Ernährung und Abwehrkräfte

Die dunkle, nasskalte Jahreszeit im Zusammenwirken mit Bewegungsmangel, einseitiger Ernährung und Eintönigkeit im Homeoffice wirken sich ungünstig auf Wohlbefinden und Fitness aus und können das Immunsystem schwächen. Gerade jetzt ist es sinnvoll, gegenzusteuern und die Abwehrkräfte zu stärken. Eine gezielte Ernährung, die aktiv vor einer Infektion schützen könnte, gibt es leider nicht. Für ein gut aufgestelltes Abwehrsystem ist aber eine ausgewogene Ernährung mit genügend Vitaminen eine wichtige Voraussetzung.

Was zeichnet gute Ernährung aus?

Gute Ernährung beschränkt sich nicht darauf, dass das Essen gut schmeckt und satt macht. Wichtig ist eine ausgewogene Zusammenstellung, um den Körper nicht nur mit Kohlehydraten, Fett und Eiweiß, sondern auch mit wichtigen Vitaminen und Spurenelementen zu versorgen. Was Ausgewogenheit bedeutet, hängt dabei auch von der grundsätzlichen Art der Ernährung ab und wird z. B. bei fleischhaltiger, vegetarischer oder veganer Ernährungsweise unterschiedlich erreicht. Zu diesen Themen gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht nur Informationen, sondern auch gute Umsetzungshinweise und Rezepte heraus. Dazu gehört auch die Auswahl der Getränke: Diese sollen den Durst löschen, ohne den Körper mit zusätzlichen Kalorien zu belasten. Besonders gut geling eine gute Flüssigkeitsversorgung mit Wasser, ungesüßten Früchte- und Kräutertees und verdünnten Säften.

Stand: 03.03.2021 

Spielen Vitamine im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 eine besondere Rolle?

Verschiedene Vitamine haben eine große Bedeutung für das reibungslose Funktionieren der komplizierten Abläufe bei der Immunantwort und Entzündungsreaktionen. In den Medien wird aktuell die Wichtigkeit von Vitamin D im Zusammenhang mit COVID-19 diskutiert. Bei gesunden Erwachsenen und Kindern ist der menschliche Körper diesbezüglich Selbstversorger, weil neben der Aufnahme über die Nahrung vor allem die Haut in der Lage ist, Vitamin D unter Einwirkung von Sonnenlicht in ausreichender Menge zu bilden. Bei sehr geringen Aufenthaltszeiten im Freien insbesondere in der dunklen Jahreszeit kann dieser Versorgungsweg aber unzureichend sein – dies betrifft insbesondere Menschen, die sich selten im Freien aufhalten  bzw. aufhalten können, etwa weil sie immobil oder pflegebedürftig sind. Für Menschen, bei denen tatsächlich ein Risiko für einen Vitamin-D-Mangel besteht, gibt es eine Empfehlung für eine zusätzliche Einnahme einer maßvollen Menge dieses Vitamins. Es ist aber nicht zu empfehlen, ohne vorherige ärztliche Beratung hochdosierte Vitaminpräparate einzunehmen, da es bei Überdosierung zu unerwünschten Wirkungen kommen kann.

Stand 03.03.2021

Ist der Verzehr von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll?

Verschiedentlich werden Nahrungsergänzungsmittel beworben, die angeblich vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen oder denen spezielle gesundheitsfördernde Wirkungen mit Bezug auf eine COVID-19-Erkrankung zugeschrieben werden. Solcherlei Wirkungen sind bislang wissenschaftlich nicht belegbar und dürfen daher auch nicht behauptet werden. Von Kauf und Anwendung solcher Mittel mit speziellem „Corona-Bezug“ kann deshalb nur abgeraten werden.

Stand 03.03.2021

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