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Sommerzeit: sicher mit dem Auto unterwegs

Sommerhitze kann beim Autofahren gefährlich werden – sei es auf dem Arbeitsweg oder in der Freizeit. Gute Vorbereitung und rücksichtsvolle Fahrweise sind gefragt. Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) gibt Tipps, um auch in der warmen Jahreszeit sicher ans Ziel zu kommen.

Vielen Pendlern, aber auch Urlaubern, die weite Wege mit dem Auto zurücklegen, macht die sommerliche Hitze zu schaffen. Steigen die Temperaturen, leidet die Konzentration. Verkehrsteilnehmer brauchen oft länger, um zu reagieren. Andere wiederum sind gereizt, ungeduldig und legen eine aggressive Fahrweise an den Tag. Damit steigt das Unfallrisiko.

Sicherheit geht vor

„Grundsätzlich ist es ratsam, im Straßenverkehr so umsichtig und rücksichtsvoll wie möglich zu fahren. Gerade bei Hitze sollte man mit den Fehlern der anderen rechnen“, sagt Ulrich Süßner, Referatsleiter Verkehrssicherheit und Transport bei der BGHW. Die Devise lautet: gelassen sein und defensiv fahren, denn Sicherheit geht vor. In kritischen Situationen bedeutet das, nicht unbedingt auf das eigene Recht zu bestehen. Das heißt zum Beispiel, auch mal anderen die Vorfahrt zu lassen, obwohl man sie selbst hat.  

Durchlüften und vor Sonne schützen

Vor der Fahrt ein Muss: das Auto gut durchlüften! Dazu die Türen aufmachen, damit die gestaute Hitze entweichen kann. Lüftungsdüsen sollten nicht direkt auf den Körper ausgerichtet werden, um Zugluft zu vermeiden. Zum Parken eignet sich am besten ein schattiger Ort. Die Autoscheiben können beim Parken auch mit einem Wärmeschutz abgedeckt werden. Außerdem sollten Autofahrende immer eine Sonnenbrille in passender Sehstärke und mit gutem UV-Schutz dabei haben.

Reifendruck am besten „kalt“ kontrollieren

Der richtige Reifendruck ist entscheidend für das Fahrverhalten des Autos und damit für die Sicherheit der Insassen. Die Regel lautet: den Reifendruck am besten überprüfen,  wenn der Reifen noch „kalt“ ist. Im Vorfeld sollten weniger als zehn Kilometer zurückgelegt worden sein.  Die Reifen müssen immer so befüllt werden, wie es die Hersteller empfehlen. „Selbst wenn der Reifendruck im Sommer ansteigt, ist das kein Grund, Luft abzulassen“, warnt Süßner.  Denn zu wenig Luftdruck erhöhe nicht nur den Spritverbrauch, sondern könne auch zum Platzen des Reifens führen.

Ausreichend trinken und rasten

Gerade im Sommer ist es wichtig, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, damit der Kreislauf in Schwung bleibt. Ausreichend Trinkvorräte gehören in jedes Auto – am besten Wasser. Das gilt vor allem für längere Fahrten, bei denen die Staugefahr erhöht ist. Ebenso rät Süßner dazu, rechtzeitig Pausen einzulegen. Denn Müdigkeit oder gar Sekundenschlaf am Steuer führt mitunter zu schweren Unfällen.

 Klimaanlage richtig einstellen

Eine Klimaanlage muss richtig eingestellt sein, damit der Kühleffekt nicht zur Unterkühlung führt. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt eine Temperatur von 21 bis 23 Grad Celsius. Bei extrem hohen Außentemperaturen kann die Einstellung auch etwas höher sein. Damit die Klimaanlage nicht zur übelriechenden Bakterienschleuder mutiert, sollte sie ein paar Minuten vor Fahrtende abschaltet werden, um sie auszutrocknen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Klimaanlage regelmäßig warten zu lassen.

Nicht randvoll tanken

Je wärmer es wird, desto mehr dehnen sich Flüssigkeiten aus – so auch der Sprit. Hier lautet die Regel: bei sommerlichen Temperaturen nicht randvoll tanken! Die Gefahr dabei ist, dass der Kraftstoff überlaufen und sich entzünden könnte.   „Deshalb sollte nicht noch weiter getankt werden, nachdem die Abschaltautomatik an der Zapfsäule den Tankvorgang bereits beendet hat“, rät Süßner.

Wiese und Wald: Achtung Brandgefahr!

Apropos Brandgefahr: Im Sommer sollte das Auto nicht auf Wiesen, Feldern oder im Wald geparkt werden. Denn trockenes, vor allem hoch stehendes Gras sowie Gehölz kann sich durch einen heißen Katalysator oder Auspuff schnell entzünden und ein Feuer entfachen.

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