Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sie sind hier: Startseite / Presse / Aktuelles / Nachrichten der BGHW / allgemeine Nachrichten / Vorsicht bei Dienstreisen ins außereuropäische Ausland

Vorsicht bei Dienstreisen ins außereuropäische Ausland

Gegen das Zika-Virus gibt es weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe.

Vorsicht bei Dienstreisen ins außereuropäische Ausland

© Fotolia.com - jarun011

Nach Aussage der WHO verdichten sich die Hinweise, dass es durch Infektionen mit dem Zika-Virus während der Schwangerschaft zu Fällen von Mikrozephalie (abnormal kleiner Kopfumfang) bei Neugeborenen kommt, die häufig mit schwerer geistiger Behinderung einhergeht.

Das Zika-Virus gehört zur Gattung Flavivirus der Familie Flaviviridae und wird durch Aedes-Stechmücken auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Schwerpunkte der Zika-Übertragung stellen aktuell Mittel- und Südamerika sowie einige pazifische Inseln Ozeaniens dar. Aktuelle Meldungen berichten allerdings in Einzelfällen von einer Übertragung von Mensch zu Mensch durch Sexualkontakt. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Zika-Viren über die Muttermilch weitergegeben werden können. Schwerpunkte der Zika-Übertragung stellen aktuell Mittel- und Südamerika sowie einige pazifische Inseln Ozeaniens dar. Weitere Informationen enthält das Zika-Merkblatt des Auswärtigen Amtes (pdf, 242 KB). Eine aktuelle Übersicht finden Sie auf der Seite des European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) zu Zika-Virusinfektionen.

Erste Symptome sind Fieber, Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Entzündung der Augenbindehaut sowie seltener Muskel- bzw. Kopfschmerzen und Erbrechen.

Die Infektion kann jedoch auch asymptomatisch auftreten, d.h. nur mit milden Symptomen oder sogar ohne Symptome.

Gegen diese Infektionserkrankung ist derzeit weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe möglich.

Die Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und das Auswärtige Amt haben Empfehlungen für Reisende in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ausgesprochen.

Schwangere sollten möglichst von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen Abstand nehmen. Während einer unvermeidbaren Reise ist auf die konsequente Ein-haltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen zu achten z. B.

  • lange bedeckende, möglichst helle Kleidung,
  • mehrmals täglich Auftragen von Repellentien auf unbedeckte Hautflächen,
  • Aufenthalt in mittels Klimaanlage und Fliegengitter mückensicheren Räumen beispielsweise
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz.

Insbesondere schwangeren Reisenden wird eine Beratung durch einen Tropen- oder Reisemediziner mit Kenntnis der jeweiligen aktuellen epidemiologischen Situation vor Abreise dringend empfohlen.

Weitere Hinweise zu Zika-Virusinfektionen werden vom Robert Koch Institut veröffentlicht.

Quelle: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

abgelegt unter: