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BGHW-Fachforum: Geschulte Mitarbeiter können gefährliche Situationen entschärfen

120 Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei BGHW-Veranstaltung in Berlin - Thema: Prävention von Raubüberfällen im Handel
BGHW-Fachforum: Geschulte Mitarbeiter können gefährliche Situationen entschärfen

Auf dem Podium: Thomas Görgen, Martin Kögler, Karl-Josef Thielen, Dorothea Kraft und Holger Lamprecht (v.li.)

(Berlin, 6. März 2017) Die Prävention von Raubüberfällen stand im Mittelpunkt eines Fachforums der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) am heutigen Montag in Berlin. Vorgestellt wurde eine aktuelle Studie der BGHW und der Deutschen Hochschule der Polizei, die Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Unter der Fragestellung „Raubstraftaten im Handel – wie wirksam sind Präventionsmaßnahmen?“ stellten hochkarätige Referenten die Ergebnisse des Forschungsprojekts vor und diskutierten anschließend mit den rund 120 Teilnehmenden über die praktischen Aspekte von Prävention und Rehabilitation.   

Dr. Stefan Wiltz, Vorsitzender des Präventionsausschusses der BGHW, eröffnete die Veranstaltung. Er berichtete über die Entstehungsgeschichte des Forschungsprojekts und stellte die Bedeutung der Kooperation mit der Polizei heraus. Für ihn zeigt die Studie außerdem eindrucksvoll, dass es sich für Unternehmen lohne in Präventionsmaßnahmen zu investieren. „Das Überfallrisiko wird gesenkt. Kunden und Beschäftigte fühlen sich sicherer“, so Wiltz. Auch die gute Schulung des Personals ist für Wiltz ein wichtiger Aspekt der Prävention: „Geschulte Mitarbeiter können sehr viel dazu beitragen, gefährliche Situationen zu entschärfen.“

Professor Thomas Görgen von der Deutschen Hochschule der Polizei ging in seinem Vortrag näher auf die Ergebnisse der Studie ein und erläuterte die wissenschaftliche Methodik. Er beschrieb die typischen Muster, nach denen ein Raubüberfall abläuft: Die meisten Fälle ereigneten sich in den Abendstunden, kurz vor oder nach Ladenschluss. Görgen: „Die Täter bevorzugen nicht nur den Schutz der Dunkelheit, sondern wählen auch die Zeitpunkte, an denen möglichst wenig Kunden und Beschäftigte im Geschäft sind.“

Martin Kögler, Referent medizinische Rehabilitation bei der BGHW, stellte anschließend die psychologische Soforthilfe der BGHW vor. Seiner Einschätzung nach wird die Bedeutung der psychologischen Betreuung von Opfern nach Raubstraftaten, aber auch nach Attentaten wie auf den Berliner Weihnachtsmarkt immer wichtiger. „Unser oberstes Ziel ist es dabei immer, den betroffenen Versicherten schnell, unbürokratisch und effektiv zu helfen“, so Kögler.

In der abschließenden Podiumsdiskussion erläuterte Moderator Karl-Josef Thielen, Leiter der BGHW-Unternehmenskommunikation, mit seinen Gästen, wie die Empfehlungen der Studie in die Praxis umgesetzt werden können.  Mit auf dem Podium saßen, neben Professor Görgen und Reha-Fachmann Kögler, Holger Lamprecht, Fachkraft für Arbeitssicherheit bei Aral in Bochum, sowie Dorothea Kraft, BGHW-Referentin Verkaufsstellen im Fachbereich Handel und Logistik.

Über die BGHW

Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) ist Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung für Unternehmen der Branchen Einzelhandel, Großhandel und Warenverteilung. Sie betreut bundesweit rund 5,2 Millionen Versicherte in rund 404.000 Unternehmen. Primäre Aufgabe ist die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten; auch finanzielle Entschädigung für Hinterbliebene zählt zum Aufgabenfeld. Bei Arbeitsunfällen und bei Berufskrankheiten sorgt die BGHW dafür, dass die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten mit allen geeigneten Mitteln wiederhergestellt werden. Der Kreis der Versicherten umfasst die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Mitgliedsunternehmen der BGHW. Für Unternehmerinnen und Unternehmer besteht die Möglichkeit, sich freiwillig bei der BGHW zu versichern.

Pressekontakt:

Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW)
Unternehmenskommunikation
Siegrid Becker
Tel.: 0621-1835960
Fax: 0621-183-5999
E-Mail: s.becker@bghw.de