Gefährdungsbeurteilung: Allgemeine Informationen

Als Unternehmer, Unternehmerin oder vorgesetzte Person tragen Sie die Verantwortung für die Risiken im Betrieb. Mithilfe der Gefährdungsbeurteilung können Sie diese erkennen, beurteilen, minimieren und dokumentieren.

Die Gefährdungsbeurteilung bildet die Basis des betrieblichen Arbeitsschutzes. Mit ihrer Hilfe erkennen Sie als Arbeitgeber, welchen Gefährdungen Sie Ihren Beschäftigten aussetzen. Auf dieser Grundlage können Sie Ihre Grundpflichten nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes erfüllen.

Die BGHW unterstützt Sie bei dieser Aufgabe, indem sie laufend das Unfallgeschehen und die Entwicklung der Arbeitsbedingungen beobachtet. Über erkannte Risiken und Strategien zu deren Vermeidung informieren wir Sie in Broschüren, Schulungen und durch die Arbeit unseres Außendienstes. Nicht zuletzt aber auch über die Hilfen zur Gefährdungsbeurteilung, die kompakt das Präventionswissen zusammentragen und online oder gedruckt zur Verfügung stehen.

 

Gefährdungen erkennen und Lösungen finden

Gefährdungen, ganz gleich, ob sie im Rahmen einer Begehung, eines Gesprächs mit Beschäftigten oder anders erkannt werden, müssen in die Gefährdungsbeurteilung Eingang finden. Nur so kann die Gefährdungsbeurteilung ein stabiles Fundament für Ihre Sicherheitsarbeit bilden.

Gespräche mit Führungskräften oder Sitzungen eines je nach Betriebsgröße vorhandenen Arbeitsschutzausschusses (ASA) sind der beste Ort, diese Gefährdungen mit allen Beteiligten zu diskutieren und sichere, für den Betrieb passende, Lösungen zu finden. Maßnahmen wie Reparaturen, Beschaffungen, betriebliche Regelungen und Unterweisungen hierzu sind Ihre Lösung.

Hinweis

Richtig genutzt, ist die Gefährdungsbeurteilung eine wichtige Anlaufstelle bei allen Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes.

Symbol mit einem Ausrufezeichen

Keine einmalige Sache

Die Gefährdungsbeurteilung ist keine einmalige Aufgabe. Sie ist nicht die "Steuererklärung", die regelmäßig neu erstellt und abgegeben werden muss. Viel eher ist sie wie die Buchhaltung, die je nach Möglichkeit kontinuierlich gepflegt, jederzeit Auskunft gibt über bestehende Risiken. So wie sich Ihr Verantwortungsbereich mit jedem neuen Auftrag, mit jeder Neueinstellung etc. verändert, verändern sich auch die Risiken und Ihre Beurteilung.

Nutzen Sie daher Ihr bisher in der Gefährdungsbeurteilung zusammengetragenes Wissen und das Präventionswissen der BGHW, um Ihren Betrieb kontinuierlich sicher zu führen.

Das könnte Sie ebenfalls interessieren

So führen Sie die Gefährdungsbeurteilung durch

Ganz gleich, zu welcher Branche Ihr Unternehmen gehört oder wie groß es ist: Diese sieben Schritte führen Sie durch den Prozess der Gefährdungsbeurteilung für Ihren Betrieb.

Zu Gefährdungsbeurteilung durchführen

Handlungshilfen

Unsere Handlungshilfen erleichtern Ihnen den Einstieg, die Durchführung und die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung in Ihrem Betrieb.

Zu Handlungshilfen

FAQ – häufig gestellte Fragen

Schauen Sie auch in unsere Übersicht aller häufig gestellten Fragen. Nachfolgend aufgelistet sind alle FAQ zum Thema "Allgemeine Informationen"
Wo kann ich PegA-Materialien bestellen oder herunterladen?

Im Medienshop der BGHW können Sie den Ordner „Das PegA-Programm“ , die Moderationsbox PegA-Workshop sowie die beiden zu PegA-Team gehörenden Plakate PegA-Anforderungsbarometer  und PegA-Workshop bestellen: zur Beststellung im Medienshop.

Alle PegA-Materialien inklusive der individuell bearbeitbaren Praxishilfen für die Planung, Kommunikation und Auswertung der Gefährdungsbeurteilung in Ihrem Unternehmen können Sie auch hier herunterladen: zum Download im Medienshop.

Ist das PegA-Programm in die GBO (Gefährdungsbeurteilung Online) integriert?

Nein, bislang noch nicht. Wenn Sie die psychische Belastung in Ihrem Unternehmen mit PegA bearbeitet haben, können Sie die Ergebnisse gerne als Anhang in der GBO speichern.

Wieso soll ich das PegA-Programm nutzen, wenn doch in der GBO (Gefährdungsbeurteilung Online) schon Fragen zur psychischen Belastung hinterlegt sind?

Für Großunternehmen gibt es lediglich einzelne Fragen zur psychischen Belastung, für KMU 28 Fragen. Für eine umfassende Gefährdungsbeurteilung insbesondere in Großunternehmen reicht es nicht, nur die wenigen Fragen im Sinne einer Checkliste zu beantworten. Sie müssen hinterlegen, wie Sie zu Ihrer Einschätzung/Ihren Antworten gekommen sind. Für eine fundierte Beurteilung der Arbeitsbedingungen können Sie daher auf die PegA-Instrumente zurückgreifen.

Kann ich Fragen/Aussagen in den PegA-Instrumenten anpassen?

Alle Instrumente wurden auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt und sind normativ verankert sowie praktisch erprobt. Eine individuelle Anpassung der Instrumente kann daher mit qualitativen Einbußen einhergehen. Dies kann unter Umständen auch zu fehlerhaften oder weniger aussagekräftigen Ergebnissen Ihrer Gefährdungsbeurteilung führen. Zudem können Sie dann nicht mehr unsere elektronischen Auswertungsdateien nutzen, da diese ausschließlich für die Originalversion der Instrumente ausgerichtet sind.

Kann ich bei den PegA-Instrumenten auch unser Firmenlogo hinterlegen?

Ja, laden Sie dazu die Instrumente im Kompendium Arbeitsschutz herunter. In den PDF-Dateien können Sie Ihr Logo beim Hinweis „Hier können Sie das Logo Ihres Unternehmen einfügen“ ergänzen.

Ich kann die elektronischen Auswertungshilfen nicht öffnen oder bearbeiten. Woran liegt das?

Es kann erfahrungsgemäß zu Problemen beim Öffnen kommen, wenn Sie die elektronischen Auswertungsdateien direkt aus dem Anhang einer E-Mail öffnen. Speichern Sie die Auswertungsdatei zunächst lokal ab und probieren Sie dann erneut, sie zu öffnen. Sollte das Problem weiterhin bestehen, schreiben Sie bitte eine E-Mail an gefaehrdungsbeurteilung(at)bghw.de. Wir setzen uns dann mit Ihnen in Verbindung.

Können Führungskräfte die Begehungen mit dem PegA-Expertencheck durchführen?

Die Verantwortung für eine ordnungsgemäße Gefährdungsbeurteilung obliegt dem Arbeitgeber. Es ist grundsätzlich denkbar, dass die Führungskräfte die Begehungen an den Arbeitsplätzen durchführen. Allerdings verfügt nicht jede Führungskraft über die entsprechenden Vorkenntnisse zum Thema Sicherheit und Gesundheit und nicht jeder besitzt die Vorerfahrung mit objektiven Beobachtungen am Arbeitsplatz. Hier sollte im Vorfeld eine Beratung zum Beispiel durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit erfolgen. Denkbar ist es auch, die Begehungen im Tandem durchzuführen. So könnte die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder auch ein Vertreter des Betriebsrats gemeinsam mit einer Führungskraft die Begehungen vornehmen. Bei allen Überlegungen, wer die Begehungen durchführt, sollte immer die Qualität des Ergebnisses im Vordergrund stehen.

Können auch Führungskräfte an der PegA-Befragung teilnehmen?

Selbstverständlich können Sie den PegA-Fragebogen auch an Führungskräfte verteilen. Da ihre Aufgaben und Arbeitsbedingungen sich aber meist von denen der anderen Mitarbeiter unterscheiden, müssten Sie in Teil 1 des Fragebogens („Tätigkeiten/Arbeitsbereiche“) separat die Tätigkeit „Führung“ aufführen. Dann können Sie auch für die wichtige Führungstätigkeit eine angemessene Beurteilung der psychischen Belastung vornehmen.

Ihr Kontakt zu uns

Sie haben Fragen zur Gefährdungsbeurteilung? Wir helfen Ihnen weiter.

Servicetelefon der Prävention

Wenn Sie Fragen rund um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz haben, können Sie sich Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr an die Servicenummern der Prävention der BGHW wenden.

E-Mail:
praevention(at)bghw.de

Allgemeine Fragen zur Gefährdungsbeurteilung

Bei grundsätzlichen Fragen zur Gefährdungsbeurteilung schreiben Sie an

E-Mail:
gefaehrdungsbeurteilung(at)bghw.de

Oder richten Sie Ihre Anfrage per Kontaktformular an uns:
Kontaktformular