Arbeiten am Telearbeitsplatz/im Homeoffice

Ob im privaten Arbeitszimmer oder im Hotelzimmer – die Berufsgenossenschaft versichert auch Arbeiten außerhalb des Unternehmens, solange der Bezug zum Betrieb eindeutig ist.

Immer mehr Angestellte arbeiten nicht mehr im Betrieb, sondern von zu Hause aus, beispielsweise an fest eingerichteten Telearbeitsplätzen, im Homeoffice oder sie erledigen ihre Arbeit unterwegs. Während ihrer dienstlichen Tätigkeit sind sie versichert – genau wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. Es gelten aber einige Besonderheiten.

Arbeitszimmer

  • Steht dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin ein eigenes Zimmer im Wohnbereich zur Verfügung, beschränkt sich der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung auf Unfälle in diesem Arbeitszimmer (Büro). Vorausgesetzt, zum Unfallzeitpunkt wurde eine betriebsbezogene und keine private Tätigkeit verrichtet.  
  • Unfälle im übrigen Bereich der Wohnung oder des Hauses sind nicht versichert. Der Versicherungsschutz beginnt mit dem Durchschreiten der Eingangstür des Arbeitszimmers und endet mit dessen Verlassen.

 

Räume für private und berufliche Nutzung

  • Ereignet sich der Unfall in Räumen, die gleichzeitig privat und beruflich genutzt werden, muss belegt werden, dass der Unfall tatsächlich bei einer beruflichen Tätigkeit geschehen ist. Die Abgrenzung des Versicherungsschutzes ist in solchen Fällen schwierig. 
  • Für betriebliche Wege innerhalb dieser Räume kann Versicherungsschutz bestehen, wenn die Handlungstendenz darauf gerichtet ist, eine dem Unternehmen dienende Tätigkeit auszuüben. Entscheidend sind die objektiven Umstände des Einzelfalles. Die bloße Absicht, die versicherte Tätigkeit am häuslichen Arbeitsplatz auszuüben oder fortzusetzen, reicht nicht aus, um den Weg zwischen einem Wohnraum oder einem kombinierten Wohn-/Arbeitszimmer unter Versicherungsschutz zu stellen.

 

Wege zwischen Betrieb und häuslichem Arbeitsplatz 

  • Versichert sind auch Wege vom häuslichen Arbeitsplatz in die Firma, z. B. um gefertigte Arbeiten dort abzuliefern oder an einer Besprechung teilzunehmen. 
  • Der Versicherungsschutz beginnt nicht mit dem Verlassen des Arbeitszimmers, sondern erst mit dem Durchschreiten der Außentür des Wohngebäudes.

 

Mobiles Arbeiten

  • Auch mobile Arbeit, die unter Nutzung von Bildschirmgeräten unterwegs erledigt wird, ist gesetzlich unfallversichert.
  • Der Versicherungsschutz besteht, solange die Tätigkeit betriebsbezogenen Zwecken dient. Versichert sind ebenfalls die hierfür erforderlichen Wege. Grundsätzlich gilt auch hier: Versichert sind alle Tätigkeiten, die in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Beschäftigungsverhältnis stehen. Entscheidend ist die Handlungstendenz der versicherten Person.

Ob ein Arbeitsunfall vorliegt, muss je nach Einzelfall entschieden werden.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Schauen Sie auch in unsere Übersicht aller häufig gestellten Fragen. Nachfolgend aufgelistet sind alle FAQ zum Thema "Arbeiten an Telearbeitsplätzen/im Homeoffice"
Telearbeit, Homeoffice und mobiles Arbeiten – Wie bin ich versichert?

Der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung beschränkt sich zu Hause grundsätzlich auf Unfälle im Arbeitszimmer. Wege von und zur Firma, um z. B. an einer Besprechung teilzunehmen, sind versichert. Der Versicherungsschutz beginnt und endet in der Regel mit dem Durchschreiten der Außentür des Wohngebäudes.
Beim mobilen Arbeiten unter Nutzung von Bildschirmgeräten unterwegs bzw. den erforderlichen Wegen besteht ebenfalls Versicherungsschutz, wenn die Tätigkeit betriebsbezogen ist. Entscheidend ist die Handlungstendenz der versicherten Person, so dass es hier insbesondere auf die objektiven Umstände des Einzelfalles ankommt.

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Ihr Kontakt zu uns

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Allgemeine Fragen zum Versicherungsschutz

 

 

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