In welchen Fällen liegt der Verdacht nahe, dass die Infektion im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit erfolgt ist?

Der Verdacht liegt nahe, wenn die infizierte Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter einen intensiven beruflichen Kontakt  mit einer Indexperson (Person, die nachweislich mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 infiziert ist) hatte. Hierbei kommt es vor allem auf die Dauer und die Intensität des Kontaktes im konkreten Einzelfall an.

Entsprechendes gilt, wenn die Infektion nachvollziehbar auf dem Weg zur oder von der Arbeit erfolgt ist. Insbesondere ist hier an vom Unternehmen organisierte Gruppenbeförderung oder Fahrgemeinschaften von Versicherten zu denken.

Lässt sich keine konkrete Indexperson feststellen, kann im Einzelfall auch das Vorhandensein einer größeren Anzahl nachweislich infizierter Personen innerhalb eines Betriebs oder einer Einrichtung ausreichen. Diese Fallgruppe ist zum Beispiel einschlägig bei den bekannten Fällen des Massenausbruchs in der Fleischindustrie.

Infektionen, die in grundsätzlich unversicherten Lebensbereichen (z. B. beim Kantinenbesuch oder in Gemeinschaftsunterkünften) eintreten, können nur in eng begrenzten Ausnahmefällen als Arbeitsunfälle gelten. Voraussetzung ist, dass dort eine gesteigerte Infektionsgefahr bestand, die der unternehmerischen Sphäre zuzurechnen ist. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn SARS-CoV-2- Arbeitsschutzregeln nicht eingehalten werden konnten.

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