thielen, Dorothea Kraft und Holger Lamprecht (v.li.)

An dem Fachforum unter dem Titel „Raubstraftaten im Handel – Wie wirksam sind Präventionsmaßnahmen?“ stellten hochkarätigen Referenten die Ergebnisse des BGHW-Forschungsprojekts in Kooperation mit der Deutschen Hochschule der Polizei vor. Sie diskutierten mit rund 120 Teilnehmenden aus Groß- und Einzelhandel über die praktischen Aspekte von Prävention von Raubstraftaten sowie die Rehabilitation nach einem solchen Überfall.

Das Video fasst die wichtigsten Hintergrundinformationen zusammen: Mit Technik und Prävention im Vorfeld kann bereits viel getan werden, zum Beispiel durch regelmäßige Bargeldabschöpfung oder Videoüberwachung. Doch stößt diese Art von Prävention auch auf ihre Grenzen – etwa dort, wo Täter und Täterinnen spontan handeln. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Raubsituation sollten dann „auf keinen Fall den Helden spielen und sich dem Täter entgegenstellen“, erläutert Professor Dr. Thomas Görgen von der Deutschen Hochschule der Polizei, der die Studie geleitet hat. Da es sich dabei jedoch meist um hochemotionale Situationen handele, müsse das Verhalten im Ernstfall mittels Schulungen geübt und einstudiert werden.

Auch die Sekundärprävention der BGHW – also die Maßnahmen nach einem Raubüberfall – wurden bei dem Fachforum vorgestellt. So nimmt die BGHW in einem bis dato einmaligen Verfahren spätestens 48 Stunden nach dem Ereignis Kontakt zu den Opfern auf und stellt schnell und unbürokratisch therapeutische Hilfe zur Verfügung.

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