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Jahresbilanz 2018

Ausgaben * Entschädigung * Renten * Umfang der Versicherung * Unfallstatistik * Berufskrankheiten

Wofür die BGHW Geld ausgibt

Wofür die BGHW Geld ausgibt (Stand 2018)

Ausgaben 2018 in Euro

Ausgaben für Betrag in Euro
Prävention 75.266.065,53
Entschädigungsleistungen
(davon Ausgleichslast  154.591.999,75 €)
1.041.215.050,98
Verwaltungskosten  120.696.444,96
Sonstige Kosten* 129.911.135,86
Gesamt 1.367.088.697,33

* darunter fallen z.B. Beitragsausfälle und Zuführungen zu Altersrückstellungen

Grafik: Auf einen Euro entfallen rund

Entschädigungsleistungen

Die Entschädigungsleistungen lassen sich in vier Gruppen unterteilen:

  • Rehabilitation Kosten für ambulante und stationäre Heilbehandlung, Zahnersatz, Teilhabeleistungen und Pflege.
  • Verletztengeld Kosten für die Entgeltersatzleistungen nach Wegfall der gesetzlichen Lohnfortzahlung und die Kosten der besonderen Unterstützung.
  • Renten Versicherten- und Hinterbliebenenrenten
  • Sonstige Leistungen Die im Leistungskatalog der gesetzlichen Unfallversicherung enthaltenen Positionen, die neben den anderen Leistungen gezahlt wurden.

Diese setzten sich 2018 wie folgt zusammen:

Betrag in Euro
Rehabilitation 368.601.795
Verletztengeld  79.132.632
Renten  425.719.402
Sonstige Leistungen 13.169.222
Gesamt  886.623.051

Die Rentenzahlungen an Versicherte der BGHW bilden mit einem Anteil von 48 Prozent den größten Posten bei den Entschädigungsleistungen. An zweiter Stelle folgen die Rehabilitationskosten, die mit 42 Prozent einen großen Teil der Gesamtausgaben im Entschädigungsbereich ausmachen.

Entschädigungsleistungen 2018

Renten

Versicherte oder deren Hinterbliebene erhalten eine Rente bzw. Sterbegeld, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. 2018 zahlte die BGHW an insgesamt 65.991 Rentenempfänger Renten in Höhe von 425,7 Millionen Euro.

Zahl der Renten 2018 nach Empfängergruppen

Empfangsgruppe Zahl der Rentenempfänger
Versicherte  58.813
Witwen, Witwer  6.380
Waisen 797
Sonstige Berechtigte 1
GESAMT 65.991

Renten 2017

Umfang der Versicherung

Bei der BGHW sind rund 380 700 Mitgliedsunternehmen mit rund 4,6 Millionen Beschäftigten* versichert. Dabei überwiegen mit einem Anteil von 85 Prozent kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. In diesen Unternehmen sind aber „nur“ 16 Prozent der Versicherten beschäftigt. Lediglich 3,2 Prozent der Mitgliedsunternehmen haben 50 und mehr Beschäftigte; sie stellen aber fast zwei Drittel der Versicherten.

* hierbei sind Teilzeit-Beschäftigte umgerechnet in Vollzeit-Beschäftigte („Vollarbeiter“)

Mitgliedsunternehmen

Anteil der Mitgliedsunternehmen nach Unternehmensgröße

Unternehmen mit Anzahl Unternehmen Prozent Prozent(kumuliert)
weniger als 10 Beschäftigte  325.193 85,4 85,4
10 bis 49 Beschäftigte 43.356 11,4 96,8
50 bis 249 Beschäftigte 10.013 2,6 99,4
250 und mehr Beschäftigte 2.104 0,6 100,0
Gesamt 380.666 100,0

Versicherte (Vollarbeiter)

Verteilung der Versicherten (Vollarbeiter) nach Unternehmensgröße

Beschäftigte in Unternehmen mit Anzahl Beschäftigte Prozent Prozent(kumuliert)
weniger als 10 Beschäftigte 734.103 16,5 16,0
10 bis 49 Beschäftigte 911.819 19,8 35,8
50 bis 249 Beschäftigte  994.538 21,6 57,5
250 und mehr Beschäftigte  1.955.250 42,5 100,0
Gesamt 4.595.710 100,0

Unfälle und Berufskrankheiten

Unfallstatistik 2018

Im Jahr 2018 wurden der BGHW 265.696 Unfälle angezeigt. 129.400 dieser Unfälle hatten eine mehr als dreitägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge und waren damit anzeigepflichtig. In 1901 Fällen waren die Verletzungsfolgen so schwerwiegend, dass es im Berichtsjahr erstmals zu einer Entschädigung in Form einer Rente bzw. Abfindung oder zur Zahlung von Sterbegeld gekommen ist (neue Unfallrente). Tödlich verletzt wurden 73 Menschen, die Mehrzahl davon (56 Unfälle) bei Straßenverkehrsunfällen.

 

Unfallzahlen Arbeitsunfälle Wegeunfälle Gesamt
Angezeigte Unfälle 224.657 41.039   265.696
Anzeigepflichtige Unfälle 107.040 22.360 129.400
Neue Unfallrenten 1.409 492 1.901
Tödliche Unfälle 33 40 73

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Ein empirisches Maß zur Beschreibung des Unfallrisikos ist die Unfallhäufigkeit. Hierbei wird, wie bereits erwähnt, die Zahl der Unfälle zu der Beschäftigtenzahl in Beziehung  gesetzt. Man erhält dann eine Angabe „Unfälle je 1000 Beschäftigte“ – häufig als „Tausend-Mann-Quote“ bezeichnet. Diese Größe beträgt bei der BGHW bei den anzeigepflichtigen Unfällen 28,2.

 

Unfallhäufigkeit (berechnet) Arbeitsunfälle Wegeunfälle Gesamt
Angezeigte Unfälle 48,9 8,9 57,8
Anzeigepflichtige Unfälle 23,1 4,9 28,2
Neue Unfallrenten 0,307 0,107 0,414
Tödliche Unfälle 0,007 0,009 0,016

Berufskrankheiten

Im Jahr 2018 sind bei der BGHW 4.017 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit eingegangen. Als Berufskrankheit im juristischen Sinne anerkannt wurden 649 Fälle, 212  Betroffene erhalten eine ab 2018 laufende Rentenzahlung. In weiteren 1.452 Fällen wurde die berufliche Verursachung der Erkrankung festgestellt; eine Berufskrankheit im juristischen Sinne lag jedoch nicht vor, weil besondere versicherungsrechtliche Voraussetzungen nicht erfüllt waren – etwa die Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit. Die Berufsgenossenschaft übernimmt in diesen Fällen die medizinische Rehabilitation und berät die Erkrankten über mögliche Schutzmaßnahmen. In 2.116 Fällen ist der Verdacht auf eine Berufskrankheit nicht bestätigt worden. In Folge einer Berufskrankheit sind im Berichtsjahr 101 Versicherte verstorben. In der überwiegenden Zahl der Fälle  handelte es sich dabei um asbestverursachte Erkrankungen, deren Ursachen in der Regel bereits Jahrzehnte zurückliegen.

Bei den Rentenfällen dominieren mit einem Anteil von 57 Prozent die Erkrankungen der Atemwege oder der Lunge. Hier spielen insbesondere Erkrankungen durch Einwirkung von Asbest eine Rolle. Ein anderes Bild zeigt sich bei den Verdachtsanzeigen: Bei den meisten Anzeigen handelt es sich um Hautkrankheiten, gefolgt von Erkrankungen durch physikalische Einwirkungen, insbesondere Lärmerkrankungen und Schädigungen der Wirbelsäule.

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