Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Neues Ausbildungskonzept für Sifa

Aktualisierte Inhalte und moderne didaktische Methoden zeichnen das neue Ausbildungskonzept zur Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) aus. Es wurde von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung entwickelt und startet für die BGHW im September 2019. Das Besondere: Statt der bisher unterschiedlichen Ausbildungssysteme für den öffentlichen und den gewerblichen Bereich wird es künftig nur noch ein Ausbildungssystem geben.

Mit dem neuen Ausbildungskonzept reagiert die DGUV auf die immer komplexer werdenden Aufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes. „Reines Fachwissen allein reicht nicht mehr“, erläutert Torsten Gläser, Referatsleiter Angebotsentwicklung bei der BGHW.

Vielmehr brauche die Sifa auch Kompetenzen in der Beratung und Unterstützung des Arbeitgebers. Eine gute Sifa sollte kommunikationsfähig und lösungsorientiert sein und Menschen überzeugen können. Dabei spielt die innere Haltung ebenfalls eine Rolle: „Es muss die Bereitschaft da sein, sich den komplexen Aufgaben des betrieblichen Arbeitsschutzes zu stellen“, meint Gläser. „Man muss Spaß daran haben, Probleme anzupacken und zu lösen.“ Diese Kompetenzen werden mit der neuen Ausbildung stärker als bisher gefördert. Nur so kann gemeinsam mit den Führungskräften im Betrieb der Arbeitsschutz kontinuierlich verbessert werden.

Sifa

Selbstverantwortlich lernen

Entsprechend wurden auch die didaktischen Methoden angepasst: „Es steht niemand mehr vorne, der den Teilnehmenden nach einem starren Lehrplan die Inhalte vorträgt“, berichtet Gläser. Vielmehr setze das neue Konzept auf selbstverantwortliches Lernen, um die eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Dabei liege das Augenmerk ganz besonders auf dem Anwenden von Erlerntem in der betrieblichen Praxis – schon während der Ausbildung. Diese Spielräume ermöglichen ein erfolgreiches und nachhaltiges Lernen. Denn die angehenden Sifas seien motivierter, wenn sie sich schon in der Ausbildungsphase mit Praxisproblemen beschäftigen und diese erfolgreich lösen können.

Natürlich bleiben die Sifa-Nachwuchskräfte beim Lernen nicht sich selbst überlassen. Sie werden von erfahrenen Arbeitsschutzen der BGHW unterstützt. Diese Lernbegleiter und Lernbegleiterinnen unterscheiden sich in Bezug auf ihre Rolle und ihre Aufgaben im Lernprozess deutlich vom klassischen Dozenten. An die Stelle der ausschließlichen Vermittlung von fachlichem Wissen und Fertigkeiten tritt die zielgerichtete Unterstützung des Kompetenzerwerbs. Insgesamt dauert die Ausbildung zur Sifa wie bisher bis zu drei Jahre. Sie umfasst sechs Lernfelder:

  • Einführung in die Ausbildung
  • Arbeitssystem und betriebliche Organisation
  • Beurteilung von Arbeitsbedingungen
  • Arbeitssystemgestaltung
  • Integration des Arbeitsschutzes in die betriebliche Aufbau- und Ablauforganisation
  • Branchenspezifischer Teil der BGHW

Erarbeitet werden die Inhalte in Präsenzseminaren, durch selbstorganisiertes Lernen und betriebliche Praktika. Sechs Lernerfolgskontrollen komplettieren die Ausbildung. Der Pilotkurs der BGHW startet im September 2019 mit rund 20 Teilnehmenden.

Mehr dazu
Vertiefende Informationen zur neuen Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit finden Sie HIER.

Haben Sie weitere Fragen zur neuen Sifa-Ausbildung, wenden Sie sich per E-Mail an:

Diesen Beitrag teilen
Diesen Beitrag teilen