Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Betreuungsmodelle nach DGUV Vorschrift 2

Die DGUV Vorschrift 2 "Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte" sieht je nach Zahl der im Betrieb Beschäftigten unterschiedliche Betreuungmodelle vor.

Betreuungmöglichkeiten für Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten

Betreuungsmöglichkeiten für Betriebe mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten

Betreuungsmöglichkeiten für Betriebe mit mehr als 50  Beschäftigten

Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten

Titelbild M114Betriebe mit bis zu 10 Beschäftigten können zwischen Regelbetreuung und alternativer bedarfsorientierter Betreuung wählen.

Regelbetreuung

Art und Umfang der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung richten sich im Wesentlichen nach den im Betrieb vorliegenden Gefährdungen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten sowie den Aufgaben gemäß den §§ 3 bzw. 6 Arbeitssicherheitsgesetz. Feste Einsatzzeiten sind nicht vorgegeben.
Die zu erbringende betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung muss die Durchführung von Grundbetreuungen und anlassbezogenen Betreuungen umfassen. Sie können kombiniert werden.

Alternative bedarfsorientierte Betreuung durch Kompetenzzentren

Die alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung besteht aus Motivations- und Informationsmaßnahmen und der Inanspruchnahme der bedarfsorientierten Betreuung durch Kompetenzzentren. Die bedarfsorientierte Betreuung ist immer dann in Anspruch zu nehmen, wenn die Unternehmerin/der Unternehmer eine Beratung zu Fragen des Arbeitsschutzes benötigt oder ein in der DGUV Vorschrift definierter Anlass gegeben ist.
Voraussetzung zur Teilnahme an der alternativen bedarfsorientierten Betreuung ist, dass die Unternehmerin/der Unternehmer aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist.

nach oben

Betriebe mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten

Titel BGHW-Kompakt 115Auch diese Betriebe können zwischen Regelbetreuung und alternativer bedarfsorientierter Betreuung wählen.

Regelbetreuung

Die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung setzt sich aus der Grundbetreuung und dem betriebsspezifischen Teil der Betreuung zusammen. Beide bilden gemeinsam die Gesamtbetreuung.
Die Aufgaben der Betriebsärzte/ -ärztinnen und Fachkräfte für Arbeitssicherheit muss die Unternehmerin/der Unternehmer unter Mitwirkung der betrieblichen Interessenvertretung (z.B. entsprechend Betriebsverfassungsgesetz) entsprechend den betrieblichen Erfordernissen  ermitteln, aufteilen und mit den Betriebsärzten/-ärztinnen und Fachkräften für Arbeitssicherheit schriftlich vereinbaren.
Maßgeblich für die Bemessung des Betreuungsumfangs der Grundbetreuung sind die für alle Betriebe geltenden Einsatzzeiten.
Der betriebsspezifische Teil der Betreuung geht von spezifischen betrieblichen Gefährdungen, Situationen und Anlässen aus. Bedarf und Umfang der betriebsspezifischen Betreuung legt die Unternehmerin/der Unternehmer auf Grundlage der betrieblichen Gegebenheiten fest. Diese Festlegung ist in regelmäßigen Abständen, in der Regel jährlich, zu überprüfen. Für regelmäßig vorliegende betriebsspezifische Unfall- und Gesundheitsgefahren sowie Erfordernisse zur menschengerechten Arbeitsgestaltung, wie sie in der DGUV Vorschrift 2 definiert sind, empfiehlt die BGHW Einsatzzeiten.

Alternative bedarfsorientierte Betreuung

Die alternative bedarfsorientierte betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung besteht aus Motivations- und Informationsmaßnahmen, Fortbildungsmaßnahmen und der Inanspruchnahme der bedarfsorientierten Betreuung durch Betriebsärztinnen/Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Über Notwendigkeit und Ausmaß dieser externen Beratung kann die Unternehmerin/der Unternehmer eigenverantwortlich entscheiden. Eine Ausnahme bilden in der DGUV Vorschrift 2 festgelegte besondere Anlässe: Sind diese gegeben, muss externe Beratung und Betreuung in Anspruch genommen werden. 
Voraussetzung zur Teilnahme ist, dass die Unternehmerin/der Unternehmer aktiv in das Betriebsgeschehen eingebunden ist.

nach oben

Betreuungsmöglichkeiten für Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten

Titel BGHW-Kompakt 116Betriebe mit 50 und mehr Beschäftigten fallen unter die Regelbetreuung.

 

Regelbetreuung

Die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung setzt sich aus der Grundbetreuung und dem betriebsspezifischen Teil der Betreuung zusammen. Beide bilden gemeinsam die Gesamtbetreuung.
Die Aufgaben der Betriebsärzte/ -ärztinnen und Fachkräfte für Arbeitssicherheit muss die Unternehmerin/der Unternehmer unter Mitwirkung der betrieblichen Interessenvertretung (z.B. entsprechend Betriebsverfassungsgesetz) entsprechend den betrieblichen Erfordernissen  ermitteln, aufteilen und mit den Betriebsärzten/-ärztinnen und Fachkräften für Arbeitssicherheit schriftlich vereinbaren.
Maßgeblich für die Bemessung des Betreuungsumfangs der Grundbetreuung sind die für alle Betriebe geltenden Einsatzzeiten.
Der betriebsspezifische Teil der Betreuung geht von spezifischen betrieblichen Gefährdungen, Situationen und Anlässen aus. Bedarf und Umfang der betriebsspezifischen Betreuung legt die Unternehmerin/der Unternehmer auf Grundlage der betrieblichen Gegebenheiten fest. Diese Festlegung ist in regelmäßigen Abständen, in der Regel jährlich, zu überprüfen. Für regelmäßig vorliegende betriebsspezifische Unfall- und Gesundheitsgefahren sowie Erfordernisse zur menschengerechten Arbeitsgestaltung, wie sie in der DGUV Vorschrift 2 definiert sind, empfiehlt die BGHW Einsatzzeiten.

nach oben

 

Diesen Beitrag teilen
Diesen Beitrag teilen