
Motivation im Arbeitsschutz: Coaching-Impulse für Sifa
Wie Sicherheitsfachkräfte mit Neugier, Sprache und Geschichten Beschäftigte in Unternehmen wirksam zu mehr Sicherheit und Gesundheit motivieren können.
Aufgrund von Wartungsarbeiten können in der Zeit vom 19.05.2026 ab 09:00 Uhr bis zum 20.05.2026 bis ca. 17:30 Uhr keine Anmeldungen zu unseren Seminaren vorgenommen werden.
Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeitsschutzorganisation in den Mitgliedsbetrieben der BGHW.
Jedes Unternehmen benötigt eine sicherheitstechnische und arbeitsmedizinische Betreuung zu allen Fragen des Arbeitsschutzes, um verantwortlich die Anforderungen zu erfüllen. Das ist über das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) sowie die Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 bundeseinheitlich geregelt.
Eine Sifa hat u. a. die Aufgabe, die Unternehmensleitung und Führungskräfte in allen Fragen des Arbeitsschutzes zu unterstützen. Sie helfen, Unfallgefahren und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren frühzeitig zu erkennen und konstruktive Vorschläge zu deren Vermeidung bzw. Minimierung zu erarbeiten.
Die Aufgaben der Sifa sind vielfältig und komplex. Es ist eine herausfordernde Aufgabe für Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen seinen Beitrag zu leisten.
Zur anspruchsvollen Ausbildung zugelassen werden nur Fachkräfte mit einer jährlichen Einsatzzeit als Sifa von mindestens 50 Stunden in Mitgliedsunternehmen der BGHW.
Als fachkundiger Berater zur Arbeitssicherheit benötigt eine Sifa eine grundlegende und branchenspezifische Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit, bevor sie formal bestellt werden kann.
Die Berufsgenossenschaften haben gemeinsam mit der DGUV, dem BMAS und der BAuA ein modernes, erwachsenengerechtes Ausbildungskonzept entwickelt, um den aktuellen Entwicklungen und Anforderungen in der betrieblichen Praxis sowie im Arbeitsschutz gerecht zu werden. Nach diesem Konzept bildet die BGHW die angehende Sifa aus.
In den Antworten zu den nachfolgenden Fragen erhalten Sie alle erforderlichen und detaillierten Informationen zu der angebotenen Sifa-Ausbildung für Personen aus unseren Mitgliedsbetrieben.
Grundsätzlich muss eine positive Haltung gegenüber Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie die erkennbare Wertschätzung durch Vorgesetzte und Mitarbeitende für die auszuwählende, angehende Sifa gegeben sein.
Darüber hinaus gelten die formalen Kriterien u. a. der Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2:
Die Teilnehmenden müssen
Zur anspruchsvollen Ausbildung zugelassen werden nur Fachkräfte mit einer jährlichen Einsatzzeit von mindestens 50 Stunden in Mitgliedsunternehmen der BGHW.
Bitte beachten Sie außerdem, dass sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift für einen erfolgreichen Verlauf und Abschluss der Sifa-Ausbildung unverzichtbar sind.
Hinweis:
Die Ausbildung ist gekennzeichnet durch einen intensiven Austausch der Teilnehmenden in digitalen Lernräumen und in den Präsenzphasen, durch die Bearbeitung umfangreicher Fachinformationen und verschiedenste, umfangreiche mündliche sowie schriftliche Prüfungen (Facharbeiten) im Laufe der Ausbildung.
Die Sifa-Ausbildung folgt einer modernen Konzeption, die neben den fachlichen Aspekten des Arbeitsschutzes und den Sifa-Aufgaben auch digitale Medien sowie Kommunikationsformen einbindet.
Die Entwicklung eines professionellen Sifa-Rollenverständnisses sowie der Erwerb notwendiger Fachkenntnisse und Kompetenzen sind erforderlich, um die Aufgaben als Sifa erbringen zu können.
Den Aufbau und Ablauf der Sifa-Ausbildung in den Lernfeldern LF 1 bis 6 inkl. des jeweiligen Aufwandes und den zugrunde gelegten Handlungssituationen beschreibt sehr anschaulich die Tabelle rechts:
Ein wesentliches Merkmal der Ausbildung ist der stetige Wechsel von
Während der Präsenzphasen werden im internetgestützten Selbstlernen konkrete Handlungssituationen für das zukünftige Aufgabengebiet als Sifa schrittweise bearbeitet.
Die bearbeiteten Arbeitssituationen in den Handlungssituationen und die daraus aufbauenden Lernerfolgskontrollen geben dem Lernenden eine Rückmeldung über die bereits erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Gegenstand der Praktika (zwei werden auch als Lernerfolgskontrolle bewertet) ist die Anwendung des Gelernten in der eigenen betrieblichen Praxis. Ziel ist es, reale Probleme des entsendenden Mitgliedsunternehmens zu lösen.
In allen Phasen der Ausbildung stehen den Teilnehmenden Lernbegleitungen zur Verfügung. Diese geben u.a. kompetenzorientierte Rückmeldung zu den abgegebenen Arbeitssituationen oder Lernerfolgskontrollen.
Die Ausbildung ist eingeteilt in drei Ausbildungsstufen, wobei die Ausbildungsstufen I und II (Grund- und vertiefende Ausbildung) durch die Lernfelder 1-5 abgedeckt sind.
Lernfeld 6 bildet die Ausbildungsstufe III und wird als branchenspezifisches Lernfeld der BGHW angeboten, diese ist zurzeit in Bearbeitung.
Eine internetgestützte "Sifa-Lernwelt" begleitet die angehende Sifa als digitale Lernplattform in der gesamten Ausbildung. Die Sifa-Lernwelt stellt nicht nur die fachlichen Inhalte digital zur Verfügung. Sie ermöglicht ein modernes, flexibles und abwechslungsreiches Lernen im Kontakt mit der Lernbegleitung und anderen Teilnehmenden (u. a. "Lernen in der Gruppe / im Klassenverband") über die ca. 2 Jahre hinweg.
Die Sifa-Lernwelt ist der Dreh- und Angelpunkt der Sifa-Ausbildung.
Jeder Teilnehmende bekommt einen persönlichen Zugang zu seiner Sifa-Lernwelt. So hat er jederzeit Zugriff auf die Inhalte, an jedem Ort (SOL, SEM, PRA, LEK) und kann sich mit anderen Teilnehmenden sowie den Lernbegleitern/Lernbegleiterinnen seines Kurses austauschen.
Im Einzelnen enthält die Sifa-Lernwelt folgende Elemente:

Im Zentrum der Sifa-Lernwelt befindet sich der Park der Handlungssituationen. In diesem Park finden sich geordnet nach den Lernfeldern die wichtigen Handlungssituationen einer Sifa.

Das Vorgehen einer Sifa kann im Unternehmen „BeiSpiel“ erprobt werden. Dieses beinhaltet Unternehmensbereiche, Gesprächsdokumentationen und ein Mitarbeiterportal.

Der Praxis-Bereich wird zur Vorbereitung, Planung und Durchführung der Praktika genutzt. Zu jedem Praktikum sind Informationen und Rahmenbedingungen hinterlegt.

Die Bibliothek bietet Zugriff auf alle aktuellen Lernmaterialien, wie Wissensbausteine und Mini-Inputs.

In der Werkzeughalle sind geeignete Instrumente, Verfahren und Vorlagen für die Tätigkeit als Sifa, geordnet nach Aufgabenschwerpunkten, abgelegt.

Die Lounge ist ein Treffpunkt für Teilnehmende und Lernbegleitung in allen Phasen der Ausbildung.

Im Seminar-Campus sind Informationen zur Seminarorganisation (Ansprechpersonen, Anfahrt, Angebote vor Ort etc.) und Angaben zu jedem Seminar (Termin, Inhalte) hinterlegt.

Die Vorbereitungen und die Prüfungen finden im LEK-Prüfungscenter statt.

Im Lernblog kann über den eigenen Lernprozess reflektiert werden. Dies ist ein persönlicher Bereich, weder andere Teilnehmende noch die Lernbegleitung haben darauf Zugriff.

Über die Arbeit am Portfolio dokumentieren die Teilnehmenden ihren Kompetenzerwerb während des Ausbildungslehrganges.
Zum Hereinschnuppern finden Sie hier die öffentliche Version der "Sifa-Lernwelt".
Der obigen Darstellung können Sie den Aufwand entnehmen für
Die Angaben für SOL und PRA sind abgeschätzte Mittelwerte. Individuell kann der Aufwand auch höher liegen.
Im Detail liegen in dem zweijährigen Zeitraum:
Ein nicht unerheblicher Teil der Ausbildung wird im SOL und in den Praktika eigenverantwortlich absolviert, überwiegend am Computer.
Wir empfehlen über den gesamten Zeitraum der Sifa-Ausbildung (siehe Ausbildungsplan unter der Frage „Wo findet die Ausbildung statt“) dem Teilnehmenden in den Wochen zwischen den Präsenzphasen mindestens 1 Arbeitstag pro Woche für die Bearbeitung der fachlichen Ausbildungsinhalte, SOL-/Praktika-Aufgaben bzw. Lernerfolgskontrollen bereitzustellen.
Die einzelnen Elemente (SEM, SOL und PRA) sind in den Lernfeldern inhaltlich und zeitlich eng miteinander verzahnt. Dies stellt eine hohe Anforderung an die Teilnehmenden und entsendenden Mitgliedsunternehmen.
Die Sifa-Ausbildung muss innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein.
Wir empfehlen über den gesamten Zeitraum der Sifa-Ausbildung (siehe Ausbildungsplan unter der Frage „Wo findet die Ausbildung statt“) dem Teilnehmenden in den Wochen zwischen den Präsenzphasen mindestens 1 Arbeitstag pro Woche für die Bearbeitung der fachlichen Ausbildungsinhalte, SOL-/Praktika-Aufgaben bzw. Lernerfolgskontrollen bereitzustellen. Dies erfordert ein praktikables Zeitmanagement.
Es hat sich bewährt, wenn man der zukünftigen Sifa einen betrieblichen Mentor zur Seite stellt.
Die Sifa-Ausbildung ist – gemäß Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 2 – erst nach der erfolgreichen Absolvierung der Ausbildungsstufe III (Sifa-LF 6) vollständig abgeschlossen.
Die Festlegung des Termins für den Beginn Ihrer Ausbildung kann erst erfolgen im Gespräch mit der Aufsichtsperson (AP) und unserer Anmeldung bei der ausbildenden Stelle (gemäß Ihres Wunsches: IAG oder BGN).
Die zurzeit verfügbaren Termine beim IAG teilen wir Ihnen ca. eine Woche vor dem Gespräch mit.
Im Gespräch mit der AP wählen Sie entsprechend der tagesaktuellen Verfügbarkeiten einen Termin und einen Alternativtermin aus. Wir melden Sie dann beim IAG an. Das IAG bestätigt Ihnen den Termin und Sie erhalten Ihren Kursplan mit allen Terminen für die ca. zweijährige Ausbildung.
Hinweis: Die Anmeldung beim IAG kann nur durch uns erfolgen. Eine Reservierung des Starttermins ist nicht möglich.
Die zurzeit verfügbaren Termine bei der BGN sehen Sie im Kursplan. Im Gespräch mit der AP wählen Sie entsprechend der tagesaktuellen Verfügbarkeiten einen Termin und einen Alternativtermin aus. Wir melden Sie dann bei der BGN an. Die BGN bestätigt Ihnen den Termin und Sie erhalten Ihren Kursplan mit allen Terminen für die ca. zweijährige Ausbildung.
Hinweis: Die Anmeldung bei der BGN kann nur durch uns erfolgen. Eine Reservierung des Starttermins ist nicht möglich.
Bitte beachten Sie außerdem, dass sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift für einen erfolgreichen Verlauf und Abschluss der Sifa-Ausbildung unverzichtbar sind.
Hinweis
Die Ausbildung ist gekennzeichnet durch einen intensiven Austausch der Teilnehmenden in digitalen Lernräumen und in den Präsenzphasen, durch die Bearbeitung umfangreicher Fachinformationen und verschiedenste, umfangreiche mündliche sowie schriftliche Prüfungen (Facharbeiten) im Laufe der Ausbildung.
Fachkräfte für Arbeitssicherheit (Sifa) sind ein wichtiger Bestandteil der Arbeitsschutzorganisation in den Mitgliedsbetrieben der BGHW.
Sie haben Fragen zur Sifa-Ausbildung oder allgemein zu unseren Seminaren?
Telefon:
0228 5406-5820
E-Mail:
ausbildung(at)bghw.de