Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Themen von A-Z

Begriffserklärungen rund um Mitgliedschaft und Beitrag, Versicherungsschutz, Leistungen und Prävention

 
 Haftungsablösung

Die Anerkennung eines Versicherungsfalls hat zur Folge, dass die Versicherten sowie deren Angehörige und Hinterbliebene wegen des Personenschadens grundsätzlich keinen Anspruch gegen den Unternehmer geltend machen können. Ihnen stehen insoweit ausschließlich die Leistungen der Berufsgenossenschaft zu.

Das sichert den sozialen Frieden und gibt den Unternehmern finanzielle Sicherheit.

Verletzt sich also ein Mitarbeiter im Betrieb oder erleidet er eine Berufskrankheit, entschädigt die gesetzliche Unfallversicherung den erlittenen Schaden umfassend. Der Arbeitnehmer darf den Unternehmer oder seine Kollegen dann - außer bei vorsätzlichem Handeln und Unfällen im allgemeinen Verkehr - nicht auf Schadensersatz verklagen.

 

Sie möchten mehr erfahren?

Der dreiminütige Erklärfilm richtet sich in erster Linie an Unternehmerinnen und Unternehmer. Es erklärt kurz und anschaulich, was der Begriff der Haftungsübernahme für Unternehmer bedeutet, welche Vorteile sie daraus ziehen und welche Nachteile das Fehlen dieser Absicherung für sie hätte.

Erklärfilm rund um die Ablösung der Unternehmerhaftpflicht

Link zum Erklärfilm "Die Vorteile der Haftungsübernahme für Ihr Unternehmen"

 Haftungsbeschränkung

Die Anerkennung eines Versicherungsfalls hat zur Folge, dass die Versicherten sowie deren Angehörige und Hinterbliebene wegen des Personenschadens grundsätzlich keinen Anspruch gegen den Unternehmer geltend machen können. Ihnen stehen insoweit ausschließlich die Leistungen der Berufsgenossenschaft zu.

Von seiner Haftung ist der Unternehmer allerdings nicht befreit, wenn er den Versicherungsfall vorsätzlich herbeigeführt oder bei einem Wegeunfall verursacht hat.

Die Haftungsfreistellung in dem genannten Umfang gilt nicht nur für Unternehmer; in ihren Genuss kommen vielmehr auch alle Arbeitnehmer, die durch eine betriebliche Tätigkeit fahrlässig den Unfall eines Kollegen oder des Unternehmers verursachen.

Diese Regelungen dienen dem Betriebsfrieden, sie sollen aber Leichtsinnigkeit nicht honorieren. Der Berufsgenossenschaft stehen deshalb nicht erst bei vorsätzlicher, sondern bereits bei grob fahrlässiger Herbeiführung des Unfalls Regressansprüche gegen den Schädiger zu. An den Begriff der groben Fahrlässigkeit wird jedoch ein strenger Maßstab angelegt, so dass es nur selten zu solchen Regressansprüchen kommt.

Hat jemand, der kein Betriebsangehöriger ist, den Unfall verursacht, so stehen der Berufsgenossenschaft wegen der von ihr gewährten Leistungen Rückgriffsansprüche gegen diese Person zu. Die Ansprüche des Verletzten gegen den Verursacher gehen insoweit auf die BGHW über.

 Heilbehandlung

Nach einem Arbeitsunfall, Wegeunfall oder bei einer Berufskrankheit sorgt die BGHW für in Abhängigkeit von Art und Schwere für eine optimale medizinische Behandlung.

Informationen zur Heilbehandlung unter Maßnahmen der Heilbehandlung

 Hinterbliebenenbeihilfen

Leider kommt es trotz aller Unfallverhütungsmaßnahmen immer wieder zu tödlichen Arbeitsunfällen oder tödlich verlaufenen Berufskrankheiten. Die BGHW sichert in diesen Fällen die Hinterbliebenen mit finanziellen Leistungen ab.

 Informationen zu Hinterbliebenenbeihilfen siehe Hinterbliebenenleistungen.

 Hörgerät als Gehörschützer - ICP-Hörgerät

Auch Personen, die bereits schwerhörig sind dürfen ohne Gehörschutz nicht im Lärmbereich arbeiten. Die Kombination von Gehörschutz und Hörgerät ist aber nicht zulässig,  da sich beim Tragen eines normalen Hörgeräts unter dem Gehörschutz  eine Gehörgefährdung nicht ausschließen lässt.  Da das Hörgerät auch unter der Kapsel den Schall bis hin zu eventuell gehörschädigenden Pegeln verstärkt. Daher ist dies Kombination am Arbeitsplatz nicht erlaubt.  Dies bedeutet für die Betroffenen häufig: Hörgerät raus, Gehörschutz auf, mit der Folge, dass für eine verbale Kommunikation nur noch sehr eingeschränkt möglich ist und auch Warnsignale nicht mehr gehört werden.
Das muss aber nicht sein.
Denn jetzt lässt sich zuverlässig prüfen, ob ein Hörgerät gleichzeitig auch als Gehörschutz funktioniert. Bei diesen Geräten spricht man von sogenannten ICP-Hörgeräten, die die Funktion eines Hörgerätes und eines Gehörschutzes vereinen.

Damit ein Hörgerät auch Gehörschutzqualität besitzt müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt sein:

Das Gerät darf beispielsweise nur bestimmte Frequenzen verstärken, es muss das Sprachsignal gut von Störgeräuschen trennen und es muss ein spezielles Arbeitsplatzprogramm besitzen, das eine Schallverstärkung bis zu gehörschädigenden Pegeln verhindert.

Auf dem Markt sind bereits IFA zertifizierte Hörgeräte mit Gehörschutzfunktion erhältlich.

Das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) hat hierzu ein spezielles Prüfverfahren entwickelt.

Damit ein Hörgerät auch Gehörschutzqualität besitzt müssen bestimmte technische Voraussetzungen erfüllt sein:
Das Gerät darf beispielsweise nur bestimmte Frequenzen verstärken, es muss das Sprachsignal gut von Störgeräuschen trennen und es muss ein spezielles Arbeitsplatzprogramm besitzen, das eine Schallverstärkung bis zu gehörschädigenden Pegeln verhindert.

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die BGHW für Ihre Versicherten, die bereits an einer annerkennungsfähigen Lärmschwerhörigkeit leiden die Kosten ein ICP-Hörgerät. 

Für Fragen wenden  Sie sich an Ihren zuständigen Ansprechpartner bei der BGHW.

Diesen Beitrag teilen
Diesen Beitrag teilen