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Heute schon eine Pause gemacht?

Pausen sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern auch essentiell für sichere und gesunde Arbeit. Sie helfen Beschäftigten, ihre Akkus wieder aufzuladen und konzentriert weiterzuarbeiten. Doch wie kann die Pause möglichst effektiv gestaltet werden?
Heute schon eine Pause gemacht?

©Mascha Tace/Shutterstock

Wenn die Aufgabenliste immer länger wird und der Zeitdruck bei der Arbeit wächst, ist die Pause schnell vergessen. Kurz am Kaffee nippen und die neusten Nachrichten auf dem Smartphone checken, ist dann oft das höchste der Gefühle. Und das obwohl das Arbeitszeitgesetz Pausen vorschreibt. Mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden. Die Gesamtpausenzeit kann in Zeitabschnitte von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Per Gesetz dürfen Beschäftigte nicht länger als sechs Stunden ohne Pause arbeiten. Zudem gibt es Sonderregelungen. Beispielsweise für Jugendliche: Sie müssen nach spätestens viereinhalb Arbeitsstunden eine Ruhepause einlegen. Vorgesehen sind 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von viereinhalb bis sechs Stunden und 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden. Verzichten Beschäftigte auf ihre Pause, kann das schnell gefährlich werden. Die Konzentration sinkt, Fehler schleichen sich ein und das Unfallrisiko steigt.

Auch wenn Pausen wie aus dem Lehrbuch manchmal nicht möglich sind: Es ist wichtig, dass sich Beschäftigte in ihrem Arbeitsalltag Zeit nehmen, um sich von ihrer Tätigkeit zu erholen. Das wirkt sich positiv auf ihre Leistungsfähigkeit, Konzentration und Motivation aus. Mit diesen Tipps, funktioniert’s:

Den Arbeitsplatz verlassen

Um sich tatsächlich erholen zu können, sollten Beschäftigte während der Pause Abstand von ihrer Tätigkeit gewinnen. Dazu gehört es, den Arbeitsplatz für diese Zeit zu verlassen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Pause störungsfrei ist.  Das Diensttelefon mit in die Pause zu nehmen oder die Pause auf der Verkaufsfläche zu verbringen, um für Kunden und Kollegen erreichbar zu sein, ist kontraproduktiv für die Regeneration. Daher gilt: Pause ist Pause!

Das Gegenteil der Arbeit tun

Es ist sinnvoll, in der Pause das komplette Gegenteil seiner Arbeit zu tun. Wer den ganzen Tag auf den Beinen ist, darf auch mal die Füße hochlegen. Ein Spaziergang bietet sich für diejenigen an, die bei ihrer Arbeit viel sitzen. Beschäftigte, die den ganzen Tag am Bildschirm tätig sind, sollten das Smartphone in der Tasche lassen. An die frische Luft zu gehen, ist ein guter Plan für alle, die in einem geschlossenen Raum arbeiten.

Das Thema wechseln

Die Pause mit den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen verbringen? Gute Idee! Doch dabei sollten Beschäftigte eine Regel beachten: Nicht über den Job sprechen. Denn sonst fällt es schwer, gedanklich abzuschalten.

Lockerungsübungen machen

Lockerungsübungen für Schultern, Rücken und Beine helfen dabei, einer einseitigen Belastung und  Muskelverspannungen vorzubeugen. Auch Meditation, Yoga oder autogenes Training können die Entspannung und Regeneration in der Pause fördern.

Essen und Trinken nicht vergessen

Um den Körper mit Energie zu versorgen, ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren und viel zu trinken – am besten Wasser oder ungesüßte Tees.  Gibt es keine Betriebskantine, können sich Beschäftigte eine Lunchbox richten. Beispielsweise mit  belegten Vollkornbroten, Salat, Gemüse und Obst.

Mehrere kurze Pausen einlegen

Gesundheitsfördernder als eine lange Pause sind mehrere kurze Pausen, die über den Arbeitstag verteilt werden.

Über die BGHW

Die Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (BGHW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für Unternehmen der Branchen Einzelhandel, Großhandel und Warenverteilung. Sie betreut rund 5,3 Millionen Versicherte in 378.000 Unternehmen.

Pressekontakt:

Siegrid Becker
Pressestelle der BGHW
Telefon 0621 183-5960
E-Mail presse@bghw.de
Internet: www.bghw.de

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