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Beitragsberechnung 2017

Die Festlegung des Beitrages erfolgt nach gesetzlich vorgegebenen Berechnungsverfahren.

I. Berechnung des Beitragsfußes für den "Beitrag nach Gefahrtarif"

Die Festlegung des Beitrags erfolgt nach gesetzlich vorgegebenen Berechnungsverfahren. Die maßgeblichen Faktoren sind:

  • der Finanzbedarf (Umlagesoll) nach Gefahrtarif
  • die Beitragseinheiten
  • das Gesamtarbeitsentgelt und die Versicherungssummen
  • die Gefahrklassen
  • der Beitragsfuß

Finanzbedarf (Umlagesoll) nach Gefahrtarif

Das Umlagesoll umfasst den gesamten Finanzbedarf, der gefahrklassenbezogen verteilt wird. Der Finanzbedarf ergibt sich aus den Ausgaben der Berufsgenossenschaft und dem zu berücksichtigenden Anteil an der Lastenverteilung.

Nähere Informationen über die Lastenverteilung

Berechnung der Beitragseinheiten

Die Beitragseinheiten sind eine Rechengröße, die für die Aufteilung des Umlagesolls auf die einzelnen Mitgliedsunternehmen erforderlich ist. Sie werden aus der Multiplikation der Arbeitsentgelte bzw. der Versicherungssummen mit den jeweiligen Gefahrklassen aller Unternehmen ermittelt.
Das Gesamtarbeitsentgelt der Mitgliedsbetriebe beträgt 129.304.694.429 Euro (+ 3,6 % zum Vorjahr). Die Versicherungssumme der Unternehmer ist mit 2.625.032.038 Euro um 8,4 % zurückgegangen. Die Summe aus beiden liegt mit 131.929.726.467 Euro um 3,4 % über der des Vorjahres.
Die Gefahrklasse ist ein Maß für das Unfall- und Gesundheitsrisiko (Gefährdungsrisiko) eines Gewerbezweigs und wird spätestens alle sechs Jahre von der Berufsgenossenschaft den aktuellen Verhältnissen angepasst. Die Gewerbezweige werden durch die Gefahrklassen entsprechend ihrem Gefährdungsrisiko am Beitragsaufkommen beteiligt. Dies dient der Beitragsgerechtigkeit.

Berechnung des Beitragsfußes

Der Beitragsfuß ist der Betrag, den ein Unternehmer pro 1000 Euro Arbeitsentgelt- und Versicherungssumme bezahlen müsste, wenn sein Unternehmen der Gefahrklasse 1 zugeordnet wäre. Er wird nach folgender Formel berechnet:

(Umlagesoll x 1000) / Beitragseinheiten aller Unternehmen = Beitragsfuß 

Der Finanzbedarf „Beitrag nach Gefahrtarif “ beträgt 996.771.394,18 Euro.

(Finanzbedarf "Beitrag nach Gefahrtarif" x 1000) / Beitragseinheiten aller Unternehmen = Beitragsfuß 

(996.771.394,18 Euro x 1000) / 256.239.432.952 Euro = 3,89 Euro

Der Vorstand hat beim „Beitrag nach Gefahrtarif “ für 2017 einen Beitragsfuß von 3,89 Euro festgesetzt. Der Mindestbeitrag beträgt 60 Euro. Er wird erhoben, wenn der regulär berechnete Beitrag unter dem Mindestbeitrag liegt.

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II. Berechnung des Beitragsfußes für den "Beitrag nach Entgelten"

Bei dem „Beitrag nach Entgelten“ handelt es sich um die Lastenverteilung (Überaltlast nach Entgelten). Der Finanzbedarf (Umlagesoll) für 2017 betrug 228.124.913,89  Euro.

 (Finanzbedarf "Beitrag nach Entgelten" x 1000)/Beitragspflichtiges Entgelt der Unternehmen = Beitragsfuß

(228.124.913,89 Euro x 1000) / 104.708.575.172 Euro = 2,18 Euro

Der Vorstand hat beim „Beitrag nach Entgelten“ für 2017 einen Beitragsfuß von 2,18 Euro festgesetzt.

Berechnung Ihres Mitgliedsbeitrages

I. "Beitrag nach Gefahrtarif":

Hierzu werden die Arbeitsentgelte Ihres Unternehmens oder die Versicherungssumme Ihrer Versicherung, die Gefahrklasse (GK) des Gewerbezweiges, dem Ihr Unternehmen angehört, und der Beitragsfuß (BF) für 2017 miteinander multipliziert und durch 1000 geteilt:

((Arbeitsentgelt oder Versicherungssumme) x GK x BF)/1000 = Beitrag nach Gefahrtarif

II. "Beitrag nach Entgelten"

Die Berechnung Ihres „Beitrags nach Entgelten“ erfolgt nach folgender Formel:

(Arbeitsentgelt x BF)/1000 = Beitrag nach Entgelten

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Der Beitragsbescheid - wichtige Hinweise

Mehrere Beitragsbescheide

Versicherungen für Unternehmer und Ehegatten werden jeweils unter einer eigenen Mitgliedsnummer geführt; für sie werden separate Beitragsbescheide verschickt.

Beitragsfuß

Der Beitragsfuß ist der vom Vorstand auf je 1000 € Arbeitsentgelt festgesetzte Beitrag in der Gefahrklasse 1.

Zahlungsfristen

Die Beiträge müssen bis zum 15. Mai 2018 dem Konto der Berufsgenossenschaft gutgeschrieben sein.

Ratenzahlung / Stundung

Die in Rechnung gestellten Beiträge decken die Ausgaben des abgelaufenen Kalenderjahres. Im Gegensatz zu anderen Berufsgenossenschaften erhebt die BGHW keine Beitragsvorschüsse. Daher müssen die Beiträge fristgerecht gezahlt werden. Nur in wenigen begründeten Ausnahmefällen besteht nach dem Gesetz die Möglichkeit zu einer Ratenzahlung oder Stundung, wenn der Anspruch hierdurch nicht gefährdet ist. Diese kann nur gegen Verzinsung und in der Regel gegen Sicherheitsleistung gewährt werden. Begründete Anträge müssen vor Fälligkeit des Beitrags schriftlich gestellt werden.

Lastschriftverfahren

Wenn Sie am Lastschriftverfahren teilnehmen, haben Sie folgende Vorteile:

  • Die Beiträge werden erst zum Fälligkeitszeitpunkt abgebucht.
  • Die Beiträge gehen rechtzeitig ein; die gesetzlich vorgeschriebenen Säumniszuschläge von ein Prozent pro Monat werden dadurch vermieden.

Vorgedruckte Einzugsermächtigungen sind dem Beitragsbescheid beigefügt. Senden Sie bitte die Einzugsermächtigung so rechtzeitig zurück, dass sie uns spätestens zum 8. Mai 2018 vorliegt. Die Einzugsermächtigung kann auch online erteilt werden. Gehen Sie hierzu unter www.bghw.de ins Extranet. Die notwendigen Zugangsdaten wurden Ihnen bereits zugesandt oder können bei der BGHW angefordert werden.

Überweisungen

Bitte verwenden Sie den Überweisungsträger, den wir dem Bescheid beigefügt haben. Legen Sie diesen rechtzeitig Ihrem Geldinstitut vor, da der Zahlweg einige Tage in Anspruch nimmt. Bei Online-Überweisungen bitte unbedingt die jeweilige Mitgliedsnummer angeben.

Scheckzahlungen

Von Scheckzahlungen bitten wir wegen des damit verbundenen Verwaltungsaufwandes abzusehen. Sollten Sie dennoch ausnahmsweise diese Zahlungsart wählen, muss der Scheck spätestens am 5. Mai 2018 der Berufsgenossenschaft zugegangen sein.

Vorsteuerabzug

Die Berufsgenossenschaft ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts nicht mehrwertsteuerpflichtig. Aus diesem Grund ist in unseren Beitragsbescheiden keine Mehrwertsteuer ausgewiesen und auch keine Steuernummer vermerkt. Ein Abzug von Vorsteuern bei Zahlungen an uns kann deshalb nicht vorgenommen werden.

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