Allgemeines zum Coronavirus

Welche Anforderungen für Sicherheit und Gesundheit muss jeder Betrieb kennen? Wie schützt man sich am besten und welche Quellen bieten seriöse Informationen? Hier finden Sie wichtige Antworten.

Wie kann man sich allgemein vor Infektionen schützen?
  • Waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände, vor allem wenn Sie Oberflächen berührt haben, die ständig von anderen Personen berührt werden, etwa Haltestangen in der U-Bahn oder in Bussen. Achten Sie beim Händewaschen insbesondere auf die Fingerspitzen, da diese am ehesten im Gesicht und auf den Schleimhäuten landen. Hinweise zum richtigen Händewaschen finden Sie auf www.infektionsschutz.de.
  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und durch gesunde Ernährung mit frischem Obst.
  • Lüften Sie regelmäßig.
  • Meiden Sie größere Menschenansammlungen.
  • Niesen und husten Sie in ein Taschentuch oder in die Armbeuge.
  • Fassen Sie sich nach Möglichkeit nicht ins Gesicht, vermeiden Sie die Berührung der Schleimhäute im Bereich von Augen, Mund und Nase.
  • Halten Sie Abstand zu Personen, die niesen oder husten (mindestens zwei Meter).
  • Haben Sie den Verdacht, sich möglicherweise mit Coronaviren angesteckt zu haben, sollten Sie unbedingt zu Hause bleiben und einem Arzt telefonisch von Ihrem Verdacht erzählen. So vermeiden Sie, ein volles Wartezimmer zu betreten. Wenn möglich, sollten Sie auch nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arzt fahren, um keine anderen Menschen anzustecken.
  • Informieren Sie sich über die zuständigen staatlichen Institutionen. In den sozialen Netzwerken kursieren viele falsche Informationen.

Für besonders gefährdete Personen, wie z.B.

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck)
    • der Lunge (z.B. Asthma, chronische Bronchitis)
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
    • Patienten mit einer Krebserkrankung
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z.B. Cortison)

ist es besonders wichtig, diese Schutzmaßnahmen konsequent umzusetzen. 
(Nähere Infos siehe Steckbrief zu SARS-CoV-2 des RKI

In diesen Fällen sollte mit dem Arzt geklärt werden, ob eine Grippeschutzimpfung erfolgen sollte.

Stand: 01.04.2020 

Wie lange überleben Coronaviren auf Oberflächen?

In Publikumsmedien wird immer wieder darauf verwiesen, dass Coronaviren bis zu neun Tagen auf Oberflächen überleben können. Eine nähere Betrachtung der Ergebnisse zeigt, dass die Angaben zur Überlebensfähigkeit von Coronaviren auf verschiedenen Oberflächen in einem weiten Bereich zwischen zwei Stunden und bis zu 9 Tagen schwanken. Wie lange Coronaviren auf Oberflächen überleben können, hängt wesentlich von der Menge an Flüssigkeit ab, in der sich die Viren befinden. Mit dem Berühren von Oberflächen mit den Händen wird nur sehr wenig Flüssigkeit auf die Oberfläche übertragen, was zusätzlich gegen ein längeres Überleben von Coronaviren auf Oberflächen spricht.

Dazu muss man wissen: Die Ergebnisse der zugrunde liegenden Studien basieren auf sehr unterschiedlichen Untersuchungen. Teilweise wurden verschiedene Materialien mit Coronaviren kontaminiert und anschließend für unterschiedliche Zeiträume bebrütet. In anderen Studien wurden Oberflächen mit Viren kontaminiert und bei Raumtemperaturen trocknen gelassen. Ob die Viren nach den unterschiedlichen Zeiträumen noch infektiös waren, wurde nur an Zellkulturen ermittelt. Eine Übertragbarkeit dieser Studien auf reale Bedingungen ist nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Meist gar nicht in den Medien erwähnt wird zudem eine andere Studie: Sie hat eine mittlere Halbwertszeit von knapp einer Stunde für Coronaviren auf Kunststoff- und Stahloberflächen ermittelt.

Stand 30.03.2020

Besteht Infektionsgefahr beim Berühren anderer Oberflächen?

Oberflächen, die ständig angefasst werden, etwa Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln, können kontaminiert sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass von dort Viren auf die Hände und anschließend auf die Schleimhäute des Mundes, der Nase oder der Augen übertragen werden können, ist höher als bei Postsendungen oder importierten Waren.

Weitere Hinweise zu einer potenziellen Infektionsgefährdung durch importierte Produkte hat das Bundesinstitut für Risikobewertung auf der Basis aktueller Informationen zusammengestellt.

Stand 30.03.2020

Wo gibt es weitere Informationen?

Derzeit zeigt das Erkrankungsgeschehen sowohl bei den Infektionen durch das neuartige Coronavirus als auch bei den Grippeviren eine deutliche Dynamik. Deshalb sollten Sie regelmäßig die Informationen auf den nachfolgenden Seiten verfolgen.

Robert-Koch Institut zu medizinischen Informationen

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zu Arbeitsschutzmaßnahmen

Auswärtiges Amt zu Reisehinweisen 

Europäisches Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC)

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Aktuelles zum Corona-Virus SARS-CoV2

infektionsschutz.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) 

Stand 30.03.2020

Hygiene-Tipps: Informationen in anderen Sprachen

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